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Gebrauchtwagenmarkt im Minus: Neuwagen legen deutlich zu

12.10.2026, Foto: ptra/Pixabay

Auf dem deutschen Automarkt zeigt sich ein deutlicher Gegensatz: Während die Neuzulassungen steigen, wechseln weniger gebrauchte Fahrzeuge den Besitzer.

Der deutsche Neuwagenmarkt hat im September 2026 deutlich zugelegt. Insgesamt wurden 256.774 Pkw neu zugelassen. Das waren neun Prozent mehr als im September des Vorjahres. Auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt ging es dagegen abwärts.

Besonders stark entwickelten sich die privaten Neuzulassungen. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 28,5 Prozent und erreichten einen Anteil von 40,3 Prozent. Die gewerblichen Neuzulassungen gingen hingegen um 1,2 Prozent zurück.

Weniger Gebrauchtfahrzeuge wechseln den Besitzer

Während der Neuwagenmarkt zulegte, verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt bei allen Fahrzeugklassen weniger Besitzumschreibungen. Insgesamt wechselten im September 620.366 gebrauchte Kraftfahrzeuge den Halter. Das waren 4,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Für gebrauchte Pkw weist eine auf den KBA-Zahlen beruhende Auswertung 533.447 Besitzumschreibungen und einen Rückgang von 4,8 Prozent aus.

Mehr als jeder dritte Neuwagen fährt elektrisch

Reine Elektroautos stellten im September mehr als ein Drittel des Neuwagenmarkts. Insgesamt kamen 88.599 batterieelektrische Pkw neu auf die Straße. Ihr Anteil an allen Neuzulassungen lag bei 34,5 Prozent.

Hybridfahrzeuge kamen mit 98.871 Neuzulassungen auf einen Anteil von 38,5 Prozent. Darunter waren laut der Online-Fassung des KBA-Berichts 27.681 Plug-in-Hybride. Ihr Marktanteil betrug 10,8 Prozent und ihre Zahl blieb gegenüber dem Vorjahresmonat unverändert.

Deutlich schwerer hatten es klassische Verbrenner. Im September wurden 44.632 Benziner neu zugelassen, 29,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Ihr Marktanteil sank auf 17,4 Prozent. Beim Diesel ging die Zahl der Neuzulassungen um 20,1 Prozent auf 23.058 Fahrzeuge zurück. Damit erreichten Dieselmodelle nur noch einen Anteil von neun Prozent.

Der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw sank gegenüber September 2025 um 19,6 Prozent auf 82,7 Gramm pro Kilometer.

Tesla und BYD mit kräftigem Plus

Unter den Importmarken mit mehr als 4.000 Neuzulassungen legte Tesla besonders deutlich zu. Die Zahl der Neuzulassungen stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 268,7 Prozent. Der Marktanteil lag bei 4,9 Prozent.

Auch BYD verzeichnete ein kräftiges Plus von 85,6 Prozent und erreichte einen Anteil von 2,4 Prozent. Bei MG Roewe stiegen die Neuzulassungen um 60,8 Prozent. Skoda blieb mit einem Anteil von 7,7 Prozent die stärkste Importmarke.

Rückgänge gab es unter anderem bei Toyota mit minus 24,2 Prozent und Hyundai mit minus 6,8 Prozent.

Unterschiedliches Bild bei deutschen Marken

Unter den deutschen Marken erreichte Smart mit einem Plus von 138 Prozent die größte prozentuale Steigerung. Wegen des geringen Marktanteils von 0,4 Prozent sollte dieser Wert jedoch nicht mit einem besonders hohen Zulassungsvolumen verwechselt werden.

Ebenfalls im Plus lagen unter anderem Mercedes-Benz mit 6,2 Prozent, Opel mit sechs Prozent und Audi mit vier Prozent. Rückgänge verzeichneten dagegen Porsche mit minus 18,8 Prozent, Ford mit minus 13,4 Prozent, Volkswagen mit minus 6,1 Prozent und BMW mit minus 2,4 Prozent. Volkswagen blieb mit einem Anteil von 16,5 Prozent dennoch die stärkste deutsche Marke.

Fast vier von zehn Neuwagen sind SUV

SUV waren im September erneut das stärkste Fahrzeugsegment. Ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag bei 39,6 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Zulassungen um 28,5 Prozent.

Die Mittelklasse legte um 26 Prozent zu und erreichte einen Anteil von 9,2 Prozent. Auch Kleinwagen lagen mit einem Plus von 13,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Deutlich rückläufig war dagegen die Kompaktklasse. Ihre Neuzulassungen sanken um 21,6 Prozent, der Marktanteil lag bei zwölf Prozent. Noch stärker fielen die Rückgänge bei Sportwagen mit minus 34,7 Prozent und Wohnmobilen mit minus 29,8 Prozent aus.

Quelle: KBA

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