Mercedes E-Klasse W212 S212 2009-2016 Probleme und Schwachstellen
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Mercedes E-Klasse W212, S212 – Probleme & Schwachstellen


Die Mercedes E-Klasse W212, S212 ist eine Limousine aus dem Segment der oberen Mittelklasse, die von 2009 bis 2016 hergestellt wurde und sich im Daimler-Portfolio über der C-Klasse positioniert. Die Modellpflege erfolgte im Januar 2013, welche neben kosmetischen Änderungen auch neue Motoren mit sich brachte. Vorgänger ist der W211, Nachfolger der W213.

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Probleme beim Benziner

Die Benzinerpalette des W212 besteht aus den Vierzylinder-Modellen E 200 BlueEFFICIENCY (184 PS), E 200 (184 PS) und E 250 (211 PS); den V6-Modellen E 300 (252 PS), E 350 (272, 306 PS), E 350 CGI (292 PS), E 400 (333 PS); dem V8-Modell E 500 (408 PS) sowie dem Top-Modell E 63 AMG (525, 557, 585 PS)

Schwachstellen beim R4

Der Vierzylinder-Benzinmotor M271 EVO wurde bis zur Modellpflege verbaut und bereitet nach wie vor Probleme mit der Steuerkette sowie den Kettenrädern der Nockenwelle. Diese Schwachstellen wurden nie gänzlich beseitigt, weshalb der Kauf eines W212 / S212 mit diesem Motor nur dann bedingt empfehlenswert ist, wenn der Motor bereits eine neue Steuerkette verbaut bekommen hat und das Serviceheft absolut lückenfrei ist.

Weiterhin kann der Magnetschalter der Nockenwellenversteller undicht werden und dazu führen, dass durch den Kapillareffekt der Kabelbaum sich mit Öl vollsaugt, welches bis zum Motorsteuergerät vordringen und dort einen Schaden anrichten kann.

Tipp: Zwar muss es nicht zwangsläufig zur Schädigung des Motorsteuergeräts kommen, allerdings erhöht sich das Risiko mit jedem zusätzlichen Tropfen Öl. Die Schwachstelle lässt sich jedoch mit einem sog. Öl-Stopp-Kabel beheben, welches für kleines Geld zu kaufen und schnell eingebaut ist (Teilenummer: A2711502733).

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Ab der Modellpflege im Frühjahr 2013 kam der M274 zum Einsatz, welcher mit etwas mehr Hubraum (1991 cm³) die Nachfolge angetreten hat. Tatsächlich ist der M274 sehr unauffällig, Probleme mit der Steuerkette kommen nur vereinzelt vor und werden hauptsächlich durch mangelnden Service sowie extremen Kurzstreckeneinsatz hervorgerufen. Von allgemeinen Schwachstellen wie den Injektoren, der Hochdruckpumpe und dem Turbolader bleibt allerdings auch dieser Motor nicht verschont.

Schwachstellen beim V6

Die V6-Modelle wurden bis August 2011 mit dem M272-Motor ausgerüstet, der schon im Vorgänger eingesetzt wurde. Das Problem mit dem Kettenrad der Ausgleichswelle wurde behoben, jedoch ist das Schaltsaugrohr nach wie vor eine Schwachstelle, dessen Schaltgestänge brechen und einen spürbaren Leistungsverlust verursacht.

Da der M272 nur noch mit Direkteinspritzung zu haben ist (Ausnahme: E 350 4MATIC), muss man sich auf Probleme mit der Hochdruckpumpe, den NOx-Sensoren und Injektoren einstellen.

Im Nachfolger M276 (ab 2011) macht der Kettenspanner aufgrund einer unzureichenden Ölversorgung bis ca. Ende 2014 Probleme, wodurch sich früher oder später die Steuerkette längt und ein Motorschaden die Folge ist. Symptome sind ein lautes Rasseln der Steuerkette beim Kaltstart sowie im Leerlauf. Weiterhin sind Kolbenkipper bei älteren M276-Motoren keine Seltenheit. Anzeichen dafür sind ein erhöhter Ölverbrauch und plötzlicher Leistungsverlust, außerdem hört man laute, klackernde Geräusche vom Motor.

Schwachstellen beim V8

Die Steuerketten- und Kolbenkipper-Problematik betrifft auch die V8-Motoren M278, M156 und M157. Beim M156 kommen außerdem Probleme mit den Nockenwellen hinzu.

Probleme beim Diesel

Zur Auswahl stehen außerdem die Dieselmodelle E 200 CDI (136 PS), E 220 CDI (163, 170 PS), E 250 CDI (204 PS), E 300 BlueTEC Hybrid (204 PS), E 300 CDI (204, 231 PS) und E 350 CDI (211 – 265 PS).

Unabhängig von der Motorisierung sollte vor allem bei hohen Laufleistungen auf die typischen Schwachstellen eines Diesels geachtet werden, die früher oder später zum Tragen kommen. Hierzu zählen insbesondere:

Rußbildung an den Injektoren und im AGR-Ventil können vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.

