Gebrauchtwagen: Bei diesen Warnzeichen springen Käufer ab
9.10.2026, Foto: Ivan Kazlouskij/Unsplash
Beim Gebrauchtwagenkauf zählt nicht nur das Auto. Auch das Inserat muss überzeugen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, bei welchen Angaben viele Interessenten misstrauisch werden.
Wer einen Gebrauchtwagen online sucht, entscheidet häufig schon nach wenigen Blicken, ob sich eine Besichtigung lohnt. Fehlende Informationen und widersprüchliche Angaben können dafür sorgen, dass ein Angebot frühzeitig aussortiert wird. Besonders genau schauen Interessenten offenbar auf den Kilometerstand, die Unfallhistorie und den Preis.
Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von mobile.de. Mehr als jeder zweite Befragte würde demnach ein Inserat wegen fehlender oder widersprüchlicher Angaben nicht weiter berücksichtigen.
Unplausibler Kilometerstand weckt Zweifel
Am stärksten reagieren Gebrauchtwagenkäufer auf einen Kilometerstand, der nicht glaubwürdig erscheint. Für 62 Prozent der Befragten ist eine unplausible Laufleistung ein Grund, skeptisch zu werden.
Eine niedrige Kilometerangabe ist also nicht automatisch ein Vorteil. Passt die Laufleistung nicht zum Fahrzeugalter, zum Zustand des Innenraums oder zur dokumentierten Wartungshistorie, kann sie Zweifel auslösen. Interessenten sollten sich deshalb Nachweise wie Rechnungen, Prüfberichte und Einträge im Serviceheft beziehungsweise in der digitalen Servicehistorie zeigen lassen.
Unfallschäden müssen nachvollziehbar sein
Fast ebenso wichtig sind klare Angaben zu Unfällen und anderen Schäden. Fehlende oder widersprüchliche Informationen in diesem Bereich machen 60 Prozent der Befragten misstrauisch.
Die bloße Angabe „unfallfrei“ reicht für eine vollständige Bewertung nicht immer aus. Käufer sollten nachfragen, ob Nachlackierungen, reparierte Karosserieschäden oder andere Beschädigungen bekannt sind. Zusicherungen des Verkäufers sollten zudem im Kaufvertrag festgehalten werden.
Auffällig niedriger Preis kann abschrecken
Ein besonders günstiges Angebot lockt nicht zwangsläufig Interessenten an. Für 58 Prozent der Befragten ist ein auffällig niedriger Preis ein Warnsignal.
Weicht der Angebotspreis deutlich von vergleichbaren Fahrzeugen ab, sollten Käufer genau prüfen, warum das Auto günstiger ist. Mögliche Erklärungen können eine hohe Laufleistung, Vorschäden, technische Probleme oder eine schwache Ausstattung sein.
Stimmige Angaben schaffen Vertrauen
Ein gutes Inserat beantwortet zentrale Fragen möglichst eindeutig: Wie hoch ist die tatsächliche Laufleistung? Sind Unfälle oder andere Schäden bekannt? Welche Wartungen wurden durchgeführt? Und lässt sich der Preis anhand von Alter, Zustand und Ausstattung nachvollziehen?
Widersprechen sich Anzeige, Fahrzeugunterlagen und Aussagen des Verkäufers, ist Zurückhaltung angebracht. Käufer sollten sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und offene Punkte vor Vertragsabschluss klären.
Quelle: mobile.de







