VW beschließt Zukunftsplan: 50.000 Stellen sollen wegfallen
6.9.2026, Foto: FBO Media/Pexels
Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat dem Zukunftsplan 2030 einstimmig zugestimmt. Der Konzern will weltweit rund 50.000 Stellen abbauen. Für vier deutsche Werke fehlt derzeit eine wettbewerbsfähige Folgebelegung.
Volkswagen treibt seinen Konzernumbau weiter voran. Der Aufsichtsrat hat dem Zukunftsplan 2030 des Vorstands einstimmig zugestimmt. Der Autobauer will seine Kosten und Strukturen anpassen, die Modellpalette verkleinern und weltweit rund 50.000 Stellen abbauen.
Wie sich der Stellenabbau auf einzelne Marken, Länder und Standorte verteilen soll, geht aus der Konzernmitteilung nicht hervor. Volkswagen nennt auch noch keine konkreten Maßnahmen. Wo Absprachen mit Arbeitnehmervertretern erforderlich sind, sollen nun Gespräche in den zuständigen Gremien beginnen.
Für vier deutsche Werke fehlt eine Folgebelegung
Offen ist vor allem die langfristige Perspektive der Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Laut Volkswagen kann für diese Standorte derzeit keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gewährleistet werden. Die bestehenden Fahrzeugbelegungen laufen je nach Werk gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 aus.
Eine Schließung der Standorte ist damit nicht beschlossen. Volkswagen will parallel mögliche alternative Nutzungen prüfen. Bis Ende Juni 2027 soll ein Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur der europäischen Werke entstehen.
Der Konzern geht derzeit von Produktionsüberkapazitäten in Europa in einer Größenordnung von 500.000 Fahrzeugen aus. Diese Kapazitäten sollen im Zuge des Zukunftsplans angepasst werden.
Modellpalette soll deutlich kleiner werden
Der Umbau betrifft nicht nur Werke und Beschäftigte. Bis 2035 will Volkswagen seine Modellpalette nach eigenen Angaben um rund 50 Prozent verkleinern. Die Zahl der angebotenen Varianten soll um etwa 75 Prozent sinken.
Durch weniger Modelle und Varianten will der Konzern höhere Stückzahlen je Fahrzeug, geringere Kosten und stärkere Skaleneffekte erreichen. Welche konkreten Baureihen aus dem Programm genommen werden könnten, nennt Volkswagen in der Mitteilung nicht.
Auch das Beteiligungsportfolio soll um rund ein Drittel verkleinert werden. Nicht zum Kerngeschäft gehörende Aktivitäten könnten verkauft oder neu organisiert werden.
Volkswagen strebt neun Prozent Rendite an
Bis 2030 will Volkswagen eine operative Umsatzrendite von neun Prozent erreichen. Der Konzern plant dabei langfristig mit einem jährlichen Absatz von neun Millionen Fahrzeugen. Für den Zeitraum von 2027 bis 2031 ist eine Zielgröße von 135 Milliarden Euro für Sachinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung vorgesehen.
Volkswagen begründet die Neuausrichtung unter anderem mit dem wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck, veränderten Nachfragestrukturen und dem technologischen Wandel in der Autoindustrie. Auch das Geschäft in China und Nordamerika soll angepasst werden.
Quelle: Volkswagen Group







