Audi A6 C8 4K Probleme und Schwachstellen
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Audi A6 C8 (4K) – Typische Probleme & Schwachstellen


Der Audi A6 C8 (interne Bezeichnung “4K”) wird seit 2018 als Stufenheck und Kombi (Avant) angeboten, 2019 folgten der S6 und RS6. Das Facelift wird im Frühjahr 2023 vorgestellt, dessen Umfang zwar noch nicht ganz bekannt ist, sich aber aller Wahrscheinlichkeit nach auf kleine kosmetische Änderungen an der Front und am Heck beschränken wird.

Bei der Typenbezeichnung geht Audi seinen eigenen Weg und verzichtet auf die Benennung des Hubraums. Mit einer zweistelligen Zahl wird nur noch der grobe Leistungsbereich angegeben, womit z.B. der 2.0 TFSI zum “45 TFSI” oder “50 TFSI e” wurde.

Bilder: © Gebrauchtwagenberater.de

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Ausblick auf den Benziner

Der C8 geht mit einer Reihe von Benzinmotoren an den Start. Im Zeichen der Zeit stehen dabei die Vierzylinder, denen nicht mehr nur die Rolle des Basisbenziners zugesprochen wird, sondern zusammen mit den PHEV-Modellen den Großteil des C8-Portfolios ausmachen. Einen V6 findet man noch im 55 TFSI und S6, der V8 bleibt nur noch dem RS6 vorbehalten.

Neu hat Audi seine Motoren nicht erfunden und setzt beim Zweiliter auf altbewährte Technik. Die Rede ist dabei vom EA888, der schon in den beiden Vorgängern seinen Dienst verrichtete und 2021 bereits zum vierten Mal überarbeitet wurde – ausgereift ist das Triebwerk also allemal. Was den V6 anbelangt (Baureihe EA839), so entledigte sich dieser der Probleme seines Vorgängers (EA387) und ist bis dato nicht unangenehm aufgefallen. Selbiges gilt auch für den V8 (EA825), den sich der RS6 mit Exoten wie dem Lamborghini Urus und dem Porsche Panamera teilt.

Ausblick auf den Diesel

Bild: Damian B Oh, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Beim Diesel wird die Auswahl etwas übersichtlicher. Zwei Vierzylinder- und drei V6-Modelle stehen in unterschiedlichen Leistungsstufen zur Verfügung, die Kirsche auf der Torte ist der 344 PS starke S6 TDI.

Bei den Brot-und-Butter-Motorisierungen überlässt Audi nichts dem Zufall und setzt auf maximale Haltbarkeit: Die Vierzylinder-Baureihe EA288 Evo ist eine konsequente Weiterentwicklung des schon sehr zuverlässigen EA288, lässt jedoch in puncto Diesel-Abgasskandal keine Fragen mehr offen. Doch auch über die Motorenfamilie EA897, zu der die gesamte V6-Palette zählt, lässt sich bislang nur positives berichten. Sorgten früher defekte Nockenwellen und Ölpumpen noch für teure Werkstattaufenthalte, ist von derartigen Problemen bislang nichts zu hören. Was zu Beginn jedoch öfter die Runde machte, war eine eklatante Anfahrschwäche des 50 TDI und S6, die jedoch dank eines Software-Updates beseitigt werden konnte.

Das weder die Zwei- noch die Dreiliter-Aggregate vor den typischen Diesel-Schwachsstellen gefeit sind, sollte klar sein. Vor allem bei hohen Laufleistungen ist immer damit zu rechnen, für den Austausch der Injektoren oder des Zweimassenschwungrads in die Tasche greifen zu müssen. Ist mit dem Steuerkettentrieb des V6-Motors etwas nicht in Ordnung, können für die Reparatur sogar mehrere tausend Euro fällig werden – wehe dem, der dann keine Garantieverlängerung in Anspruch genommen hat.

Sonstige Schwachstellen

Seit dem Marktstart des A6 C8 sind eine Reihe an Problemen bekannt geworden, die in erster Linie die Elektronik betreffen. So ist beispielsweise der adaptive Fahrassistent (ACC) einer der Kandidaten, die regelmäßig ausfallen und mit der Meldung “nicht verfügbar” im Kombiinstrument für Frust am Steuer sorgen. Abstürze des MMI-Infotainment-Systems sowie die Löschung der Favoriten kommen ebenfalls häufiger vor. 

Unterdessen werden einige Besitzer wegen eines übersensiblen Notbremsassistenten unfreiwillig ausgebremst – gerne auch mal auf der Autobahn. Vermeldet werden außerdem knisternde oder knarzende Panoramadächer bei Modellen aus dem Baujahr 2018 (hierfür gab es einen Rückruf). 

Stinken kann es im A6 C8 übrigens auch, bzw. handelt es sich um einen modrigen Geruch, der durch Wassereintritt über einen undichten Radkasten entsteht. Im Rahmen der Serviceaktion (TPI) 2032570/2 wird das Problem zwar behoben, bei der Besichtigung des Fahrzeugs ist es aber trotzdem ratsam, den Fußraum auf Feuchtigkeit zu überprüfen.

Rückrufe

Der Audi A6 C8 wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufe aufgelistet, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:

  • Bei A6-Modellen mit Panoramadach aus dem Baujahr 2018 kann es passieren, dass wegen einer möglichen Verunreinigung der Klebefläche bei der Fertigung des Panoramadaches es zu Windgeräuschen, Undichtigkeiten oder sogar zum Ablösen des Panoramadaches kommen kann.
  • Bei Modellen aus dem Baujahr 2018 kann es aufgrund von Undichtigkeiten am Kraftstoffverteiler zu Kraftstoffaustritt kommen.
  • Ein defekter Sperrbolzen kann zum Verlust des angehängten Fahrzeugs führen. Betroffen ist das Baujahr 2018. Im Rahmen des Werkstattaufenthaltes wird die Anhängevorrichtung geprüft und ggf. ausgetauscht.
  • Aufgrund von möglichem Feuchtigkeitseintritt in dem Riemenstartergenerator kann es unter Umständen zur Überhitzung kommen. Betroffen sind A6-Modelle, die bis einschließlich 2020 vom Band gelaufen sind.
  • Laut dem KBA kann es wegen einer fehlerhaften Fertigung der Instrumententafel zu einer eingeschränkten Funktion des Beifahrerairbags kommen. Betroffen sind Modelle bis einschließlich Baujahr 2020. Im Rahmen des Werkstattaufenthaltes wird eine Überprüfung und ggf. eine Nacharbeit der Instrumententafel erforderlich.
  • Bei Modellen aus dem Produktionszeitraum April 2018 bis Mai 2021 kann es zu Problemen mit der Tankanzeige kommen. Grund hierfür ist ein zu geringer Abstand des Füllstandgebers für den Tankfüllzustand zur Entlüftungsleitung.
  • Laut dem KBA kann es aufgrund von Spannungsrisskorrosion zu einem erhöhten Spiel zwischen Achslenker und Radträger kommen, wodurch das Fahrverhalten eingeschränkt ist. Betroffen sind die Baujahre 2019 bis 2021.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Bild: Alexander Migl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Preislich geht es für den Audi A6 C8 in den Gebrauchtwagenbörsen bei rund 20.000 Euro los. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Dieselmodelle, von denen der überwiegende Anteil mit dem Allradantrieb “Quattro” ausgestattet ist.

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Beitragsbild: Pesakrompir auf Pixabay

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