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Gebrauchtwagenpreise: Auch E-Autos werden erstmals nicht teurer

6.8.2026, Bild: © Gebrauchtwagenberater.de

Wer aktuell auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen ist, findet zunehmend günstigere Angebote. Nach aktuellen Zahlen des AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) sind die durchschnittlichen Angebotspreise im Juli erneut gesunken. Der seit Monaten anhaltende Preisanstieg bei gebrauchten Elektroautos ist erstmals zum Stillstand gekommen.

Mehr Auswahl, weniger Preisdruck

Der durchschnittliche Angebotspreis aller bei AutoScout24 inserierten Gebrauchtwagen lag im Juli bei 26.989 Euro. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Rückgang von 0,9 Prozent. Damit setzt sich die Entwicklung fort, die bereits seit Jahresbeginn zu beobachten ist.

Ein wichtiger Grund dafür ist das wachsende Angebot. In nahezu allen Fahrzeugklassen wurden im Juli mehr Fahrzeuge inseriert als noch im Vormonat. Gleichzeitig ließ die Nachfrage in vielen Segmenten nach. Für Kaufinteressenten verbessert sich dadurch die Verhandlungsposition.

Elektroautos verlieren ihren Sonderstatus

Bemerkenswert ist die Entwicklung bei gebrauchten Elektroautos: Nachdem die Preise seit März kontinuierlich gestiegen waren, zeigte sich im Juli erstmals eine Trendwende. Mit durchschnittlich 37.744 Euro lagen gebrauchte Stromer praktisch auf dem Niveau des Vormonats. Gegenüber Juni gaben die Preise leicht um 0,2 Prozent nach. Damit endet vorerst die Phase steigender Gebrauchtwagenpreise bei Elektroautos.

Gleichzeitig wächst das Angebot an gebrauchten E-Autos deutlich. AutoScout24 registrierte im Juli ein Plus von 10,1 Prozent bei den Inseraten. Die Nachfrage legte dagegen lediglich um 1,7 Prozent zu.

Warum plötzlich mehr gebrauchte E-Autos verfügbar sind

Nach Einschätzung von AutoScout24 kommt inzwischen verstärkt eine neue Generation gebrauchter Elektroautos auf den Markt. Viele ältere Stromer werden durch neuere Modelle ersetzt und landen anschließend als Gebrauchtwagen im Handel.

Für Käufer bedeutet das vor allem eines: Die Auswahl wird größer. Das zusätzliche Angebot trägt dazu bei, die Preise zu stabilisieren und den markanten Aufwärtstrend der vergangenen Monate auszubremsen. Ob daraus eine langfristige Entwicklung entsteht, bleibt allerdings abzuwarten.

Besonders starke Preisrückgänge in mehreren Fahrzeugklassen

Nicht nur Elektroautos wurden günstiger. In mehreren Fahrzeugsegmenten gingen die Preise deutlich zurück.

Die stärksten Rückgänge verzeichnete die obere Mittelklasse. Dort sanken die Durchschnittspreise um 1,9 Prozent auf 30.713 Euro. Ebenfalls günstiger wurden:

  • Vans und Kleinbusse (-1,2 Prozent)
  • Oberklasse-Modelle (-1,2 Prozent)
  • Sportwagen (-1,1 Prozent)

Auch bei älteren Fahrzeugen gingen die Preise spürbar zurück. Besonders Youngtimer verloren mit minus 2,5 Prozent deutlich an Wert.

Sommerflaute sorgt für ruhigeren Markt

Laut AutoScout24 spielt auch die Jahreszeit eine Rolle. Während der Ferien verschieben viele Verbraucher größere Anschaffungen wie den Autokauf auf einen späteren Zeitpunkt. Dadurch fällt die Nachfrage traditionell etwas schwächer aus.

Nach Angaben des Unternehmens ist dieser saisonale Effekt in diesem Jahr sogar stärker ausgeprägt als in den beiden Vorjahren. Händler reagieren darauf zunehmend mit Preisnachlässen, um Fahrzeuge schneller zu verkaufen.

Gute Nachrichten für Käufer

Für Gebrauchtwagenkäufer könnte der Sommer 2026 damit ein günstiger Zeitpunkt sein. Das Angebot wächst, die Nachfrage schwächt sich ab und die Preise geben in vielen Segmenten nach. Besonders bei Elektroautos hat sich die Lage zuletzt entspannt. Wer ohnehin über den Kauf eines Gebrauchtwagens nachdenkt, kann jetzt zuschlagen.

Quellen: AutoScout24 Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI)

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