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E-Auto-Förderung: VW nur auf Platz 8 – CSU fordert Änderungen

6.8.2026, Bild: Michael Fousert / Unsplash

Seit Mai können E-Auto-Käufer in Deutschland wieder Förderung beantragen. Doch deutsche Hersteller profitieren wenig: VW liegt nur auf Platz 8. Die CSU fordert jetzt Änderungen.

Die CSU dringt auf eine Anpassung der deutschen E-Auto-Förderung, damit heimische Hersteller stärker profitieren. Hintergrund: Seit der Wiedereinführung des Programms Mitte Mai gehen die meisten Fördergelder an ausländische Marken. CSU-Fraktionsführer Alexander Hoffmann fordert, die Förderung so zu gestalten, dass die Wertschöpfung überwiegend in Europa bleibt. Auch CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident Markus Söder unterstützt die Forderung und verweist auf eine Koalitionsvereinbarung, das Programm im Herbst zu überprüfen.

Förderung nutzt vor allem ausländischen Marken

Zahlen des Bundesumweltministeriums zeigen: Bei den bis Ende Juni bewilligten Förderanträgen führen Tesla, Skoda und Renault. Volkswagen als erster deutscher Hersteller landet nur auf Platz 8 – hinter den südkoreanischen Marken Hyundai und Kia sowie dem chinesischen Hersteller Leapmotor, der einige Modelle in Europa fertigt. Bis Mittwochmorgen waren beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle insgesamt 103.542 Anträge eingegangen. Über die Hälfte der Antragsteller hat ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 45.000 Euro.

CSU schlägt französisches Modell vor

Die CSU verweist auf Frankreich als mögliches Vorbild. Dort ist die E-Auto-Förderung an Umweltstandards geknüpft, etwa die Klimabilanz bei Herstellung und Transport von Fahrzeugen und Batterien. Das benachteiligt Hersteller aus China. Auch wenn EU-Wettbewerbsrecht es grundsätzlich verbietet, staatliche Förderung vom Herkunftsland abhängig zu machen, sieht die CSU Spielräume. Das Bundesumweltministerium führt laut eigenen Angaben bereits Gespräche mit Brüssel über mögliche Lösungen auf EU-Ebene. Grundlage dafür ist der geplante „Industrial Accelerator Act“, mit dem die europäische Industrie gegen unfairen globalen Wettbewerb gestärkt werden soll.

Söder will auch Gebrauchtwagen einbeziehen

Markus Söder schlägt vor, das Programm für Gebrauchtwagen zu öffnen, um mehr Spielraum zu schaffen und deutsche Hersteller stärker zu begünstigen. Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte bei der Einführung der Förderung im Mai noch erklärt, das Risiko sei sehr gering, dass die Prämie vor allem chinesischen E-Autos zugutekomme. Er verwies darauf, dass europäische Hersteller bei Neuzulassungen führten und Tesla in Grünheide bei Berlin produziere. Die Entscheidung sei mit Gewerkschaft IG Metall, dem Verband der Automobilindustrie und den Ministerpräsidenten abgestimmt worden.

Quellen: Tagesschau, BR, Mobiflip

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