Mercedes-Benz GLA Probleme und Schwachstellen
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Mercedes EQA: Was taugt der Stromer als Gebrauchter?

27.8.2026, Foto: Damian B Oh, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mit dem Mercedes EQA bietet die Marke mit dem Stern eine elektrische Alternative zum GLA an. Das kompakte SUV basiert auf der MFA2-Plattform und gehört mittlerweile zu den günstigeren Premium-Elektroautos auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Die ersten Exemplare sind inzwischen rund fünf Jahre alt. Genug Zeit also, um einen Blick auf typische Probleme und bekannte Schwachstellen zu werfen.

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Bekannte Schwachstellen beim Mercedes EQA

Grundsätzlich macht der Mercedes EQA bislang einen soliden Eindruck. Schwerwiegende technische Mängel sind bislang nicht bekannt. Ganz ohne Auffälligkeiten kommt das Elektro-SUV aber ebenfalls nicht aus. In Foren tauchen wiederholt Berichte über Probleme mit einzelnen Assistenzsystemen, dem Kühlkreislauf sowie der Ladeklappe auf.

Ausfälle der Assistenzsysteme

Mehrere EQA-Besitzer berichten auf Motor-Talk von sporadischen Ausfällen verschiedener Assistenzsysteme. Genannt werden unter anderem Fernlicht-, Spurhalte- und Notbremsassistent sowie die Kamera. Teilweise verschwinden die Fehler nach einem Neustart, in anderen Fällen wurden Komponenten im Bereich der Frontkamera beziehungsweise der Streulichtscheibe erneuert. Vereinzelt traten die Störungen trotz Werkstattmaßnahmen erneut auf. Bei der Probefahrt sollte deshalb darauf geachtet werden, ob Warnmeldungen erscheinen und sämtliche Assistenzsysteme fehlerfrei arbeiten.

Probleme am Kühlkreislauf

Berichtet wird außerdem von Problemen mit dem Kühlkreislauf. Genannt werden undichte Kühlmittelbehälter, defekte Verteilerventile sowie erneuerte Kühlmittelklappen. Mehrere Besitzer berichten zudem von einem geänderten Kühlmittelbehälter, der im Rahmen von Werkstattaufenthalten verbaut wurde.

Probleme mit der Ladeklappe

Auch Probleme mit der Ladeklappe tauchen in einigen Erfahrungsberichten auf. So ist von nicht mehr öffnenden Ladeklappen, eingefrorenen Verriegelungsmechanismen oder Problemen beim Entriegeln des CCS-Steckers die Rede. Die Defekte wirken aber meistens eher lästig als gravierend.

Fahrwerksgeräusche und Stabilisatoren

Vereinzelt werden störende Geräusche vom Fahrwerk vermeldet. Genannt werden unter anderem erneuerte Stabilisatoren, Pendelstützen oder Koppelstangen sowie Klapper- und Quietschgeräusche. Hinweise auf einen generellen Konstruktionsfehler gibt es aktuell nicht, dennoch lohnt sich bei der Probefahrt ein genaueres Hinhören, insbesondere auf schlechten Straßen oder beim Überfahren von Bodenwellen.

Software und Navigation

Wie viele moderne Elektroautos ist auch der EQA stark von seiner Software abhängig. Besitzer kritisieren gelegentlich die Navigationsführung, kleinere Macken des MBUX-Systems oder aus ihrer Sicht zu wenige Softwareverbesserungen.

Rückruf wegen Brandgefahr der Hochvoltbatterie

Die bislang wichtigste Rückrufaktion betrifft Fahrzeuge der Baujahre 2021 bis 2024. Ursache ist ein möglicher interner Kurzschluss innerhalb der Hochvoltbatterie, der im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen kann. Betroffen sind bestimmte Mercedes EQA und EQB. Weltweit umfasst die Aktion mehr als 50.000 Fahrzeuge, darunter mehrere Tausend in Deutschland.

Zunächst reagierte Mercedes mit einem Softwareupdate des Batteriemanagements. Später folgte jedoch eine umfangreichere Rückrufaktion, bei der die Hochvoltbatterien betroffener Fahrzeuge vollständig ersetzt werden. Die aktuelle KBA-Referenznummer lautet 16136R. Vor dem Kauf sollte deshalb unbedingt geprüft werden, ob sämtliche Rückrufmaßnahmen durchgeführt wurden.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Die Preise für gebrauchte Mercedes EQA sind in den vergangenen Jahren deutlich gefallen. In den gängigen Autobörsen starten die Angebote ab 24.000 Euro.

Fazit

Der Mercedes EQA zählt aktuell zu den eher unauffälligen E-Autos. Am häufigsten tauchen Berichte über Probleme mit einzelnen Assistenzsystemen, dem Kühlkreislauf und der Ladeklappe auf. Schwerwiegende Serienfehler sind bislang nicht bekannt. Das mit Abstand wichtigste Thema bleibt die Rückrufaktion rund um die Hochvoltbatterie. Käufer sollten deshalb unbedingt prüfen, ob sämtliche Maßnahmen erledigt wurden. Insgesamt hinterlässt der EQA derzeit jedoch einen soliden Eindruck.

Für unsere Recherche durchforsten wir das gesamte Netz, vergleichen Informationen und werten sie nach bestem Wissen und Gewissen aus. Wo möglich, lassen wir auch unsere eigenen Erfahrungen mit dem jeweiligen Modell einfließen. Sollte uns ein Fehler unterlaufen, kannst du uns gerne kontaktieren.

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