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E-Autos überholen Benziner: Zulassungen steigen rasant

4.11.2026, Foto: ptra/Pixabay

Elektroautos legen bei den deutschen Neuzulassungen kräftig zu. Im Oktober kamen mehr als doppelt so viele Stromer wie Benziner auf die Straße. Auch bei den Marken verschiebt sich einiges.

Elektroautos haben bei den deutschen Neuzulassungen im Oktober einen kräftigen Sprung gemacht. Insgesamt kamen 94.086 reine Stromer neu auf die Straße. Das waren 79,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Ihr Anteil am gesamten Pkw-Markt erreichte damit 37 Prozent.

Zum Vergleich: Bei den Benzinern wurden lediglich 38.516 Neuzulassungen gezählt. Sie verloren gegenüber Oktober 2025 satte 40,5 Prozent. Damit wurden im vergangenen Monat fast zweieinhalbmal so viele reine Elektroautos wie Benziner zugelassen.

Gesamtmarkt wächst nur leicht

Der starke Elektro-Zuwachs täuscht ein wenig darüber hinweg, dass der deutsche Neuwagenmarkt insgesamt kaum gewachsen ist. Im Oktober wurden 254.492 Pkw neu zugelassen. Das waren lediglich 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Der Elektro-Boom geht daher nicht einfach auf einen allgemein starken Automonat zurück. Vielmehr hat sich der Antriebsmix deutlich verschoben. Während reine Stromer zulegten, verloren Benziner kräftig. Auch bei den Hybridfahrzeugen ging es insgesamt bergab.

Das Kraftfahrt-Bundesamt registrierte 95.931 Hybridautos. Das entsprach einem Rückgang von 5,6 Prozent. Darunter befanden sich 28.499 Plug-in-Hybride, 7,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Ihr Marktanteil lag bei 11,2 Prozent.

Privatkunden treiben den Markt

Auffällig ist auch die Entwicklung bei privaten und gewerblichen Zulassungen. Privatpersonen meldeten 20,6 Prozent mehr Neuwagen an als ein Jahr zuvor. Ihr Anteil am Gesamtmarkt stieg auf 40,7 Prozent.

Die gewerblichen Neuzulassungen gingen dagegen um 8,2 Prozent zurück. Die Zahlen deuten damit darauf hin, dass die positive Entwicklung im Oktober stärker von Privatkunden getragen wurde.

BYD und MG legen kräftig zu

Bei den Importmarken erzielte BYD den stärksten Zuwachs unter den Herstellern mit mindestens 1,5 Prozent Marktanteil. Die chinesische Marke legte gegenüber dem Vorjahresmonat um 54,3 Prozent zu und kam auf einen Marktanteil von zwei Prozent.

Auch MG setzte seinen Wachstumskurs fort. Die Zulassungen stiegen um 48,5 Prozent, der Marktanteil erreichte 1,6 Prozent. Zweistellig wuchsen außerdem Mazda, Kia, Dacia und Citroën.

Opel, Audi und VW verlieren

Bei den deutschen Marken entwickelte sich der Oktober sehr unterschiedlich. Smart erzielte mit 59,5 Prozent das stärkste Wachstum, allerdings bei einem Marktanteil von lediglich 0,3 Prozent. Mini legte um 25 Prozent zu, Mercedes-Benz um 8,5 Prozent.

Deutlich schlechter lief es für Opel. Die Marke verlor gegenüber dem Vorjahresmonat 24,1 Prozent. Bei Ford gingen die Neuzulassungen um 9,8 Prozent zurück, bei Audi um 8,4 Prozent und bei Porsche um 5,7 Prozent.

Auch Volkswagen verbuchte ein Minus von vier Prozent. Mit einem Marktanteil von 18,2 Prozent blieb die Marke trotzdem mit deutlichem Abstand die Nummer eins in Deutschland.

SUV bleiben die beliebteste Fahrzeugklasse

Nicht nur bei den Antrieben, auch bei den Fahrzeugklassen setzt sich ein bekannter Trend fort. SUV waren mit einem Anteil von 37,8 Prozent erneut das mit Abstand stärkste Segment. Ihre Neuzulassungen stiegen um 13,3 Prozent.

Dahinter folgten Kleinwagen mit 13,7 Prozent und die Kompaktklasse mit 13,6 Prozent Marktanteil. Während Kleinwagen um 9,1 Prozent zulegten, verlor die Kompaktklasse 15,3 Prozent.

Noch deutlicher fielen die Rückgänge bei Mini-Vans, Sportwagen, Wohnmobilen und Großraum-Vans aus. Die klassischen Marktsegmente geraten damit weiter unter Druck, während SUV und kleinere Fahrzeuge wachsen.

Quelle: KBA

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