VW Polo 4 9N 2001-2009 Probleme und Schwachstellen
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VW Polo IV: Typische Probleme & Schwachstellen


Die 4. Generation des Volkswagen Polo (9N, 9N3) ist ein von 2001 bis 2009 produzierter Kleinwagen. Ein Facelift gab es im Frühjahr 2005. Nachfolger ist der VW Polo 6R.

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Probleme beim Benziner

Die Benzinerpalette des Polo 9N besteht aus altbackenen Saugmotoren. Zur Auswahl stehen der Dreizylinder 1.2 und die Vierzylinder 1.4, 1.4 FSI und 1.6. Einziger Direkteinspritzer ist der 1.4 FSI.

Generelle Schwachstellen

Die Zündspulen sind im Polo IV eine typische Schwachstelle. Ein Defekt kündigt sich in der Regel mit Zündaussetzern und Leistungsverlust an, im schlimmsten Fall geht der Motor während der Fahrt plötzlich aus.

Das AGR-Ventil ist häufig verstopft. Hier kann man jedoch Kosten sparen, indem man selbst Hand anlegt und das AGR-Ventil reinigt. Daneben wird die Drosselklappe schnell dreckig, wodurch es ebenfalls zu Leistungsverlust und Drehzahlschwankungen kommen kann. Auch diese kann man relativ einfach selber reinigen.

Weiterhin ist ein erhöhter Ölverbrauch nichts Ungewöhnliches für diese Baureihe. Besonders betroffen ist die 1.4-Liter-Maschine. Außerdem kann ein Klackern bei diesem Motor auf einen Kolbenkipper hindeuten.

Schwachstellen beim 1.2

Der Basis-Benziner im Polo IV mit drei Zylindern und 1,2-Liter-Hubraum ist für Probleme mit der Steuerkette bekannt. Diese kann sich längen und zu einem kapitalen Motorschaden führen. Der einfache 1.4-Liter ohne Benzin-Direkteinspritzung sowie alle Dieselmodelle haben einen Zahnriemen.

Zudem leidet der 1,2-Liter an einem eklatanten Konstruktionsfehler: Der Katalysator sitzt zu nah am Zylinderkopf, wodurch es bei Gaswegnahme passieren kann, dass die Abgase wieder zurück in den Motor gelangen und dort den Zylinderkopf und die Ventile beschädigen bzw. verbrennen. Abhilfe schafft nur ein kompletter Austausch des Zylinderkopfes samt der Ventile, was eine deftige Werkstattrechnung nach sich zieht.

Schwachstellen beim 1.4

Auch im 1.4 FSI kommt eine Steuerkette zum Einsatz, allerdings ist sie dort weniger auffällig. Bei der Besichtigung schadet es trotzdem nicht, auf rasselnde Geräusche vom Motor beim Kaltstart zu hören. 

Beim einfachen 1.4er kommt ein Zahnriemen zum Einsatz. Allerdings wurden mehrere Fälle bekannt, in denen der Motor einen Kolbenkipper erlitten hat.

Schwachstellen beim 1.6

Der 1.6er gilt als unauffällig. Allerdings ist er auch deutlich seltener vertreten als der 1.2- und 1.4-Liter.

Probleme beim Diesel

Wer sich für den Diesel interessiert, kann zwischen dem 1.4 TDI, 1.9 SDI und 1.9 TDI wählen. Beim 1.4 TDI handelt es sich um einen Dreizylinder, der 1.9 SDI ist ein Saugdiesel.

Unabhängig von der Motorisierung ist auf die typischen Diesel-Schwachpunkte zu achten, die vor allem bei hohen Laufleistungen oder extremem Kurzstreckenverkehr zum Vorschein kommen. Hierzu zählen insbesondere:

Rußbildung an den Injektoren kann vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, die in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Außerdem kann es helfen, gelegentlich besseren Kraftstoff zu tanken, der bereits reinigende Additive enthält (z.B. Aral Ultimate, Shell V-Power Diesel).

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Schwachstellen beim 1.4 TDI

Der 1.4 TDI ist ebenfalls standfest und bei guter Pflege kaum kaputt zu kriegen. Vor dem Kauf sollte aber darauf geachtet werden, welchen Kennbuchstaben der Motor hat, denn beim AMF ist es modellübergreifend zu Schäden an der Kurbelwelle gekommen (im 9N verbaut von November 2001 bis Mai 2005).

