Milliarden-Deal: VW baut Batteriegeschäft mit Gotion aus
28.9.2026, Foto: Tikva/Unsplash
Volkswagen und der chinesische Batteriehersteller Gotion bauen ihre Zusammenarbeit aus. Geplant sind drei Gemeinschaftsprojekte in Spanien, der Slowakei und Marokko. Das in einer Börsenmitteilung von Gotion genannte Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 3,22 Milliarden Euro.
Volkswagen und der chinesische Batteriehersteller Gotion wollen ihre Zusammenarbeit deutlich ausbauen. Gemeinsam mit der VW-Batterietochter PowerCo sind drei Gemeinschaftsprojekte in Spanien, der Slowakei und Marokko vorgesehen. Das in der Gotion-Börsenmitteilung genannte Investitionsvolumen beträgt insgesamt rund 3,22 Milliarden Euro. Davon soll Gotion etwa 1,60 Milliarden Euro übernehmen, PowerCo rund 1,62 Milliarden Euro.
Das größte Projekt befindet sich im spanischen Sagunt bei Valencia. Dort haben Volkswagen, PowerCo und Gotion eine Gemeinschaftsgesellschaft für den Betrieb der im Bau befindlichen Batteriefabrik vereinbart. Gotion soll durch eine Kapitalerhöhung 49 Prozent an PowerCo Spain übernehmen. PowerCo behält mit 51 Prozent die Mehrheit und damit die Kontrolle über das Werk. Für das spanische Gemeinschaftsprojekt wird ein Investitionsvolumen von rund 2,26 Milliarden Euro genannt.
Die Fabrik soll eine jährliche Produktionskapazität von 29,1 Gigawattstunden erreichen. Der Standort soll eine wichtige Rolle bei der europäischen Produktion von Batteriezellen mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie, kurz LFP, übernehmen.
Weitere Werke in der Slowakei und Marokko
Im slowakischen Surany planen die Unternehmen eine weitere Batteriezellfabrik. Das Werk soll jährlich Zellen mit einer Gesamtkapazität von 8,4 Gigawattstunden herstellen. Die geplante Investition liegt bei rund 480 Millionen Euro. Gotion soll 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, PowerCo die übrigen 49 Prozent.
Ein drittes Gemeinschaftsunternehmen ist im marokkanischen Kenitra vorgesehen. Dort soll Kathodenmaterial für LFP-Batterien mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 100.000 Tonnen produziert werden. Auch für dieses Projekt sind rund 480 Millionen Euro eingeplant. Gotion soll mit 51 Prozent die Mehrheit halten, PowerCo die übrigen 49 Prozent.
Die Batteriezellen aus Spanien und der Slowakei sollen vorrangig den europäischen Bedarf des Volkswagen-Konzerns decken. Konkrete Abnahmemengen und Liefervereinbarungen müssen laut der Gotion-Börsenmitteilung noch gesondert festgelegt werden.
Volkswagen ist größter Gotion-Aktionär
Volkswagen und Gotion arbeiten bereits seit mehreren Jahren zusammen. Über seine chinesische Beteiligungsgesellschaft hielt Volkswagen am 20. September 2026 insgesamt 24,28 Prozent an Gotion und war damit der größte Aktionär des chinesischen Batterieherstellers.
Die Vereinbarung für das Gemeinschaftsunternehmen in Sagunt wurde bereits unterzeichnet. Die Umsetzung der drei internationalen Projekte steht nach Angaben aus der Gotion-Börsenmitteilung allerdings noch unter dem Vorbehalt erforderlicher Zustimmungen und behördlicher Genehmigungen.
Quellen: Gotion, PowerCo







