5G-Tronic Probleme und Schwachstellen
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Mercedes 5G-Tronic: Diese Probleme gehen ins Geld

Die 5G-Tronic (Baureihe 722.6) von Mercedes-Benz wurde 1996 eingeführt. Verbaut wurde sie überwiegend in PKW (C-, E-, S-Klasse) und Transportern (Vito, Sprinter). Auch Modelle anderer Marken wurden ausgerüstet, zum Beispiel der Chrysler Crossfire oder Jeep Grand Cherokee. Ab 2003 wurde sie schrittweise durch den Nachfolger 7G-Tronic abgelöst, in Nutzfahrzeugen kam die 5G-Tronic noch bis 2020 zum Einsatz.

Die Schwachstellen der 5G-Tronic

Im Kern handelt es sich bei der 5G-Tronic um eine sehr robuste Wandlerautomatik. Dafür spricht die riesige Anzahl an alten Daimlern, die bis heute auf unseren Straßen unterwegs sind. Allerdings kann sie auch viel Kummer bereiten, wenn man die Probleme nicht kennt. Die zwei gängigsten Schwachstellen, auf die man vor dem Kauf achten sollte, haben wir für euch kurz zusammengefasst.

Undichter Valeo-Kühler

Bei älteren 5G-Tronic-Getrieben, die bis September 2003 vom Band gelaufen sind, kann der Valeo-Kühler undicht werden. In der Regel kündigt sich das Problem mit einem Brummen, Dröhnen oder Ruckeln bei sanfter Beschleunigung im unteren Drehzahlbereich an. 

Ist der Kühler erstmal undicht, kann Glykol ins Getriebeöl gelangen und damit einen teuren Schaden anrichten. Sofern es noch nicht zu spät ist, könnte es ausreichen, nur den Kühler zu tauschen und vorsichtshalber das Getriebe zu spülen. Mit viel Pech muss aber ein komplett neuer Wandler her.

Öl im Steuergerät

Der Stecker am Getriebe-Steuergerät (EGS) kann sich aufgrund einer defekten Dichtung mit Öl vollsaugen. Früher oder später gelangt das Öl dann ins Steuergerät, was häufig zu Elektronikproblemen führt. Sofern das EGS noch nicht hinüber ist, reicht es meistens aus, nur den Stecker zu wechseln. Den gibt es relativ günstig im Netz zu kaufen.

Fazit

Die 5G-Tronic mag vielleicht in die Jahre gekommen sein, an ihrer Robustheit hat sie aber nichts eingebüßt. Dennoch sollte ein großer Bogen um die ganz alten Baujahre gemacht werden, da diese am ehesten Probleme machen. Kommt es doch mal zu Rucklern oder hakeligen Schaltvorgängen, hilft es oft schon, einen Getriebeölwechsel oder eine Getriebespülung durchführen zu lassen.


Beitragsbild: © Gebrauchtwagenberater.de

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