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Schwachstellen beim R4

Der Vierzylinder-Diesel OM651, welcher unter anderem auch im W204 eingesetzt wurde, hat seit seiner Einführung für die verschiedensten Probleme gesorgt. So gab es zum einen jede Menge Ärger mit den Piezo-Injektoren, weshalb Daimler im Jahr 2011 die Reißleine gezogen hat und stattdessen Magnet-Injektoren der Marke Delphi einsetzte.

Im Rahmen einer großangelegten Serviceaktion wurden bei den betroffenen Fahrzeugen die neueren Injektoren nachgerüstet. Zum anderen ist die Steuerkette vor allem bei den älteren Modellen anfällig und kann sich längen.

Weiterhin ist der OM651 vom Diesel-Abgasskandal betroffen: Fahrzeuge mit besagtem Motor werden bis heute regelmäßig zur Durchführung von Software-Updates in die Werkstätten gerufen.

Schwachstellen beim V6

Die Abgas-Thematik betrifft auch den V6-Dieselmotor OM642, welcher im Übrigen Probleme mit dem EKAS-Stellmotor bekommen kann und früher oder später mit einem undichten Ölkühler zu kämpfen haben wird. Daneben gab es Ärger mit den Kurbelwellen-Hauptlagern. Generell gehört der OM642 aber zu den zuverlässigeren Daimler-Motoren und ist zum Modell-Ende hin schon sehr ausgereift.

Probleme mit dem Automatikgetriebe 7G-Tronic

Die siebenstufige Wandlerautomatik 7G-Tronic ist generell standfest. Eine Schwachstelle ist jedoch die elektrohydraulische Steuereinheit (EHS), deren Drehzahlsensor einen Defekt erleiden kann. Hierdurch bleibt das Getriebe im bereits eingelegten Gang stecken, was mit einem Neustart des Motors zwar kurzzeitig behoben werden kann, langfristig aber nur ein Austausch der Steuereinheit Abhilfe schafft. Weiterhin neigt die 7G-Tronic dazu, Öl zu verlieren.

Generell empfiehlt es sich, eine Getriebespülung alle 50.000 bis 60.000 Kilometer durchführen zu lassen, um die Lebensdauer der 7G-Tronic zu verlängern. Bei Modellen mit Allradantrieb (4MATIC) empfiehlt es sich außerdem, das Öl im Verteilergetriebe zu wechseln.

Probleme mit dem Luftfahrwerk Airmatic

Das Airmatic-Fahrwerk kann in vielerlei Hinsicht Probleme bereiten und enorme Kosten verursachen. Zum einen sind die Druckluftbehälter sehr anfällig, zum anderen beherbergt der Airmatic-Kompressor eine Reihe von Fehlerquellen, die zum Ausfall des Systems führen können. Auch die Luftfederbälge können einen Defekt erleiden, wodurch das Fahrzeug stark absackt.

Für ein defektes Airmatic-Fahrwerk sprechen in aller Regel ein (zu) tief liegendes Fahrzeug, aufleuchtende Fehlermeldungen im Cockpit (auch während der Fahrt) oder wenn das Fahrzeug die Höhe nicht beibehält. Springt der Kompressor sehr häufig an, ist das ein weiteres Anzeichen dafür, dass Luft aus dem System entweicht und damit eine teure Reparatur anstehen könnte.

Sonstige Schwachstellen

Die Elektronik im W212 / S212 funktioniert weitestgehend zuverlässig. Allerdings kann es passieren, dass die Backup-Batterie Probleme bereitet. Außerdem kann bei starkem Regen der Totwinkelassistent aufgrund von Wassereinbruch im Radarsensor einen Totalausfall erleiden. Dieses Problem wurde in einer Serviceaktion behoben und betrifft hauptsächlich ältere Modelle.

Das Luftfahrwerk Airmatic (beim T-Modell S212 an der Hinterachse serienmäßig verbaut) kann zur Kostenfalle werden und sollte daher vor dem Kauf überprüft werden. Kühlmittelverlust aufgrund einer undichten Wasserpumpe ist keine Seltenheit und führt in der Regel zur Motorüberhitzung.

TÜV & ADAC

Laut dem TÜV-Report kommt es mit zunehmendem Alter zu Rostentwicklung an der Hinterachse, auch die Achsaufhängungen werden öfter bemängelt. Des Weiteren bereitet die Feststellbremse immer mal wieder Probleme, zudem ist Ölverlust ein Thema.

In der ADAC-Pannenstatistik belegen die älteren Baujahre die schlechteren Plätze, während die neueren sich im grünen Bereich eingependelt haben. Zu den festgestellten Pannenschwerpunkten gehören das AGR-Ventil, Zündschloss, der Anlasser, Keilriemen, Heizungsschlauch, Partikelfilter, Schlüssel, die Kraftstoffpumpe, Lenkung und Autobatterie.

