Verbrenner-Aus wackelt Soeder und Magyar fordern Lockerungen
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Verbrenner-Aus wackelt: Söder und Magyar fordern Lockerungen

3.8.2026, Bild: Josef A. Preiselbauer / Pixabay

Bayerns Ministerpräsident Söder und Ungarns Premier Magyar fordern die EU auf, das geplante Verbrenner-Aus ab 2035 zu lockern. Für Autokäufer könnte das bedeuten: länger Auswahl bei Verbrennern.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar haben sich bei einem Treffen in Budapest Ende Juli 2026 für Lockerungen beim EU-Verbrennerverbot ausgesprochen. Die Fehler aus dem Green Deal „müssten korrigiert werden“, sagte Magyar nach der Zusammenkunft. Für Autokäufer könnte das relevant werden: Sollten sich die Forderungen durchsetzen, blieben Verbrenner-Fahrzeuge auch nach 2035 länger im Angebot – allerdings vermutlich teurer und in kleineren Stückzahlen.

Was Söder und Magyar konkret fordern

Deutschland und Ungarn wollen von der EU Zugeständnisse bei der Zulassung von Fahrzeugen mit Verbrennermotoren. Die künftigen Regelungen sollen Ausnahmen enthalten: Statt 100 Prozent CO2-Reduktion ab 2035 sollen auch 90 Prozent ausreichen, wenn die restlichen 10 Prozent über E-Fuels oder regenerativ produzierten Stahl kompensiert werden. Deutschland fordert außerdem, dass Fahrzeuge, die ausschließlich mit erneuerbaren Kraftstoffen oder modernen Biokraftstoffen betrieben werden, als Nullemissionsfahrzeuge gelten. Auch Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Reichweitenverstärker sollen nach dem Willen Deutschlands weiter möglich sein.

So steht es aktuell um das Verbrenner-Aus

Die EU-Kommission hatte im Dezember 2025 vorgeschlagen, auch nach 2035 in der EU Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen – das wäre eine Abkehr vom ursprünglich ausgehandelten Verbrenner-Aus. In Deutschland hatte sich die Bundesregierung nach langem Hin und Her auf eine gemeinsame Position geeinigt. Söder wirbt seit langem für die weitere Zulassung von Verbrennermotoren.

Was bedeutet das für Autokäufer?

Die Durchsetzung der Forderungen gilt als unsicher. Selbst wenn die EU-Kommission Ausnahmen zulässt, dürften neue Verbrenner ab 2035 deutlich teurer werden: Die Kompensation über E-Fuels oder regenerativen Stahl ist kostspielig, weshalb Experten davon ausgehen, dass Verbrenner sich nur in kleinen Nischen halten werden. Wer aktuell über einen Autokauf nachdenkt, sollte sich nicht auf künftige Lockerungen verlassen – die Richtung geht klar Richtung E-Mobilität, auch wenn der Übergang langsamer verläuft als ursprünglich erwartet.

Kooperation statt Konkurrenz

Magyar betonte, Ungarn sei keine Konkurrenz für Deutschland als Wirtschaftsstandort. Es gehe darum, Kapazitäten in Europa zu halten. Ungarn und Bayern sollten sich auf Möglichkeiten der Kooperation konzentrieren, etwa im Bereich Forschung und Entwicklung. In Ungarn produzieren seit langem zahlreiche deutsche Autobauer wie Mercedes, Audi und BMW.

Quellen: Zeit, Sueddeutsche, Heise

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