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Top 5: Beliebte Schiebetür-Vans im Gebraucht-Check

13.9.2026, Beitragsfoto: Mike Bird/Pexels

Schiebetüren erleichtern den Zugang zum Fond, schaffen Platz beim Anschnallen der Kinder und sind auch beim Beladen praktisch. Diese fünf gebrauchten Familienvans bieten viel Raum, haben technisch aber ihre Eigenheiten.

SUVs sind beliebt, beim Platzangebot spielen klassische Hochdachkombis und Vans aber häufig in einer anderen Liga. Große Heckabteile, ein hoher Innenraum und seitliche Schiebetüren machen sie zu praktischen Familienautos. Unsere Auswahl umfasst fünf Modelle, die schon länger auf dem Markt sind und entsprechend häufig gebraucht angeboten werden.

Citroën Berlingo II

Foto: Retired electrician, CC0, via Wikimedia Commons

Der Citroën Berlingo II wurde von 2008 bis 2018 gebaut und war als Pkw sowie als Kastenwagen erhältlich. Modellpflegen folgten 2012 und 2015. Mit seinem hohen Dach, dem weitgehend rechteckigen Innenraum und den seitlichen Schiebetüren ist der Franzose ein klassischer Hochdachkombi. Je nach Ausführung fasst der Laderaum bis zu 3.000 Liter.

Bei der Motorwahl ist Zurückhaltung angesagt. Der ältere 1,6-Liter-Benziner mit 90 oder 109 PS gilt als vergleichsweise unauffällig. Der später angebotene 1.6 VTi kann dagegen durch eine gelängte Steuerkette und erhöhten Ölverbrauch auffallen. Beim 1.2 PureTech läuft der Zahnriemen im Motoröl. Unpassendes Öl, lange Wechselintervalle und viele Kurzstrecken können seine Haltbarkeit beeinträchtigen.

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1.6 VTiälterer 1,6-Liter-Benziner

Der 1.6 HDi passt grundsätzlich gut zum großen Aufbau, insbesondere bei regelmäßigen längeren Strecken. Mit steigender Laufleistung können jedoch die typischen Dieselthemen rund um Partikelfilter, AGR-System, Turbolader, Injektoren und Zweimassenschwungrad auftreten. In der Hauptuntersuchung fallen außerdem unter anderem Lenkgelenke, Hinterachsfedern, Beleuchtung, Bremsen und Ölverlust auf.

Dacia Dokker

Foto: Thesupermat, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Dacia Dokker kam 2012 auf den Markt und blieb bis 2021 im Programm. Eine Modellpflege folgte 2017. Der Hochdachkombi verzichtet auf unnötigen Luxus, bietet dafür einen gut nutzbaren Innenraum und seitliche Schiebetüren.

Die beste Nachricht steckt unter der Haube: Der 1.6 SCe mit 100 PS gilt als grundsätzlich unproblematischer Saugbenziner. Vereinzelt wird über Ölverlust berichtet, gravierende Serienstörungen stehen bei diesem Motor aber nicht im Vordergrund. Auch die 1.5-dCi-Diesel gelten bei eingehaltenen Wartungsintervallen als haltbar, sind bei hoher Laufleistung jedoch nicht von klassischen Dieselreparaturen befreit.

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TCe 115SCe 100 nach dem Facelift

Vorsicht ist beim TCe 115 angebracht. Der 1,2-Liter-Turbobenziner der Motorenfamilie H5F ist für gelängte Steuerketten und erhöhten Ölverbrauch bekannt. Im ungünstigen Fall droht ein teurer Motorschaden. Die ab 2019 eingeführten 1,3-Liter-Turbobenziner sind die interessantere Alternative, wenn es kein Saugmotor sein soll.

Ärgerlich: Die Schiebetür auf der Fahrerseite kann mitunter schlecht einrasten. Zudem werden bei Hauptuntersuchungen überdurchschnittlich häufig Achsaufhängungen, Beleuchtung, Bremsen und Ölverlust beanstandet. Ein aktueller Prüfbericht ist daher besonders wertvoll.

Ford Grand C-Max II

Foto: Mike Bird/Pexels

Beim Ford C-Max II muss genau hingeschaut werden: Nur der längere Grand C-Max besitzt Schiebetüren. Der normale fünfsitzige C-Max hat konventionell angeschlagene hintere Türen. Die Baureihe wurde von 2010 bis 2019 gebaut und erhielt 2015 eine Modellpflege.

Der Grand C-Max ist weniger Nutzfahrzeug und mehr klassischer Familienvan als Berlingo, Dokker, Kangoo und Caddy. Optional war er als Siebensitzer erhältlich. Das schmale mittlere Sitzelement der zweiten Reihe lässt sich verstauen, sodass ein Durchgang zu den hinteren Plätzen entsteht.