Schwachstellen beim 1.9 SDI, 1.9 TDI

Grundsätzlich handelt es sich beim 1.9 SDI und TDI um sehr haltbare Triebwerke, die nur selten Probleme bereiten. Bei hohen Laufleistungen kann es jedoch erforderlich sein, das Pumpe-Düse-System zu erneuern. Ansonsten braucht der 1,9-Liter nur regelmäßige Wartung sowie einen Zahnriemenwechsel nach spätestens 90.000 Kilometern.

Sonstige Schwachstellen

Weitere Klassiker sind nicht funktionierende Fensterheber und Schiebedächer, eine defekte Zentralverriegelung sowie festsitzende Trommelbremsen an der Hinterachse. Dazu halten die Motorlager und Getriebelager nicht besonders lange und müssen häufiger gewechselt werden. Gelegentlich macht auch das manuelle Schaltgetriebe Probleme.

TÜV & ADAC

Am Fahrwerk bereiten die Querlenker besonders oft Ärger. Ab 2008 kam im Polo 9N3 die Vorderachse des Nachfolgers zum Einsatz, womit das Problem weitestgehend beseitigt wurde. Laut dem TÜV-Report werden öfter die Leuchtmittel bemängelt.

Rückrufe

Der VW Polo IV wurde mehrmals zurückgerufen. Nachfolgend werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl von Fahrzeugen betreffen:

  • Laut dem KBA kann eine fehlerhafte Leitungsbelegung zum Auslösen der gegenüberliegenden hinteren Kopfairbags und zu einer verzögerten Auslösung führen. Betroffen sind Rechtslenker der Baujahre 2002 bis 2009.
  • Bei bestimmten verbauten Handbedienungen der Baureihe CLASSIC von Veigel GmbH & Co. KG zur Betätigung von Gas und Bremse kann es vorkommen, dass sich feine Risse an der Schweißnaht des Lagerzapfens auf der Grundplatte bilden. Im ungünstigsten Fall kann sich der Lagerzapfen lösen, was zu Fehlfunktionen bis hin zum vollständigen Ausfall der Bremsbetätigung führen kann. Betroffen sind die Baujahre 2002 bis 2005.
  • Laut dem KBA kann es wegen eines Fehlers im Gasgenerator der Frontairbags bei der Airbagauslösung zu unkontrollierter Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten kommen, die die Insassen verletzen können. Betroffen sind Polo-Modelle, die ab dem 9. September 2004 vom Band rollten.
  • Bei den Baujahren 2004 und 2005 können zu schwach ausgelegte Schrauben an der Kraftstoffpumpe brechen und dadurch ein Austreten von Diesel verursachen.
  • Etwa 4.300 Fahrzeuge von Volkswagen in Deutschland könnten bei sicherheitsrelevanten Systemen und Bauteilen vom ursprünglich bei der Auslieferung gültigen Serienstand abweichen. Betroffen sind die Baujahre ab 2005.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren.

Unser Tipp: Diesel statt Benziner

Der VW Polo IV ist ein Brot und Butter Auto und bis heute massenweise auf deutschen Straßen unterwegs. Ein pfleglicher Umgang mit dem Stadtflitzer ist daher nicht zu erwarten – brav durchgeführte Wartungsarbeiten schon gar nicht.

Bei der Besichtigung und der Probefahrt ist es deshalb wichtig, beide Augen und Ohren offen zu halten und auf Geräusche vom Fahrwerk sowie vom Motor zu achten. Die kleinen 1.2-Liter Benziner sind preisgünstig, sollten jedoch aufgrund der oben beschriebenen Steuerketten-Problematik gemieden werden.

Empfehlenswerter ist der 1.4-Liter, auch wenn dieser mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat. Wer länger etwas von seinem Auto haben will, sollte zum unverwüstlichen 1.9 TDI greifen: Bei einem halbwegs guten Umgang und einem neuen Zahnriemen hält der Diesel mit Kultstatus eine Ewigkeit.

Die Preise für einen Polo IV reichen von schlanken 100 Euro bis hin zu über 10.000 Euro – je nachdem, wie der Zustand ist und welcher Motor unter der Haube steckt. Für scheckheftgepflegte Exemplare nach dem Facelift und überschaubaren Kilometerständen werden mindestens 2.000 Euro fällig (Stand: September 2025).

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Beitragsbild: Rudolf Stricker, Public domain, via Wikimedia Commons

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