Kopfstützen können sich lösen: Großer Rückruf bei Volvo
30.10.2026, Foto: I’m Zion/Pexels
Volvo ruft weltweit mehr als 232.000 EX30 zurück. Bei einem schweren Unfall können die Polster der vorderen Kopfstützen ihren Halt verlieren. Eine Verstärkung soll das Problem beheben.
Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts können die Kopfstützen der Vordersitze versagen. Dadurch steigt bei einem Unfall das Verletzungsrisiko für Fahrer und Beifahrer.
In Deutschland betrifft die Aktion potenziell 16.974 Fahrzeuge. Weltweit nennt die Behörde 232.431 Exemplare. Erfasst sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 2023 bis 2026.
Polster können bei einem Unfall ihren Halt verlieren
Das Problem betrifft die Befestigung der Polster an den beiden vorderen Kopfstützen. Die dazugehörigen technischen Informationen von Volvo konkretisieren das Fehlerbild: Bei einem schweren Unfall mit hoher Geschwindigkeit und Belastungen aus mehreren Richtungen kann sich ein Kopfstützenpolster lösen. Dadurch könnte die Kopfstütze ihre Schutzfunktion nicht mehr vollständig erfüllen.
| Betroffene Modelle | Produktionszeitraum |
|---|---|
| Volvo EX30 | 2023 – 2026 |
Im normalen Fahrbetrieb dürfte der Mangel dagegen kaum auffallen. Einen Defekt an der Befestigung können Fahrer daher nicht unbedingt selbst erkennen.
Befestigung der Kopfstützen wird verstärkt
In der Werkstatt wird die Befestigung der Kopfstützenpolster an Fahrer- und Beifahrersitz verstärkt. Laut den technischen Unterlagen wird dafür ein Zweikomponenten-Klebstoff an jeweils drei Befestigungspunkten aufgetragen. Ein Austausch des kompletten Sitzes oder der gesamten Kopfstütze ist demnach nicht vorgesehen.
Volvo gibt für die eigentliche Arbeit einen Richtwert von 0,3 Stunden an. Hinzu kommt die notwendige Aushärtezeit des Klebstoffs.
Besitzer können sich damit an einen autorisierten Volvo-Betrieb oder an die Hersteller-Hotline unter 0221 9393393 wenden.
Quellen: KBA, Volvo







