VW ID.4 Probleme und Schwachstellen
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VW ID.4: Typische Probleme, Schwachstellen und Rückrufe

21.9.2026, Foto: Chris Black/Pexels

Der VW ID.4 wird seit 2020 gebaut und gehört mittlerweile zu den bekanntesten Elektroautos des Volkswagen-Konzerns. Technisch basiert das SUV auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten, kurz MEB. Den nutzt Volkswagen auch beim ID.3. Der Cupra Born ist dessen sportlicher Ableger, während Skoda Enyaq und Audi Q4 e-tron eng mit dem ID.4 verwandt sind.

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Bekannte Probleme beim VW ID.4

Insgesamt macht der VW ID.4 technisch einen soliden Eindruck. Ganz sorgenfrei ist er dennoch nicht: Die meisten Schwachstellen betreffen die Software, bestimmte Fahrzeuge sind außerdem von einer Batteriemaßnahme betroffen.

BaujahreProblemeEinschätzung
2020 – 2023Probleme mit der Software, RückrufePrüfen
2024RückrufePrüfen
ab 2025Keine Probleme bekanntKaufen

Probleme mit Software und Infotainment

Wie beim VW ID.3 und Cupra Born gehört die Software zu den größten Schwachstellen früher ID.4. Besitzer berichten von langsam reagierenden Menüs, Abstürzen des Infotainments, schwarzen Displays und Problemen mit der Navigation oder der Smartphone-Anbindung.

Im Netz finden sich entsprechende Erfahrungen. Ein Besitzer auf Motor-Talk berichtet von einem abgestürzten Multimediasystem, das nach einem Neustart wieder funktionierte. Bei einem anderen ID.4 fielen Displays aus, zudem zeigte das Navigationssystem zuvor wiederholt eine falsche Position an.

Viele dieser Probleme hat Volkswagen mit Updates zumindest entschärft. Ältere ID.4 laufen mit einer Software aus der 3.x-Familie, die Version 3.8.3 bringt unter anderem Verbesserungen für die Türfunktionen und das AC-Laden. Auch Fehler bei der Anzeige der Kindersicherung werden damit behoben.

Neuere ID.4 nutzen die Softwaregenerationen 4.x und 5.x. Diese Fahrzeuge haben eine modernere technische Basis. Für Modelle mit Software 4 bietet Volkswagen ein Werkstattupdate auf Version 5 an. Die Version 5.6 soll laut Hersteller unter anderem schneller reagieren und stabiler laufen. Auch die Lade- und Routenplanung wurde überarbeitet.

Ärgerlich: Ein früher ID.4 mit Software 3.x lässt sich nicht auf Version 5 bringen. Bei einem frühen ID.4 sollte dennoch eine möglichst aktuelle Version innerhalb der 3.x-Familie installiert sein. Den Softwarestand findet man im Infotainmentsystem. Zusätzlich sollte eine VW-Werkstatt anhand der Fahrgestellnummer prüfen, ob noch Updates oder Serviceaktionen offen sind.

Probleme an Vorderachse und Fahrwerk

Gelegentlich berichten Besitzer von Klapper-, Polter- oder Knackgeräuschen an der Vorderachse. Das Thema kennt man bereits vom technisch verwandten VW ID.3. Dort gelten verschlissene Koppelstangen an der Vorderachse als bekannte Ursache für Polter- und Klappergeräusche. Da beide Modelle zahlreiche Fahrwerkskomponenten teilen, liegt auch beim ID.4 häufig der Verdacht auf die Koppelstangen nahe.

Die Geräusche treten vor allem beim Überfahren von Gullideckeln, Bodenwellen oder kurzen Unebenheiten auf. Teilweise klingt es so, als würde etwas im Fahrwerk lose sein. Vereinzelt werden auch Domlager, Stabilisator-Komponenten oder andere Fahrwerksteile als Ursache diskutiert. Am häufigsten tauchen jedoch die Koppelstangen auf.