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Powershift ohne vollständige WartungshistorieSchaltgetriebe
EcoBoost mit WartungslückenGepflegter TDCi für längere Strecken

Bei den Motoren ist die Lage gemischt. Der 1.6 Ti-VCT ist technisch vergleichsweise überschaubar. Beim 1.0 EcoBoost läuft der Zahnriemen im Öl. Entscheidend sind daher das richtige Motoröl und eine nachvollziehbare Wartung. Der 1.5 EcoBoost kann durch Kühlmittelverlust und Schäden am Motorblock auffallen. Beim 1.6 EcoBoost gab es zudem Rückrufe wegen einer möglichen Überhitzung infolge eines zu niedrigen Kühlmittelstands.

Die TDCi-Diesel gelten grundsätzlich als robust und passen gut zum schwereren Grand C-Max. Bei höheren Laufleistungen können jedoch Injektoren, Partikelfilter, AGR-Ventil, Turbolader und Zweimassenschwungrad Kosten verursachen. Besondere Vorsicht verdient das Powershift-Getriebe: Ölverlust und Kupplungsverschleiß können teuer werden.

Renault Kangoo II

Foto: Bruno Kussler Marques, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der Renault Kangoo II wurde von 2008 bis 2021 als Pkw und Kastenwagen gebaut. 2013 spendierte Renault dem Modell ein Facelift. Der Aufbau ist kastenförmig, der Innenraum hoch und die Ladefläche bei umgelegten Rücksitzen weitgehend eben. Je nach Sitzkonfiguration stehen zwischen 660 und 2.600 Liter Gepäckraum zur Verfügung.

Eine gute Wahl für überschaubare jährliche Laufleistungen ist der ältere 1.6 16V. Der Saugbenziner fällt hauptsächlich durch gelegentlich defekte Zündspulen auf und ist technisch einfacher aufgebaut als der spätere TCe. Von diesem 1,2-Liter-Turbobenziner sollte man eher Abstand halten: Gelängte Steuerketten und erhöhter Ölverbrauch können im schlimmsten Fall zum Motorschaden führen.

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1.2 TCe1.6 16V
EcoBoost mit WartungslückenGepflegter TDCi für längere Strecken

Der 1.5 dCi ist die naheliegende Wahl für längere Strecken. Besonders ältere Exemplare können jedoch Probleme mit Delphi-Injektoren und Hochdruckpumpen entwickeln. Spätere Exemplare gelten als ausgereifter.

In der ADAC-Pannenstatistik bewegt sich der Kangoo im Mittelfeld. Auffällig sind unter anderem Starterbatterie, Kraftstoffpumpe, Zündanlage und Anlasser. Außerdem gab es während der langen Bauzeit mehrere Rückrufe.

VW Caddy III (2K)

Foto: M 93, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Für diese Auswahl betrachten wir bewusst den VW Caddy III vor der ersten großen Modellpflege, die von 2003 bis 2010 angeboten wurde. Spätere Motoren wie der 1.4 TSI mit Zahnriemen und die neueren Common-Rail-Diesel bleiben deshalb außen vor.

Bei den frühen Benzinern sind der 1.4 und der 1.6 die unkomplizierteren Kandidaten. Beide gelten als robust, können aber Öl verbrauchen. Beim Diesel genießen der 1.9 TDI und der einfache 2.0 SDI grundsätzlich einen soliden Ruf. Beim 1.9 TDI mit dem Motorkennbuchstaben BLS sind allerdings Pleuellagerschäden bekannt.

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DSGHandschalter
1.9 TDI mit Motorkennbuchstaben BLSÄlteren 1.4- oder 1.6-Benziner

Das DSG kann durch Ruckeln beim Anfahren, hakelige Gangwechsel und hohen Kupplungsverschleiß auffallen. Für einen älteren Caddy ist der Handschalter deshalb meist die risikoärmere Wahl.

Fazit

Wer häufig Kindersitze befestigt oder sperrige Dinge transportiert, lernt Schiebetüren schnell zu schätzen. Der praktische Aufbau allein macht aber noch keinen guten Gebrauchten.

Besonders bei Hochdachkombis lohnt ein genauer Blick auf das Vorleben. Viele Exemplare waren als Lieferwagen, Firmenauto oder Familientransporter im Dauereinsatz. Ein etwas teureres Auto mit sauberer Historie ist dann oft die bessere Wahl als das vermeintliche Schnäppchen mit Wartungslücken, müden Schiebetüren und einem stark verschlissenen Innenraum.

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