Autoreparaturen werden immer teurer
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Reparaturkosten steigen: Autoteile verteuern sich um 83 Prozent

13.10.2026, Foto: Aziz Er/Pexels

Ein kleiner Rempler kann schnell eine hohe Rechnung nach sich ziehen. Nach einer Auswertung des Versicherungsverbands GDV sind Autoersatzteile heute im Schnitt fast 83 Prozent teurer als 2016.

Wer nach einem Unfall einen Scheinwerfer, eine Tür oder eine Motorhaube ersetzen lassen muss, zahlt heute deutlich mehr als noch vor einigen Jahren. Nach einer Auswertung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind die Preise für Autoersatzteile seit 2016 im Durchschnitt um 82,7 Prozent gestiegen. Die allgemeinen Verbraucherpreise legten im selben Zeitraum um 34,4 Prozent zu.

Auch zuletzt setzte sich der Preisanstieg fort. Zwischen August 2025 und August 2026 verteuerten sich die untersuchten Ersatzteile im Mittel um weitere 4,4 Prozent. Damit lag die Steigerung über der vom GDV angegebenen allgemeinen Inflationsrate von 2,9 Prozent.

Karosserieteile besonders stark betroffen

Für die Untersuchung wertete der Verband Daten aus der Schadenkalkulationsdatenbank von Audatex Autoonline aus. Berücksichtigt wurden 20 Ersatzteile von 38 gängigen Fahrzeugmodellen, die vom Kleinwagen bis zur oberen Mittelklasse reichen.

Besonders stark verteuerten sich sichtbare Karosserieteile. Nach den veröffentlichten Ergebnissen kostete eine hintere Seitenwand im August 2026 durchschnittlich 1.187 Euro. Im Januar 2016 waren es noch 593 Euro. Das entspricht einer Verdoppelung des Preises.

Eine Kofferraumklappe verteuerte sich im selben Zeitraum um 97 Prozent von durchschnittlich 579 auf 1.139 Euro. Bei einer Vordertür stieg der ermittelte Preis um 96 Prozent von 507 auf 994 Euro. Für einen Scheinwerfer wurden zuletzt durchschnittlich 1.330 Euro statt 731 Euro fällig.

GDV kritisiert eingeschränkten Wettbewerb

Als einen Grund für die Entwicklung nennt der GDV den Designschutz bei sichtbaren Karosserieersatzteilen. Dazu gehören etwa Außenspiegel, Kotflügel und Türen. Nach Darstellung des Versicherungsverbands müssen solche Teile häufig direkt beim Fahrzeughersteller gekauft werden. Dadurch sei der Wettbewerb eingeschränkt.

Der Verband verweist zugleich auf eine geplante Reform des Designrechts. Sie könnte nach Einschätzung des GDV künftig für mehr Wettbewerb auf dem Ersatzteilmarkt sorgen.

Für Autofahrer dürfte die Entwicklung vor allem nach Unfällen spürbar sein: Schon der Austausch einzelner Karosserie- oder Beleuchtungsteile kann hohe Materialkosten verursachen. Wie teuer eine Reparatur tatsächlich wird, hängt allerdings nicht nur vom Ersatzteil ab, sondern unter anderem auch vom Fahrzeugmodell und vom Arbeitsaufwand der Werkstatt.

Quellen: GDV, Audatex

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