Fast jeder dritte Neuwagen war im August elektrisch
4.9.2026, Foto: ptra/Pixabay
Die Zahl neu zugelassener Elektroautos ist im August deutlich gestiegen. Reine Stromer erreichten einen Anteil von 32,4 Prozent. Benziner und Diesel verloren dagegen kräftig.
Elektroautos haben im August 2026 einen großen Anteil am deutschen Neuwagenmarkt erreicht. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden 68.930 reine Elektro-Pkw neu zugelassen. Das waren 75,1 Prozent mehr als im August des Vorjahres. Ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag bei 32,4 Prozent.
Insgesamt kamen im August 212.563 neue Pkw auf die Straße. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl um 2,6 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres lagen die Pkw-Neuzulassungen 4,8 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Benziner und Diesel verlieren deutlich
Während reine Elektroautos zulegten, gingen die Neuzulassungen klassischer Verbrenner deutlich zurück. Das KBA registrierte im August 35.536 neue Benziner. Damit entfielen 16,7 Prozent des gesamten Neuwagenmarktes auf diese Antriebsart. Gegenüber August 2025 sank ihre Zahl um 37,9 Prozent.
Auch Dieselmodelle verloren. Insgesamt wurden 22.516 Diesel-Pkw neu zugelassen, 17,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Ihr Marktanteil lag bei 10,6 Prozent.
Damit wurden im August mehr als dreimal so viele reine Elektroautos wie Diesel-Pkw neu zugelassen. Benziner und Diesel kamen gemeinsam auf einen Anteil von 27,3 Prozent und lagen damit unter dem Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge.
Hybride bleiben stärkste Antriebsgruppe
Noch größer war der Anteil der Hybridfahrzeuge. Das KBA weist für August 84.603 Pkw mit Hybridantrieb aus. Sie erreichten einen Anteil von 39,8 Prozent an den Neuzulassungen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg ihre Zahl um 2,5 Prozent.
In dieser Kategorie sind auch Plug-in-Hybride enthalten. Von ihnen wurden im August 25.406 Fahrzeuge neu zugelassen. Das entsprach einem Marktanteil von 12 Prozent und einem Zuwachs von 6 Prozent gegenüber August 2025.
Private Neuzulassungen legen kräftig zu
Auffällig ist auch die Entwicklung bei den Haltergruppen. Die Zahl der privaten Pkw-Neuzulassungen stieg im August um 16,9 Prozent. Privatpersonen kamen damit auf einen Anteil von 40,5 Prozent am Neuwagenmarkt.
Bei gewerblichen Haltern gingen die Neuzulassungen dagegen um 5,3 Prozent zurück. Der gewerbliche Anteil lag dennoch bei 59,4 Prozent und damit weiterhin klar über dem privaten Anteil.
BYD wächst um mehr als 370 Prozent
Bei den volumenstärkeren Importmarken verzeichnete BYD ein besonders starkes Wachstum. Mit 5.256 neu zugelassenen Fahrzeugen lag die chinesische Marke 371,8 Prozent über ihrem Ergebnis aus dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil betrug 2,5 Prozent.
Auch Kia legte mit 6.382 Neuzulassungen um 32,4 Prozent zu. Renault erreichte mit 5.211 Fahrzeugen ein Plus von 27,9 Prozent. Zuwächse meldete das KBA außerdem für Peugeot, Citroën und Fiat.
Bei den deutschen Marken entwickelte sich der August unterschiedlich. Mercedes-Benz steigerte seine Neuzulassungen um 8 Prozent, BMW um 2 Prozent. Volkswagen lag dagegen 14 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats, Audi verzeichnete einen Rückgang um 16,5 Prozent. Volkswagen blieb mit einem Marktanteil von 15,2 Prozent dennoch die stärkste deutsche Marke.
SUVs bleiben das größte Segment
SUVs machten im August 37,6 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen aus und blieben damit das größte Fahrzeugsegment. Ihre Zulassungszahl stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 12 Prozent.
Kleinwagen erreichten einen Anteil von 14,5 Prozent und legten um 11,8 Prozent zu. Die Kompaktklasse kam auf 11,8 Prozent, verzeichnete allerdings einen Rückgang von 18,9 Prozent. Den stärksten prozentualen Zuwachs erzielten die Minis mit einem Plus von 24,6 Prozent. Ihr Marktanteil blieb mit 3 Prozent jedoch überschaubar.
Quellen: KBA







