Neuzulassungen Juli: E-Autos boomen weiter, VW bleibt Marktführer
7.8.2026, Bild: Petra / Pixabay
Der deutsche Automarkt ist auch im Juli 2026 leicht gewachsen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) wurden im vergangenen Monat 268.068 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders auffällig: Elektroautos legen weiterhin kräftig zu, während Benziner und Diesel deutlich Marktanteile verlieren.
Elektroautos erreichen fast 30 Prozent Marktanteil
Den größten Wachstumsschub verzeichneten erneut reine Elektroautos. Im Juli kamen 78.609 neue batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) auf die Straßen. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Plus von 61,7 Prozent. Damit erreichten E-Autos einen Marktanteil von 29,3 Prozent und lagen deutlich vor Plug-in-Hybriden, deren Anteil bei 11,4 Prozent lag.
Zusammen mit den Plug-in-Hybriden wurden im Juli insgesamt 105.284 Hybride neu zugelassen. Der Anteil aller Hybridfahrzeuge lag damit bei 39,3 Prozent. Gleichzeitig verloren klassische Antriebe weiter an Bedeutung. Benziner kamen nur noch auf einen Marktanteil von 18,9 Prozent und lagen damit fast 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei Dieselfahrzeugen fiel der Rückgang mit minus 21,8 Prozent ebenfalls deutlich aus. Ihr Marktanteil betrug noch 11,8 Prozent.
Deutlich mehr private Käufer
Interessant ist auch der Blick auf die Käufergruppen: Während die gewerblichen Neuzulassungen um 2,4 Prozent zurückgingen, legten die privaten Zulassungen um 8,0 Prozent zu. Ihr Anteil erreichte 36,8 Prozent und deutet darauf hin, dass aktuell wieder mehr Privatkunden den Schritt zum Neuwagen wagen. Insgesamt wurden in den ersten sieben Monaten des Jahres 5,1 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
VW bleibt unangefochten an der Spitze
Mit einem Marktanteil von 17,9 Prozent bleibt Volkswagen weiterhin die stärkste Marke auf dem deutschen Markt. Allerdings mussten die Wolfsburger im Juli ein Minus von 7,6 Prozent bei den Neuzulassungen hinnehmen.
Unter den deutschen Herstellern gehörten Smart (+106,6 Prozent), Mini (+19,3 Prozent) und Mercedes (+8,0 Prozent) zu den Gewinnern des Monats. Deutliche Rückgänge verzeichneten dagegen Opel (-18,1 Prozent), Ford (-17,0 Prozent), Volkswagen (-7,6 Prozent) und Porsche (-4,5 Prozent).
BYD wächst rasant
Bei den Importmarken sorgte vor allem BYD für Aufsehen. Der chinesische Hersteller konnte seine Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um beeindruckende 365,4 Prozent steigern und erreichte inzwischen einen Marktanteil von 2,0 Prozent. Ebenfalls stark unterwegs waren Renault (+32,3 Prozent), Citroën (+23,1 Prozent), Peugeot (+22,0 Prozent), Fiat (+13,6 Prozent) und Kia (+11,4 Prozent). Die stärkste Importmarke bleibt jedoch weiterhin Skoda mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent.
SUV bleibt Liebling der Deutschen
Bei den Fahrzeugsegmenten dominieren weiterhin SUVs. Mehr als jeder dritte neu zugelassene Pkw gehörte im Juli zu diesem Segment. Mit 35,7 Prozent Marktanteil und einem Wachstum von 5,4 Prozent bauten SUVs ihre Spitzenposition weiter aus.
Auf Platz zwei landete die Kompaktklasse mit 13,8 Prozent Marktanteil, obwohl die Neuzulassungen hier um 11 Prozent zurückgingen. Kleinwagen konnten dagegen um 9,9 Prozent zulegen und kamen auf einen Anteil von 13,3 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Segment der Minis: Hier stiegen die Neuzulassungen um 25 Prozent.
Fortschritte beim CO2-Ausstoß
Mit dem steigenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge sank gleichzeitig der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der neu zugelassenen Pkw. Das KBA weist für Juli einen Durchschnittswert von 91,2 Gramm CO₂ pro Kilometer aus. Das sind 15,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Weniger Bewegung auf dem Gebrauchtwagenmarkt
Während die Neuzulassungen leicht zulegten, gingen die Halterwechsel im Juli um 4,2 Prozent auf 685.844 Fahrzeuge zurück. Damit wechselten weniger Gebrauchtwagen den Besitzer als im Vorjahresmonat. Das passt zu den zuletzt beobachteten Preisrückgängen am Gebrauchtwagenmarkt und deutet auf eine etwas verhaltenere Nachfrage im Sommergeschäft hin.
Quellen: KBA






