E-Auto-Förderung senkt Rabatte
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E-Auto-Förderung senkt Rabatte: Käufer zahlen mehr als gedacht

4.8.2026, Bild: Eren Goldman / Unsplash

Staatliche Förderung soll E-Autos günstiger machen – doch eine Studie des Center Automotive Research (CAR) zeigt ein Paradox: Steigt die Nachfrage durch Subventionen, sinken die Händlerrabatte. Die Ersparnis für Käufer fällt dadurch oft geringer aus als versprochen. CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer stellte die Ergebnisse am Montag vor.

Rabatte auf E-Autos sinken, Verbrenner werden günstiger

Die CAR-Studie untersuchte die Transaktionspreise von 25 gängigen Verbrennermodellen, 25 E-Autos und 15 Plug-in-Hybriden. Im Juli sank der durchschnittliche Rabatt auf E-Autos von 17,8 Prozent im Juni auf 17,6 Prozent. Bei Verbrennern stieg der Rabatt im selben Zeitraum von 18,4 auf 19,4 Prozent. Hersteller wie Audi, Opel und BMW gewährten auf Verbrennermodelle Nachlässe von bis zu 31,5 Prozent. „Das sind schon sehr hohe Nachlässe“, kommentierte Dudenhöffer. Der Grund: E-Autos profitieren von hohen Spritpreisen und staatlichen Zuschüssen. Viele Hersteller sehen dadurch weniger Bedarf für zusätzliche Kaufanreize und konzentrieren ihre Verkaufsförderung auf schwerer verkäufliche Verbrenner.

Preisabstand zwischen E-Auto und Verbrenner wächst

Im Juli kosteten die 25 meistverkauften Verbrennermodelle nach Abzug der Rabatte durchschnittlich 32.302 Euro. E-Autos lagen bei 34.665 Euro, Plug-in-Hybride bei 46.252 Euro. Der Preisabstand zwischen E-Autos und vergleichbaren Verbrennern betrug 2.363 Euro – deutlich mehr als Ende 2025. Dudenhöffer erwartet ab 2027 durch vermehrte Angebote chinesischer Hersteller eine Verbesserung der Preisposition, vor allem bei Plug-in-Hybriden. Eine gemeinsame Studie von ICCT und Fraunhofer ISI hatte zuletzt sinkende reale Preise für E-Autos ermittelt.

Söder fordert Förderung für größere Modelle

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte in einem ARD-Interview an, die Koalition plane für den Herbst eine Überarbeitung der E-Auto-Förderung. Söder fordert, auch größere E-Fahrzeuge zu fördern – das würde deutschen Herstellern wie Mercedes, VW, Audi und BMW zugutekommen. Kritiker sehen darin eine industriepolitische Unterstützung für Premium-Hersteller, Befürworter argumentieren mit dem Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter. Zu einer möglichen neuen Spritpreisförderung äußerte sich Söder ausweichend: „Das wird sich in den nächsten Monaten zeigen.“ Zudem kritisierte er die „Zwölf-Uhr-Regel“ als wenig wirksam.

Quellen: Merkur, n-tv, t-online

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