Gebrauchte E-Auto-Akkus oft besser als erwartet
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Wie fit sind gebrauchte E-Auto-Akkus? Neue Daten überraschen

17.9.2026, Foto: Magda Ehlers/Pexels

Wie fit sind die Akkus gebrauchter Elektroautos? Eine Auswertung von TÜV Nord und Carly liefert überwiegend positive Werte. Für den Kauf eines konkreten Fahrzeugs bleiben solche Zahlen aber nur eine erste Orientierung.

Der Zustand der Hochvoltbatterie gehört zu den wichtigsten Fragen beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos. Eine gemeinsame Auswertung von TÜV Nord und Carly zeichnet nun ein positives Bild: Der Median der erfassten State-of-Health-Werte liegt bei 95,42 Prozent.

Der State of Health, kurz SoH, dient als Kennzahl für den Alterungszustand der Batterie. Beim Median liegt jeweils die Hälfte der erfassten Werte oberhalb und unterhalb von 95,42 Prozent. Er ist nicht mit einem Durchschnittswert gleichzusetzen.

Ältere E-Autos erreichen gut 83 Prozent

Auch für ältere Fahrzeuge nennt die Auswertung einen konkreten Wert. Bei Elektroautos mit Baujahr vor 2019 liegt der durchschnittliche SoH laut TÜV Nord und Carly bei 83,06 Prozent.

Die Werte stammen den Unternehmen zufolge aus OBD-Daten, die im vergangenen halben Jahr analysiert wurden. Wie viele Fahrzeuge in die Auswertung eingeflossen sind, welche Modelle enthalten waren und wie sich Baujahre sowie Kilometerstände verteilen, wird in der veröffentlichten Mitteilung nicht angegeben.

Batteriezustand vor dem Kauf prüfen

Ein hoher Gesamtwert sagt wenig über den Akku eines einzelnen Angebots aus. Bei älteren Elektroautos kann sich der Batteriezustand von Fahrzeug zu Fahrzeug deutlich unterscheiden.

TÜV Nord und Carly empfehlen deshalb, den SoH vor dem Kauf auszulesen. Zusätzlich sollten Interessenten Serviceheft, Wartungsnachweise, HU-Berichte und Fahrzeugpapiere kontrollieren sowie die Fahrzeug-Identifizierungsnummer abgleichen. Eine ausführliche Probefahrt kann weitere Hinweise auf technische Auffälligkeiten liefern.

Quellen: TÜV Nord, Carly

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