Erhöhte Verletzungsgefahr: Tesla ruft Model 3 zurück
5.10.2026, Foto: Hombre/Unsplash
Tesla ruft weltweit mehr als 130.000 Model 3 zurück. Die Fahrzeuge erfüllen die Anforderungen beim Seitenaufprall nicht vollständig. In Deutschland sind 12.680 Autos betroffen. Ein Werkstattbesuch ist in der Regel nicht nötig.
Tesla muss bei zahlreichen Model 3 nachbessern. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts erfüllen die betroffenen Fahrzeuge die Anforderungen an den Seitenaufprall nicht vollständig. Dadurch besteht bei einem Unfall eine erhöhte Verletzungsgefahr.
Weltweit umfasst der Rückruf 131.726 Fahrzeuge. In Deutschland sind potenziell 12.680 Exemplare betroffen. Der Rückruf wird vom Kraftfahrt-Bundesamt überwacht und unter der Referenznummer 16992R geführt.
Model 3 Premium aus chinesischer Produktion betroffen
Der KBA-Eintrag grenzt die Maßnahme auf das Model 3 Premium aus dem Produktionszeitraum vom 30. Juni 2024 bis zum 8. Mai 2026 ein. Da nicht zwangsläufig jedes Auto innerhalb dieses Zeitraums betroffen ist, sollten Halter ihr Fahrzeug über die Fahrzeug-Identifizierungsnummer prüfen lassen.
| Betroffene Modelle | Produktionszeitraum |
|---|---|
| Tesla Model 3 Premium | 30. Juni 2024 – 8. Mai 2026 |
Tesla bezeichnet die betroffene Konfiguration im offiziellen Service-Bulletin als „Premium LHD“, also als links gelenkte Ausführung. Genannt werden Fahrzeuge der Modelljahre 2024 bis 2026 aus der Gigafactory Shanghai. Als betroffene Regionen führt Tesla Europa, den Nahen Osten und Südkorea auf.
Belastungsgrenzwert kann überschritten werden
Das Kraftfahrt-Bundesamt führt den Rückruf unter dem Stichwort „Beeinträchtigung Seitenairbag“. Das bedeutet jedoch nicht, dass Tesla einen mechanischen oder elektrischen Defekt des Seitenairbags beschreibt.
Laut Hersteller können bestimmte Fahrzeuge bei einem seitlichen Pfahlaufprall die Anforderungen der UN-Regelung Nr. 135 verfehlen. Dabei kann die seitlich auf die Schulter wirkende Spitzenkraft den maßgeblichen Grenzwert von 3,0 Kilonewton überschreiten.
Tesla behebt den Mangel per Software-Update
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts erfolgt die Abhilfe über ein OTA-Software-Update. Tesla sieht zunächst eine Prüfung der installierten Fahrzeugsoftware vor. Ist das Fahrzeug noch nicht auf dem erforderlichen Stand, muss die Software aktualisiert werden.
Abhilfe schafft je nach Softwarezweig mindestens eine der folgenden Versionen:
- 2026.26.100.2 oder neuer
- 2026.32.3 oder neuer
Ist bereits eine passende oder neuere Version installiert, ist laut Service-Bulletin keine weitere Maßnahme erforderlich. Nach der Installation des Abhilfe-Updates soll der Rückruf automatisch aus Teslas Übersicht der offenen Arbeiten verschwinden.
Die Rückrufmaßnahme kann damit grundsätzlich über ein Software-Update abgeschlossen werden, das Fahrzeughalter im üblichen Betrieb installieren. Einen Werkstattbesuch schließt das Bulletin jedoch nicht pauschal aus. Sollte das notwendige Update nicht verfügbar sein, nicht erfolgreich installiert werden oder die Rückrufmaßnahme anschließend weiterhin als offen erscheinen, sollten sich Betroffene an Tesla oder ein autorisiertes Service Center wenden.
Quellen: KBA, Tesla







