Chevrolet Captiva – Typische Probleme & Schwachstellen
Der Chevrolet Captiva ist ein Kompakt-SUV, welcher in Europa von 2006 bis Ende 2015 verkauft wurde. Im Rahmen des Facelifts 2011 wurden umfangreiche Änderungen an der Karosserie und im Innenraum vorgenommen.

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Probleme beim Benziner
Die Benzinerpalette des Captiva besteht aus dem Vierzylinder-Modell 2.4 (136, 167 PS) sowie den V6-Modellen 3.0 (258 PS) und 3.2 (230 PS).
Der 2,4-Liter ist relativ träge und vor allem kein Vebrauchswunder, macht aber dafür nur selten Probleme. Wer jetzt darüber nachdenkt, den Benziner mit einer LPG-Anlage auszurüsten, sollte lieber von dieser Idee Abstand nehmen: Weder der Vier- noch der Sechszylinder können Gas ab und unterliegen nach Einbau relativ schnell einem Motorschaden. Daher muss schon zum Diesel gegriffen werden, um kraftstoffsparend unterwegs zu sein.
Beim Dreiliter-V6 (sowohl der 3.0 als auch 3.2) gilt die Steuerkette als typische Schwachstelle, die sich vorzeitig längen kann und dadurch einen kapitalen Motorschaden verursacht. Sollten beim (Kalt-)Start des Motors rasselnde bzw. klackernde Geräusche zu hören sein, könnte die Steuerkette womöglich schon gelängt sein.
Probleme beim Diesel
Mit den Modellen 2.0 D (150 PS) und 2.2 D (163, 184 PS) stehen auch zwei Diesel zur Auswahl. Die Motoren wurden von VM Motori entwickelt und sind grundsätzlich für ihre hohe Langlebigkeit bekannt.
Dennoch musste der ADAC feststellen, dass nicht wenige Captiva mit Dieselmotor einem Motorschaden unterlagen, allen voran die Baujahre 2011 und 2012. Bei hohen Laufleistungen sollten zudem die typischen Diesel-Schwachstellen beachtet werden, hierzu gehören insbesondere:
Rußbildung an den Injektoren kann vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, die in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Außerdem kann es helfen, gelegentlich besseren Kraftstoff zu tanken, der bereits reinigende Additive enthält (z.B. Aral Ultimate, Shell V-Power Diesel).
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Sonstige Schwachstellen
- Rostende Heckklappen
- Schlechte Verarbeitungsqualität
- Defekte Anlasser
TÜV & ADAC
In der Hauptuntersuchung werden öfter die Fahrwerksfedern, Stoßdämpfer, Antriebswellen und Aufhängungen moniert. Auch die Lenk-, Leucht- und Bremsanlage sorgt regelmäßig für Ärger beim TÜV. Laut dem ADAC sollen abgesehen von den Motorschäden beim Diesel auch noch die Injektoren frühzeitig den Geist aufgegeben haben.
Rückrufe
Der Chevrolet Captiva wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen. Über die Rückrufaktionen kann man sich auch beim KBA oder ADAC im Detail informieren:
- Laut dem KBA können sich nicht der Spezifikation entsprechende Stahlfelgen vom Fahrzeug lösen. Betroffen sind die Baujahre 2006 und 2007.
- Bei Modellen aus dem Produktionszeitraum März bis September 2006 könnte womöglich ein Sicherungsclip am Bremspedal fehlen.
- Bei Modellen, die 2007 vom Band gelaufen sind, kann es zum Ausfall des Hauptbremszylinders kommen. Grund hierfür ist eine Fehlmontage der Druckstange.
- Bei Captiva-Modellen der Baujahre 2007 bis 2010 kann durch eine falsche Bremsflüssigkeit ein Ventil im ABS-Modul festklemmen.
- Wegen Problemen mit der Elektrik kann es zu einem ungewollten Motorstart und einem Wegrollen des Fahrzeugs kommen. Betroffen sind die Baujahre 2007 bis 2010.
- Laut dem KBA kann sich die Abdeckung des Unterbodens während der Regenerationsphase entzünden und zum Fahrzeugbrand führen. Betroffen sind die Baujahre 2010 bis 2015.
Unser Tipp: Captiva nur mit frischer Plakette
Der Chevrolet Captiva macht gerne Probleme beim TÜV, weshalb dieser nicht ohne frische Plakette angeschafft werden sollte. Preislich geht es in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 3.000 bis 4.000 Euro los, Modelle nach dem Facelift fangen bei etwa 6.000 Euro an. Bei den meisten verfügbaren Fahrzeugen handelt es sich um Diesel.
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Beitragsbild: M 93, Public domain, via Wikimedia Commons