Rückrufe

Die Mercedes-Benz E-Klasse W212 wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:

  • Modelle aus dem Produktionszeitraum 25. Mai 2009 bis 17. Februar 2010 mussten wegen Undichtigkeiten am Anschlussstutzen der Servolenkung zurück in die Werkstatt.
  • Laut dem KBA kann es am Kraftstofffilter mit integrierter Kraftstoffheizung zu Undichtigkeiten kommen, wodurch Dieselkraftstoff auf die Straße gelangen kann. Betroffen sind die Baujahre 2009 und 2010.
  • Beim Vierzylinder-Diesel können Fertigungstoleranzen bei den Dichtringen einen Ölverlust am Kettenspanner zur Folge haben. Betroffen sind Modelle aus dem Produktionszeitraum Februar bis November 2014, wobei auch ältere Exemplare mit einem Austauschmotor betroffen sein können.
  • Bei E-Klasse-Modellen mit Schiebedach, die bis Ende 2010 vom Band gelaufen sind, kann es sein, dass die Klebeverbindung zwischen dem Glasdeckel und dem Rahmen des Schiebedachs nicht den Spezifikationen entspricht. Hierdurch kann die Klebeverbindung nachlassen, wodurch sich der Glasdeckel vollständig vom Fahrzeug löst.
  • Der Dieselskandal betrifft den Dieselmotor OM651 mit Euro 5.
  • Bei Modellen der Baujahre 2008 bis 2011 kann ein Fehler im Gasgenerator der Airbags bei einer Auslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung führen, wodurch sich Metallfragmente lösen und die Insassen verletzen können.
  • Unter Umständen kann es passieren, dass sich die Verschraubung des Lenkgetriebes löst, wodurch es zu einem Ausfall der Lenkkraftunterstützung kommen kann. Betroffen sind Modelle ab Baujahr 2010.
  • Ein defektes Kabel an der Lenksäule kann dazu führen, dass der Airbag plötzlich ausgelöst wird. Betroffen sind die Baujahre 2011 bis 2017.
  • Laut dem KBA kann es aufgrund eines Fehlers im rechten Windowbag zu einer schneller als vorgesehenen Entweichung von Luft im Crash-Fall kommen. Betroffen sind E-Klasse-Modelle, die 2012 vom Band gelaufen sind.
  • Bei Modellen aus dem Produktionszeitraum Juli 2012 bis Dezember 2014 besteht die Gefahr, dass wegen eines möglichen Lösens der Motorabdeckung und dessen Kontakt mit heißen Teilen ein Fahrzeugbrand entsteht.
  • Aufgrund einer möglichen Überlastung des Startstrom-Begrenzers kann es passieren, dass umliegende Teile verschmoren und im schlimmsten Fall einen Brand verursachen. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2014 bis 2017.
  • Laut dem KBA kann eine möglicherweise vorgeschädigte Sicherungsmutter am Lenkgetriebe unter bestimmten Belastungen brechen und in der Folge zu einer Blockierung des Lenkgetriebes führen. Betroffen sind E-Klasse Modelle ab Baujahr 2014.
  • Bei einem Frontalcrash mit Auslösung der aktiven Motorhaube kann es passieren, dass diese in die Frontscheibe geschoben wird. Betroffen sind E-Klasse-Modelle aus dem Baujahr 2015.
  • Wegen eines nicht korrekt verlegten Getriebeleitungssatzes kann es zu Wassereintritt kommen, wodurch die Brandgefahr erhöht wird. Betroffen sind E-Klasse-Modelle ab Baujahr 2015.
  • Laut dem KBA kann eine mangelhaft befestigte 12V-Batterie im Falle eines Unfalls dazu führen, dass die Postcrashfunktionen (E-Call, Warnblinker, automatische Türentriegelung) beeinträchtigt werden. Betroffen sind Modelle ab Baujahr 2015.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: E 300 CDI

Der W212 / S212 ist grundsolide und bis auf wenige Ausnahmen die immer noch relativ teuren Anschaffungskosten wert. 

Ehemalige Taxen mit rund 500.000 Kilometern auf der Uhr fangen bei rund 3.000 Euro an, der Basis-Benziner mit zwei Litern Hubraum kostet mindestens das Dreifache. Für ein Fahrzeug nach der Modellpflege kommt man ganz unabhängig von der Motorisierung und Ausstattung nicht um fünfstellige Beträge herum. Wer jedoch Geld in die Hand nehmen kann, sollte sich ganz klar für ein jüngeres Modell entscheiden, welches weniger anfällig ist und deutlich moderner aussieht.

Was die Auswahl des Motors anbetrifft, so kann man beim Vierzylinder-Benziner ab 2013 ohne größere Bedenken zugreifen. Die V6- und V8-Motoren sind grundsätzlich nicht weniger zuverlässig, kosten allerdings deutlich mehr im Unterhalt. Beim Diesel ist es wichtig, dass im Zusammenhang mit dem Daimler-Abgasskandal alle Software-Updates durchgeführt wurden. Geschieht dies nicht, kann schlimmstenfalls die Stilllegung des Fahrzeugs angeordnet werden.

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Beitragsbild: © Gebrauchtwagenberater.de

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