Kia EV6 2021-2026 Probleme Schwachstellen Rueckrufe
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Kia EV6 im Gebraucht-Check: Diese Mängel sind bekannt

Der Kia EV6 ist ein seit 2021 hergestellter Elektro-SUV aus dem Segment der Mittelklasse. Er positioniert sich über dem EV4. Ein Facelift erfolgte 2024.

Je nach Baujahr stehen unterschiedliche Akkus zur Wahl: Zum Start gab es zwei Varianten mit 58 kWh (RWD) und 77,4 kWh (AWD und GT). Mit dem Facelift legte Kia nach und spendierte dem Crossover größere Batterien – statt 58 kWh gibt es nun 63 kWh, der große Akku wächst von 77,4 auf 84 kWh.

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Bekannte Probleme beim Kia EV6

Der Kia EV6 wird zu Recht von der breiten Masse gelobt. Rund fünf Jahre nach dem Marktstart zeigen sich aber auch erste kleinere und größere Schwächen. Worauf Käufer achten sollten, klärt dieser Ratgeber.

EinschätzungBaujahrUrteil
Vorsicht2021 – 2022Frühe Modelle, mehr Software- und Elektronikprobleme
Kaufen2023Technik gereift, viele Updates bereits erfolgt
Kaufenab 2024 (Facelift)Verbesserte Technik, größere Akkus, weniger Schwächen

Defekte ICCU

Die sogenannte ICCU (Integrated Charging Control Unit) ist beim Kia EV6 ein zentrales Bauteil der Lade- und Bordelektronik: Sie steuert nicht nur den Ladevorgang der Hochvoltbatterie, sondern versorgt auch den 12-Volt-Akku.

Bei älteren Fahrzeugen kann die ICCU einen Defekt erleiden, was im schlimmsten Fall zum plötzlichen Antriebsverlust führt. Typische Anzeichen sind Warnmeldungen im Cockpit, ein leerer 12-Volt-Akku oder Startprobleme.

Fällt die ICCU aus, wird auch die 12-Volt-Batterie nicht mehr geladen – das Auto kann dann komplett liegen bleiben. Kia hat das Problem offiziell bestätigt und mit einem großangelegten Rückruf reagiert, bei dem ein Software-Update durchgeführt und ggf. die ICCU ersetzt wird. Betroffen sind vor allem Modelle aus dem Produktionszeitraum 20. April 2021 bis 28. Februar 2024.

“Zombie-Modus”

Bei älteren Modellen kann es passieren, dass sich der EV6 nicht aus der Parkstellung (“P”) herausschalten lässt. Hintergrund ist ein Softwarefehler, der in Foren als “Zombie-Modus” bezeichnet wird. Dann ist das Fahrzeug zwar an, aber nicht fahrbereit. Das Problem lässt sich mit einem Software-Update beheben.

Probleme mit der Software

Beim Kia EV6 zeigt sich ein bekanntes Bild moderner E-Autos: Die Hardware überzeugt, bei der Software gibt es aber noch Luft nach oben. So wird in verschiedenen Foren von Verzögerungen, Abstürzen oder kurzen Aussetzern berichtet. Verbindungsprobleme mit der Kia-Connect-App oder sporadische Fehlermeldungen sind ebenfalls keine Seltenheit. Mit Software-Updates werden die Probleme aber nach und nach behoben.

Sonstige Schwachstellen

  • Ältere Modelljahre haben kein kabelloses Apple CarPlay und Android Auto. Erst mit dem Facelift legte Kia nach und ermöglichte endlich die drahtlose Verbindung.
  • Bei  sehr kalten Temperaturen kann es vorkommen, dass die versenkbaren Türgriffe einfrieren und nicht mehr ausfahren. Ursache ist meist Feuchtigkeit, die bei Frost gefriert und die Mechanik blockiert. Das Problem ist nicht typisch für den EV6, sondern ein konstruktionsbedingter Nachteil solcher Türgriffe.

Probleme mit der Garantie?

Kia sorgt beim Thema Garantie mit seiner “Null-Toleranz-Politik” immer wieder für Diskussionen. Fakt ist: Die 7-Jahres-Garantie ist an regelmäßige Wartungen nach Herstellervorgaben gebunden. Wer Inspektionen deutlich überzieht oder nicht dokumentiert, riskiert Ärger. Bei kleinen Überschreitungen, etwa wegen einem Feiertag oder winzigen Mehrkilometern, wird Kia aber meistens ein Auge zudrücken.

Rückrufe

  • Rückruf wegen defekter ICCU (siehe oben).
  • Laut dem KBA kann die Feststellbremsfunktion ausfallen, was schlimmstenfalls zum Wegrollen des Fahrzeugs führt. Betroffen sind die Baujahre 2021 und 2022.
  • Eine unsachgemäß wärmebehandelte Antriebswelle kann brechen und zum Verlust des Antriebs führen. Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 26. Januar 2023 bis 10. April 2023.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich auch beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt sich der Kia EV6 inzwischen deutlich erschwinglicher als noch zum Start: Die günstigsten Exemplare stehen aktuell ab rund 23.500 Euro in den Börsen, meist handelt es sich dabei um Versionen mit Hinterradantrieb und kleinerem Akku. Die meisten Exemplare haben selten mehr als 50.000 Kilometer auf der Uhr (Stand: April 2026).

Unser Tipp: Zum Facelift greifen

Der Kia EV6 bleibt auch als Gebrauchter ein starkes Gesamtpaket, gänzlich frei von Macken ist er aber nicht. Immerhin: Vieles ist bekannt und lässt sich dank Updates oder erledigter Rückrufe gut einschätzen. Gleichzeitig spielt der Preisrutsch bei E-Autos Käufern eines EV6 in die Karten.

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Beitragsbild: Mike Bird auf Pexels

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