Lenkungsausfall möglich: Jetzt trifft es auch Skoda
2.10.2026, Foto: © Gebrauchtwagenberater.de
Skoda ruft weltweit mehr als 1,7 Millionen Fahrzeuge zurück. Eine korrosionsanfällige Schraube an der Lenkung kann im schlimmsten Fall brechen. Das Problem ist bereits von mehreren Modellen der Konzernschwestern Volkswagen und Audi bekannt.
Nach Volkswagen und Audi trifft ein großer Lenkungsrückruf nun auch Skoda. Betroffen sind der Kodiaq, Karoq, Octavia und Superb. Laut Kraftfahrt-Bundesamt, kurz KBA, kann eine Schraube an der Lenkungsverschraubung abreißen. Im schlimmsten Fall droht dadurch ein Ausfall der Lenkung.
Technisch entspricht der Skoda-Rückruf im Kern den bereits bekannten Aktionen bei VW und Audi. Auch dort kann eine korrosionsanfällige Befestigungsschraube am Lenkgetriebe brechen und dadurch die Lenkfähigkeit beeinträchtigen. Bei Volkswagen betrifft das unter anderem Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy. Audi ruft den Q3 zurück. Die jeweiligen Aktionen werden beim KBA unter den Referenznummern 17016R für Volkswagen und 17014R für Audi geführt.
Diese Skoda-Modelle sind betroffen
Der Skoda-Rückruf umfasst folgende Baureihen:
- Kodiaq I
- Karoq
- Octavia III
- Octavia IV
- Superb III
Der vom KBA genannte Produktionszeitraum reicht von November 2015 bis August 2026. Allerdings ist nicht automatisch jedes Fahrzeug aus diesem Zeitraum betroffen. Entscheidend sind die verbaute Ausführung und die Fahrzeug-Identifizierungsnummer.
Weltweit gelten 1.719.030 Skoda als potenziell betroffen. Davon entfallen 370.347 Fahrzeuge auf Deutschland. Der Rückruf wird unter der KBA-Referenznummer 17091R geführt. Der Herstellercode lautet 48LS.
Schraube wird in der Werkstatt ersetzt
In der Werkstatt wird die betroffene Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistentere Schraube ersetzt. Das entspricht ebenfalls der Abhilfemaßnahme bei den Rückrufen von Volkswagen und Audi. Halter können anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer bei Skoda oder in einem autorisierten Betrieb prüfen lassen, ob ihr Auto betroffen ist.
Quellen: KBA, ADAC







