Elektromobilität ausgebremst? Gebrauchte E-Autos vorerst ohne Förderung
15.12.2025, Bild: Mike Bird auf Pixabay
Trotz der geplanten staatlichen Förderung für Elektroautos ab 2026 wird es vorerst keine Zuschüsse für gebrauchte E-Fahrzeuge geben. Nach Gesprächen hat die Bundesregierung entschieden, dass die neue Kaufprämie ausschließlich für Neuwagen gilt.
Laut dem Bundesumweltministerium seien Zuschüsse für Gebrauchtwagen „kein Bestandteil der neuen E-Auto-Förderung“, erklärte eine Sprecherin des BMUKN. Die Förderung ab 2026 soll sich zunächst ausschließlich auf Neuwagen beziehen. Noch im Herbst 2025 hatte die Bundesregierung deutlich gemacht, dass auch gebrauchte Elektroautos Teil der geplanten neuen E-Auto-Prämie sein könnten. Debatten und Prüfungen zu möglichen Regelungen für Gebrauchtfahrzeuge laufen weiter, doch ein konkreter Förderstart ist derzeit nicht in Sicht.
Die ab 2026 geplante Kaufprämie sieht eine staatliche Unterstützung von bis zu 5.000 Euro vor, abhängig von Einkommen und familiärer Situation. Familien oder Haushalte mit geringerem Einkommen sollen stärker profitieren. Beispielsweise sollen Haushalte mit einem Jahreseinkommen bis zu 80.000 Euro eine Grundförderung von mindestens 3.000 Euro bekommen. Zusätzlich können Familien mit Kindern weitere Zuschüsse erhalten.
Experten weisen darauf hin, dass gerade gebrauchte E-Autos für Haushalte mit kleinerem Budget einen wichtigen Einstieg in die Elektromobilität darstellen könnten. Gerade eine Förderung könnte helfen, die CO2-Emissionen schneller zu reduzieren, indem mehr Verbrenner frühzeitig durch elektrische Fahrzeuge ersetzt werden. Außerdem könnten sinkende Anschaffungskosten durch staatliche Zuschüsse dazu beitragen, die Akzeptanz und den Anteil von E-Autos weiter zu erhöhen. Aktuell tut sich der Gebrauchtmarkt schwer – nicht zuletzt, weil Käufer oft unsicher sind, wie es um die Restkapazität der Batterien und die tatsächliche Reichweite steht.







