Hyundai Ioniq 5: Der Elektro-SUV im Gebrauchtwagencheck
Der Hyundai Ioniq 5 wird seit 2021 hergestellt und basiert auf der E-GMP-Plattform (Electric Global Modular Platform), die sich der Koreaner mit dem Kia EV6 und dem Genesis GV60 teilt. Innerhalb der heutigen Modellpalette positioniert sich das Modell als geräumiger Allrounder zwischen dem kompakten Kona Elektro und größeren, höher positionierten Ioniq-Modellen. Ein Facelift erfolgte Ende 2024.

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Je nach Baujahr war der Hyundai Ioniq 5 mit unterschiedlichen Batteriegrößen erhältlich. Zum Marktstart 2021 standen zunächst ein kleiner Akku mit 58 kWh sowie eine größere Batterie mit 72,6 kWh zur Auswahl. Ende 2022 bzw. mit dem Modelljahr 2023 erhöhte Hyundai die Kapazität des großen Akkus auf 77,4 kWh. Mit dem Facelift ab 2024 folgte schließlich eine weitere Überarbeitung: Seitdem gibt es einen 63-kWh-Akku als Basismodell sowie eine neue große Batterie mit 84 kWh.
Bekannte Probleme beim Hyundai Ioniq 5
Obwohl der Ioniq 5 grundsätzlich als zuverlässig gilt, gibt es einige Schwachpunkte, die Gebrauchtwagenkäufer kennen sollten. Vor allem ältere Baujahre haben mit ärgerlichen Problemen zu kämpfen. Nachfolgend gehen wir auf die bekanntesten ein.
| Baujahr | Einschätzung | Urteil |
|---|---|---|
| 2021 – 2023 | ICCU-Probleme, Rückrufe beachten | Vorsicht |
| ab 2024 (Facelift) | Zahlreiche Verbesserungen umgesetzt | Kaufen |
Defekte ICCU
Die sogenannte ICCU (Integrated Charging Control Unit) ist beim Hyundai Ioniq 5 ein zentrales Bauteil der Lade- und Bordelektronik: Sie steuert nicht nur den Ladevorgang der Hochvoltbatterie, sondern versorgt auch den 12-Volt-Akku.
Bei älteren Fahrzeugen kann die ICCU einen Defekt erleiden, was im schlimmsten Fall zum plötzlichen Antriebsverlust führt. Typische Anzeichen sind Warnmeldungen im Cockpit, ein leerer 12-Volt-Akku oder Startprobleme.
Fällt die ICCU aus, wird auch die 12-Volt-Batterie nicht mehr geladen – das Auto kann dann komplett liegen bleiben. Hyundai hat das Problem offiziell bestätigt und mit einem großangelegten Rückruf reagiert, bei dem ein Software-Update durchgeführt und ggf. die ICCU ersetzt wird. Betroffen sind vor allem Modelle aus dem Produktionszeitraum 26. Januar 2021 bis 28. Februar 2023.
Langsames Laden
Ein häufig diskutiertes Thema ist die Ladegeschwindigkeit bei niedrigen Temperaturen. Frühere Modelle verfügten zunächst nicht über eine Batterie-Vorkonditionierung. Dadurch konnte die Ladeleistung im Winter deutlich reduziert sein. Wer regelmäßig Langstrecke fährt und auf schnelles Laden angewiesen ist, sollte zum einem Modell ab Baujahr 2023 greifen.
Softwarefehler und Infotainment-Probleme
Wie bei vielen modernen Fahrzeugen sind auch beim Ioniq 5 vereinzelt Softwareprobleme bekannt. Dazu zählen unter anderem:
- Einfrierende Displays
- Abstürze des Infotainmentsystems
- Verbindungsprobleme mit Apple CarPlay oder Android Auto
- Fehlermeldungen von Assistenzsystemen
- Sporadische Ausfälle von Sensoren oder Kameras
In vielen Fällen lassen sich diese Probleme durch Neustarts oder Softwareupdates beheben, teilweise ist jedoch ein Werkstattbesuch erforderlich.
Eingeschränkte Sicht nach hinten
Aus aerodynamischen Gründen verzichtete Hyundai bei den ersten Modelljahren auf einen Heckscheibenwischer. Bei Regen oder im Winter kann sich das Heck schnell verschmutzen, was die Sicht nach hinten deutlich einschränkt. Beim Facelift wurde dieses Manko behoben und ein Heckscheibenwischer wieder verbaut.
Verarbeitungsmängel und Geräusche
Der Ioniq 5 vermittelt insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Einige Besitzer berichten jedoch über kleinere Verarbeitungsprobleme wie Knarzgeräusche im Innenraum, klappernde Verkleidungen oder auffällige Windgeräusche. Dabei handelt es sich aber eher um Einzelfälle.
Sicherheitslücke beim Keyless-System
Wie viele Fahrzeuge mit Keyless-Go war auch der Ioniq 5 potenziell anfällig für sogenannte Relay-Angriffe, bei denen Funksignale des Schlüssels verlängert werden. Dieses Problem betrifft nicht nur Hyundai, sondern zahlreiche andere Hersteller. Hyundai hat darauf mit Softwareupdates und teilweise auch Hardwarelösungen reagiert, um die Sicherheit zu verbessern.
TÜV & ADAC
Dem TÜV-Report zufolge hat der Ioniq 5 häufiger Probleme mit ausgeschlagenen Spurstangenköpfen und dem Abblendlicht. In der ADAC-Pannenstatistik fallen die Zulassungsjahre 2022 und 2023 durch eine erstaunlich hohe Pannenquote auf (wir berichteten).
Rückrufe
- Rückruf für die ICCU (siehe oben).
- Laut dem KBA kann die Feststellbremsfunktion ausfallen, was schlimmstenfalls zum Wegrollen des Fahrzeugs führt. Betroffen sind die Baujahre 2021 und 2022.
- Falsche Gewichtsangaben auf dem Typschild bei Ioniq-5-Modellen, die 2022 vom Band gelaufen sind.
- Dem KBA zufolge kann es bei aktivierter “Linksbremsfunktion” durch eine fehlerhafte Software zu einer verringerten Bremsleistung aufgrund einer Druckentlastung im ABS-System kommen. Betroffen sind Modelle aus dem Produktionszeitraum 13. März 2023 bis 11. Dezember 2024.
Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich auch beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.
Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt
In den gängigen Autobörsen starten die Preise für ältere Modelle bei rund 20.000 Euro. Junge Exemplare nach dem Facelift sind für knapp über 30.000 Euro zu haben (Stand: Mai 2026).
Unser Tipp: Ioniq 5 ab dem Facelift
Der Hyundai Ioniq 5 ist ein modernes und insgesamt ausgereiftes Elektroauto. Die meisten bekannten Probleme betreffen frühe Baujahre und wurden durch Updates oder Modellpflege zumindest teilweise behoben. Wer sich für einen Gebrauchten interessiert, sollte daher besonders auf den Softwarestand, durchgeführte Rückrufe und das konkrete Baujahr achten.
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