Probleme mit der Hochvoltbatterie

Grundsätzlich macht die Hochvoltbatterie des ID.4 bislang einen soliden Eindruck. Bei bestimmten Fahrzeugen können einzelne Batteriezellen allerdings eine erhöhte Selbstentladung aufweisen. Dadurch können die nutzbare Batteriekapazität und die Reichweite sinken. Möglich sind außerdem eine Warnleuchte und die Meldung, dass das Elektrosystem nicht richtig funktioniere und eine Werkstatt aufgesucht werden solle.

Volkswagen reagierte darauf mit der Serviceaktion 93P7. In deren Rahmen wird die Hochvoltbatterie geprüft. Zeigen sich Auffälligkeiten, werden die betroffenen Batteriemodule ersetzt. Ob ein konkretes Fahrzeug betroffen ist, sollte vor dem Kauf anhand der Fahrgestellnummer geprüft werden.

Ausfälle der Assistenzsysteme

Wie bei vielen modernen Fahrzeugen berichten einzelne Besitzer gelegentlich von Fehlermeldungen rund um Travel Assist, Front Assist oder die Verkehrszeichenerkennung. Im Gegensatz zu den bekannten Software- oder Fahrwerksthemen zeichnet sich beim ID.4 bislang jedoch keine klare Häufung entsprechender Defekte ab. Bei der Probefahrt sollten alle Assistenzsysteme trotzdem getestet werden.

TÜV & ADAC

Laut TÜV-Report fallen beim ID.4 vor allem Mängel an den Achsaufhängungen sowie an der Fußbremse auf. In der ADAC-Pannenstatistik liegt der ID.4 im tiefgrünen Bereich.

Rückrufe

Der VW ID.4 wurde bereits einige Male zurückgerufen:

  • Laut dem KBA kann Ladegut aufgrund eines fehlerhaft befestigten Gepäcknetzes in den Fahrzeuginnenraum gelangen und Insassen gefährden. Betroffen sind die Baujahre 2020 und 2021.
  • Bei bestimmten Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum 17. Februar 2022 bis 23. August 2024 besteht Brandgefahr aufgrund fehlerhafter Batteriemodule.
  • Eine fehlerhafte Verschraubung zwischen Sitzlehne und Sitzwanne kann zu einem unzureichenden Rückhalt der Sitzlehne führen. Betroffen sind Modelle, die vom 22. Februar 2022 bis 19. März 2024 hergestellt wurden.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren.

Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Der VW ID.4 ist seit ein paar Jahren auf dem Markt, womit die Auswahl an Gebrauchten merklich gewachsen ist. Die günstigsten Exemplare starten bei rund 18.000 Euro, sind dann aber oft schlechter ausgestattet und haben nur die kleine Batterie an Bord. Für ein jüngeres Modell mit wenigen Kilometern, guter Ausstattung und großer Batterie werden mindestens 24.000 Euro fällig.

Fazit

Der VW ID.4 macht eine gute Figur: Das Platzangebot ist großzügig, die Reichweite alltagstauglich und gravierende Probleme mit dem Elektromotor sind bislang nicht bekannt.

Die meisten Schwachstellen betreffen die Software. Vor allem frühe Fahrzeuge mit alter Software leiden unter Abstürzen des Infotainments, fehlerhaften Anzeigen und verschiedenen Elektronikmacken.

Daneben lohnt sich ein genauer Blick auf die Fahrzeughistorie. Für bestimmte Fahrzeuge existieren Batteriemaßnahmen wie 93P7, bei denen einzelne Batteriemodule überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden. Außerdem berichten Besitzer vereinzelt von Problemen mit Türfunktionen sowie von Poltergeräuschen an der Vorderachse, die häufig auf die Koppelstangen zurückzuführen sind.

Für unsere Recherche durchforsten wir das gesamte Netz, vergleichen Informationen und werten sie nach bestem Wissen und Gewissen aus. Wo möglich, lassen wir auch unsere eigenen Erfahrungen mit dem jeweiligen Modell einfließen. Sollte uns ein Fehler unterlaufen, kannst du uns gerne kontaktieren.

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