E-Auto-Förderung: Verkehrsminister gegen weitere Prämien
11.8.2026, Bild: (Joenomias) Menno de Jong / Pixabay
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sieht nach dem Ende der aktuellen E-Auto-Prämie keinen Bedarf für weitere staatliche Kaufanreize. „Für die Zukunft halte ich eine weitere Förderung von Elektro-Pkw nicht für erforderlich“, sagte der CDU-Politiker bei einem Unternehmensbesuch in Neumünster. E-Autos seien mittlerweile gut entwickelt und kostengünstig genug, um sich am Markt zu behaupten.
Aktuelles Programm läuft bis 2029
Das laufende Förderprogramm der schwarz-roten Bundesregierung unterstützt den Kauf und das Leasing von Elektroautos, bestimmten Plug-in-Hybriden sowie E-Autos mit Reichweitenverlängerern. Voraussetzung ist eine Neuzulassung seit dem 1. Januar 2026. Je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße können Käufer bis zu 6.000 Euro Zuschuss erhalten. Insgesamt stehen bis 2029 drei Milliarden Euro bereit – genug für 800.000 Fahrzeuge.
Hohe Spritpreise sprechen für E-Autos
Bilger zeigte sich zuversichtlich, dass E-Autos auch ohne weitere Förderung Käufer finden werden. „Ich glaube, dass die Chancen dafür gerade in Zeiten hoher Kraftstoffpreise gut sind“, sagte er. Zudem arbeite die Regierung daran, die Strompreise in Deutschland zu senken. „In der Abwägung spricht jetzt schon vieles für das E-Auto.“
Fokus auf Elektro-Lastwagen
Stattdessen will der Verkehrsminister den Einsatz von E-Lastwagen und anderen alternativen Antrieben für Transporter voranbringen. Hier gebe es ein „Riesenpotenzial“ für den Klimaschutz – besonders angesichts der Verwundbarkeit der weltweiten Kraftstoffversorgung und dramatischer Preisschwankungen. Bei seinem Besuch in Neumünster besichtigte Bilger das Handelsunternehmen Bartels-Langness (Famila, Markant), das mit Ministeriumsförderung zwei elektrische Sattelschlepper in seine Logistikflotte aufgenommen hat.
Quellen: Handelsblatt, MZ, Wiwo, Boerse-online, Freiepresse







