E-Auto-Verkaeufe stagnieren weltweit
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Erstmals Rückgang: Globale E-Auto-Verkäufe sinken

6.5.2026, Bild: Michael Fousert auf Unsplash

Die weltweiten Verkaufszahlen für Elektroautos sind im ersten Quartal 2026 erstmals gesunken. Laut einer Analyse der Unternehmensberatung PwC gingen die Absätze um ein Prozent zurück. Während Europa deutlich zulegen konnte, brachen die Märkte in China und den USA ein.

Nach Jahren des Wachstums sind die globalen Verkaufszahlen für Elektroautos erstmals rückläufig. Im ersten Quartal 2026 wurden weltweit knapp 2,7 Millionen E-Autos verkauft, das entspricht einem Minus von einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Analyse der Unternehmensberatung PwC hervor, die Daten aus 43 wichtigen Märkten ausgewertet hat.

Einbrüche in China und den USA

Besonders drastisch fiel der Rückgang in China aus: Dort sanken die E-Auto-Verkäufe um 20 Prozent auf 1,32 Millionen Einheiten. In den USA brachen die Absätze sogar um 23 Prozent ein auf rund 233.000 Fahrzeuge. PwC führt den Rückgang in China in erster Linie auf Einmaleffekte zurück, etwa reduzierte staatliche Subventionen.

Europa mit kräftigem Wachstum

Gegen den globalen Trend legte Europa deutlich zu: In der EU zusammen mit Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz stiegen die Verkaufszahlen um 26 Prozent auf knapp 724.000 Elektrofahrzeuge. Treiber waren vor allem Deutschland und Frankreich.

Marktanteil auf Rekordhoch

Trotz sinkender Verkaufszahlen erreichte der Marktanteil von Elektroautos weltweit einen neuen Höchstwert für ein erstes Quartal: 16 Prozent. Der Grund: Die Verkäufe von reinen Verbrennern gingen noch stärker zurück, nämlich um acht Prozent.

Ausblick: Erholung im zweiten Quartal erwartet

PwC rechnet mit einer Erholung im zweiten Quartal 2026. Es wird erwartet, dass die Verkaufszahlen in China wieder anziehen, da die Sondereffekte wie der Subventionsabbau auslaufen. Harald Wimmer, Partner bei PwC, sieht auch europäische Hersteller im Aufwind: „Ihre neuen Modelle sind technologisch ausgereift und treffen den Geschmack der Kundschaft.

In ihren Heimatmärkten spiegelt sich das bereits jetzt in steigenden Verkaufsvolumen, die durch einen potenziellen Nachfrageschub aufgrund des aktuellen Spritpreises weiter gestützt werden könnten.“ Allerdings müssten die europäischen Autobauer weiter an Kosten und Innovationsgeschwindigkeit arbeiten, so Wimmer.

Quellen: Handelsblatt, t-online

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