Gebrauchte E-Autos sind gefragt: Halterwechsel steigen kräftig
14.9.2026, Foto: Ivan Kazlouskij/Unsplash
Gebrauchte Elektroautos wechseln deutlich häufiger den Besitzer. In den ersten sieben Monaten wurden mehr als 200.000 Stromer umgeschrieben. Der gesamte Gebrauchtwagenmarkt blieb dagegen unter dem Vorjahresniveau.
Der Markt für gebrauchte Elektroautos nimmt Fahrt auf. Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand, kurz DAT, wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres mehr als 200.000 gebrauchte Elektroautos umgeschrieben. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es rund 124.000. Daraus ergibt sich ein Anstieg um fast 64 Prozent.
Die Zahlen beziehen sich auf reine Elektroautos und nicht auf Plug-in-Hybride. Erfasst werden Besitzumschreibungen, also Halterwechsel bereits zugelassener Fahrzeuge. Neuzulassungen sind darin nicht enthalten.
Gesamtmarkt bleibt im Minus
Der starke Zuwachs bei gebrauchten Elektroautos hebt sich vom Gesamtmarkt ab. Im August 2026 wechselten laut DAT 502.435 gebrauchte Pkw den Besitzer. Das waren 2,3 Prozent weniger als im August des Vorjahres.
Von Januar bis August wurden insgesamt 4.273.419 gebrauchte Pkw umgeschrieben. Damit lag der Markt 2,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Zeiträume sind dabei nicht identisch: Die Elektroauto-Zahl umfasst die ersten sieben Monate, die Gesamtmarktbilanz reicht bis einschließlich August.
Preise steigen, Angebot zeitweise knapp
Nach Beobachtung der DAT sind mit dem stärkeren Absatz auch die Preise gebrauchter Elektroautos gestiegen. Zeitweise wurden die Händlerbestände schneller verkauft, als neue Fahrzeuge nachkamen. Dadurch fiel das verfügbare Angebot vorübergehend knapper aus.
Die DAT erwartet weiteren Nachschub: Viele in den vergangenen Jahren neu zugelassene Elektroautos kommen nach und nach als Leasingrückläufer auf den Gebrauchtwagenmarkt. Gleichzeitig wächst die Auswahl an Modellen mit modernerer Technik.
Unsere Einschätzung
Gebrauchte Elektroautos scheinen ihr Ladenhüter-Image langsam abzuschütteln. Ein Plus von fast 64 Prozent ist ein deutliches Signal, auch wenn die Zahlen bislang nur die ersten sieben Monate des Jahres abbilden. Für Käufer macht die höhere Nachfrage die Suche allerdings nicht einfacher.
Quelle: DAT







