Honda stoppt Elektro-SUV
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Honda stoppt E-SUV: Jetzt setzt der Konzern voll auf Hybrid

5.8.2026, Bild: Leiada Krözjhen / Unsplash

Kehrtwende bei Honda: Der japanische Hersteller nimmt sein einziges Elektroauto in den USA vom Markt. Der Prologue SUV läuft Ende 2026 aus. Stattdessen will Honda künftig auf Hybrid-Modelle setzen. Die Strategie-Änderung kommt nicht aus heiterem Himmel.

Honda zieht die Notbremse bei der Elektromobilität. Das einzige reine E-Auto des Konzerns in den USA, der Prologue SUV, wird Ende 2026 eingestellt. Künftig setzt Honda auf Hybrid-Technologie statt auf batterie-elektrische Fahrzeuge. Diese Kurskorrektur ist die Konsequenz aus den massiven Verlusten, die Honda im vergangenen Geschäftsjahr eingefahren hat: Rund 10 Milliarden Dollar kostete die gescheiterte Elektro-Offensive in den USA. Es war der erste Nettoverlust seit dem Börsengang 1957.

Warum Honda die E-Auto-Strategie aufgibt

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Während andere Hersteller im Elektro-Geschäft wachsen, hat Honda den Anschluss verpasst. Die teure Entwicklung des Prologue und weiterer E-Modelle hat sich nicht ausgezahlt. Jetzt konzentriert sich der Konzern auf das, was besser läuft: Hybrid-Fahrzeuge. Diese Technik kombiniert Verbrenner und E-Motor und ist bei vielen Kunden beliebter als reine Elektroautos. Honda verspricht sich davon eine bessere Profitabilität im Autogeschäft.

Was bedeutet das für Honda-Kunden?

Wer auf ein breiteres E-Auto-Angebot von Honda gehofft hatte, wird enttäuscht. Der Konzern setzt stattdessen auf die Weiterentwicklung seiner Hybrid-Palette. Konkret heißt das: In den nächsten Jahren dürften vor allem neue Hybrid-Versionen bestehender Modelle kommen. Reine Elektroautos wird Honda in den USA auf absehbare Zeit nicht mehr anbieten.

China-Geschäft unter Druck

Parallel zur Elektro-Krise kämpft Honda mit massiven Absatzproblemen in China. Im ersten Quartal (April bis Juni) gingen die weltweiten Auto-Verkäufe um 6,3 Prozent auf 786.000 Einheiten zurück. Besonders hart traf es den chinesischen Markt: Dort verkaufte Honda rund 75.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr. Der Grund: Die harte Konkurrenz durch lokale Hersteller und der nationale Trend weg von Benzinern hin zu E-Autos. Ausgerechnet dort, wo Honda auf Verbrenner setzt, wollen die Kunden jetzt Elektro.

Joint Venture verlängert

Um in China nicht komplett abgehängt zu werden, hat Honda im Juli sein Joint Venture mit Guangzhou Automobile Group bis 2038 verlängert. Der lokale Partner soll helfen, im schwierigen Marktumfeld besser Fuß zu fassen. Ob das reicht, ist fraglich.

Motorräder retten die Bilanz

Immerhin: Im Motorrad-Geschäft läuft es rund. Honda steigerte den Absatz deutlich, vor allem in Indien und Brasilien. Das sorgte für bessere Zahlen in der Zweirad-Sparte und half, die Auto-Schwäche teilweise auszugleichen. Unterm Strich meldete Honda für das erste Quartal einen Gewinn von 450,9 Milliarden Yen (rund 2,5 Milliarden Euro), mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Allerdings ist dieser Sprung vor allem einem schwachen Yen geschuldet, der Auslandsgewinne in der Heimatwährung wertvoller macht.

Ausblick bleibt vorsichtig

Trotz der positiven Quartalszahlen gibt sich Honda für die zweite Jahreshälfte vorsichtig. Die unsichere Lage im Nahen Osten könnte zu höheren Rohstoffkosten führen und die weltweite Fahrzeugnachfrage dämpfen. Für Honda-Kunden heißt das: Die nächsten Monate dürften spannend werden. Welche neuen Hybrid-Modelle kommen? Und wie will Honda das China-Problem lösen? Die Antworten stehen noch aus.

Quellen: WSJ, Morningstar, Dailymail, abcnews

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