Toyota 1NR-FE 1.33 Dual VVT-i Probleme und Schwachstellen
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Toyota 1.33 1NR-FE: Typische Probleme und Schwachstellen

9.8.2026, Bild: Lankyrider, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Toyota 1.33 Dual VVT-i (Baureihe 1NR-FE) ist ein Vierzylinder-Benzinmotor, der 2008 auf den Markt kam und sein Debüt im Toyota Yaris XP9 feierte. Es handelt sich um einen klassischen Sauger mit Saugrohr- statt Direkteinspritzung. Die Ventilsteuerung erfolgt über eine Steuerkette. Neu für die damalige Zeit war das Start-Stopp-System.

Ganz vorweg: Der 1NR-FE ist solide. Nicht wenige Toyotas, die mit diesem Motor ausgestattet sind, haben schon längst die 200.000 km geknackt und laufen immer noch. Ganz ohne Probleme haben es aber nicht alle geschafft, denn der kleine Vierzylinder hat einen ärgerlichen Schwachpunkt.

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Hoher Ölverbrauch

Genauer geht es um den hohen Ölverbrauch. Laut einem Thread auf Motor-Talk wurde er von einigen Besitzern ab einer Laufleistung von ungefähr 150.000 bis 200.000 Kilometern bemerkt.

Mit fortschreitendem Alter ist es zwar nichts Ungewöhnliches, dass ein Motor einen gewissen Öldurst entwickelt. Ein paar hundert Milliliter auf 1.000 Kilometer sind deshalb meistens noch vertretbar. Beim 1NR-FE kann der Verbrauch aber weit über einem halben Liter liegen. Berichte von einem Liter und mehr machten vor allem im englischsprachigen Raum die Runde, aber auch hierzulande sind schon Fälle aufgetreten.

Die Ursache

Der Grund für das Problem sind fehlerhafte Kolbenringe, die übermäßig stark verkoken und mit der Zeit nicht mehr sauber arbeiten.

Zusätzlich begünstigt das falsche Motoröl den Verschleiß: Der 1NR-FE reagiert extrem empfindlich auf falsche Viskositäten. Toyota schreibt für diesen Motor dünnflüssiges 0W-20 (alternativ 5W-30) vor. Wurde bei früheren Wartungen aus Nachlässigkeit oder Sparsamkeit zu dickflüssiges Öl (wie 10W-40) eingefüllt, beschleunigt das die Verkokung der Ringe massiv.

Regelmäßige bzw. häufige Ölwechsel können das Problem nach hinten verlagern. Langfristig hilft aber nur ein Wechsel der Kolbenringe, was mit Blick auf den Fahrzeugwert meist einem wirtschaftlichen Totalschaden gleichkommt.

Bis wann gibt es die Probleme?

Toyota hat das Problem offiziell bestätigt und im TSB EG-0095T-1112 (Technical Service Bulletin) beschrieben. Demnach sollen Anfang 2013 die Kolben und Kolbenringe modifiziert worden sein, was den Ölverbrauch drastisch reduzierte. Nebenbei wurden damit auch die Startschwierigkeiten beseitigt (meistens mit Fehlermeldung P1604 einhergehend), die durch die Verkokung verursacht wurden.

Welche Toyota-Modelle sind betroffen?

In dieser Tabelle sind alle europäischen Toyota-Modelle aufgeführt, in denen der 1NR-FE als 1.33 VVT-i zum Einsatz kam. Bei jüngeren Baujahren ab 2013 dürfte das Problem bereits weitgehend beseitigt sein.

ModellZeitraum
Toyota Auris E152009 – 2012
Toyota Auris E182012 – 2018
Toyota iQ2008 – 2015
Toyota Yaris XP92008 – 2011
Toyota Yaris XP132011 – 2017
Toyota Verso-S2010 – 2015

Fazit

Der 1.33 VVT-i ist ein sehr haltbarer Motor und trotz seines Öldurstes für hohe Laufleistungen gut geeignet. Wichtig anzumerken ist, dass nicht jeder Motor von diesem Problem betroffen ist und die Ausprägung je nach Wartung unterschiedlich ausfällt. Wirklich Ruhe hat man erst mit einem Toyota ab 2013, der bereits die technisch überarbeitete Variante unter der Haube stecken hat.

Für unsere Recherche durchforsten wir das gesamte Netz, vergleichen Informationen und werten sie nach bestem Wissen und Gewissen aus. Wo möglich, lassen wir auch unsere eigenen Erfahrungen mit dem jeweiligen Modell einfließen. Sollte uns ein Fehler unterlaufen, kannst du uns gerne kontaktieren.

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