Autoimporte steigen kräftig: China zieht an allen Ländern vorbei
21.9.2026, Foto: Luke Miller/Pexels
Die deutschen Neuwagenexporte sind in den ersten sieben Monaten 2026 zurückgegangen. Gleichzeitig kamen deutlich mehr Autos aus dem Ausland nach Deutschland. China stieg dabei zum wichtigsten Lieferland auf.
Von Januar bis Juli 2026 wurden rund zwei Millionen neue Pkw aus Deutschland exportiert. Das waren vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Beim Wert fiel der Rückgang noch deutlicher aus: Die exportierten Fahrzeuge kamen zusammen auf 73,5 Milliarden Euro, 8,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Bei den Importen zeigt die Kurve dagegen klar nach oben. Rund 1,3 Millionen Neuwagen kamen im selben Zeitraum nach Deutschland. Die Stückzahl stieg um 16 Prozent, der Gesamtwert um 12,6 Prozent auf 34,9 Milliarden Euro.
China wird wichtigstes Lieferland
Besonders kräftig legten die Einfuhren aus China zu. Zwischen Januar und Juli wurden rund 175.000 neue Pkw von dort nach Deutschland importiert. Das entspricht einem Plus von 120,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Mit einem Anteil von 13,8 Prozent war China damit erstmals das wichtigste Lieferland für importierte Neuwagen. Ein Jahr zuvor hatte das Land noch auf Platz vier gelegen. Knapp dahinter folgten Tschechien mit 173.000 und Spanien mit 157.000 Fahrzeugen.
E-Auto-Importe steigen um 66 Prozent
Den größten Anteil an den Importen hatten weiterhin Autos mit Verbrennungsmotor. Von ihnen kamen 554.000 Fahrzeuge nach Deutschland. Das waren allerdings neun Prozent weniger als im Vorjahr.
Bei elektrifizierten Modellen ging es dagegen deutlich nach oben:
- Die Importe von Hybridautos stiegen um 36 Prozent auf 403.000 Fahrzeuge.
- Bei reinen Elektroautos betrug das Plus 66,3 Prozent. Insgesamt wurden 309.000 Stromer importiert.
Elektroautos erreichten damit einen Anteil von 24,4 Prozent an allen importierten Neuwagen. Hybride kamen auf 31,8 Prozent, Verbrenner auf 43,7 Prozent.
Elektroautos machen 28 Prozent der Exporte aus
Auch bei den Exporten blieben Verbrenner die größte Gruppe. Ihr Anteil lag bei 52,7 Prozent. Reine Elektroautos kamen auf 28,1 Prozent, Hybride auf 19,2 Prozent.
Insgesamt wurden rund 560.000 neue Elektroautos aus Deutschland exportiert. Das waren 2,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren von Hybridfahrzeugen gingen um 8,2 Prozent auf 380.000 Autos zurück. Bei Verbrennern betrug das Minus ebenfalls 2,9 Prozent.
Die wichtigsten Abnehmer deutscher Neuwagen waren Großbritannien, die USA und Italien. Zusammen nahmen diese drei Länder knapp ein Drittel der exportierten Fahrzeuge ab.
Deutlich weniger deutsche E-Autos für die USA
Auch beim Handel mit den USA hat sich einiges bewegt. Von Januar bis Juli gingen 245.000 Neuwagen aus Deutschland dorthin. Das waren 2,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Wert der Exporte sank sogar um 17,1 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro.
Auffällig ist der Blick auf die Antriebsarten: Die Zahl der exportierten Verbrenner stieg um 31,7 Prozent. Bei Elektroautos brachen die Ausfuhren dagegen um 56,1 Prozent ein, bei Hybriden um 50,3 Prozent.
Quelle: Statistisches Bundesamt







