Mazda 6 I: Bekannte Probleme und Schwachstellen
Der Mazda 6 ist eine Limousine aus dem Segment der Mittelklasse und basiert größtenteils auf dem Ford Mondeo. Die erste Generation (GG) wurde von 2002 bis 2008 produziert, im Juni 2005 gab es ein Facelift. Nachfolger ist der Mazda 6 II.

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Probleme beim Benziner
Für den Mazda 6 I wurden vier verschiedene Benziner angeboten. Der 1.8 MZR nimmt dabei die Rolle der Basismotorisierung ein und wird mit seinen schwachen Fahrleistungen (120 PS) dieser auch gerecht. Empfehlenswerter ist der 2.0 MZR mit 141 PS (Vor-Facelift) bzw. 147 PS (Facelift), der sich in Sachen Verbrauch praktisch kaum zum 1.8-Liter unterscheidet. Zuverlässig sind beide Triebwerke jedoch allemal.
Etwas achtsamer sollte man beim 2.3 MZR sein, der einen relativ hohen Ölverbrauch aufweist (ca. ein Liter auf 2.000 km) und für Pleuellagerschäden bekannt ist. Zudem genehmigt sich der 2.3 MZR rund zehn Liter Sprit auf hundert Kilometer und ist somit nichts für verbrauchsorientierte Fahrer.
Im allradgetriebenen Top-Modell MPS kommt ebenfalls die (turboaufgeladene) 2,3-Liter-Maschine zum Einsatz. Größte Schwachstelle ist hier die Halterung des Differentials, die gerne abbricht. Vor dem Kauf sollte darauf geachtet werden, ob bereits eine verstärkte Halterung verbaut wurde.
Probleme beim Diesel
Der Zweliter-Diesel mit 121 PS, 136 PS oder 143 PS ist grundsätzlich nicht schlecht. Was der 2.0 MZR-CD jedoch überhaupt nicht verträgt, sind Kurzstrecken, minderwertiges Öl sowie späte Ölwechsel. In Kombination verursacht dies nicht selten Probleme mit der Hochdruckpumpe und den Flammschutzdichtungen, außerdem gibt die Ölpumpe oft den Geist auf und das Ölsieb neigt zum Verstopfen.
Häufige Kurzstrecken führen außerdem oft zum Verstopfen des Dieselpartikelfilters (DPF). Für die erfolgreiche Regeneration des DPF müssen längere Strecken gefahren werden, was im Stadtbetrieb nur selten vorkommt. Das Abstellen des Motors führt anschließend dazu, dass die Regenerationsphase abgebrochen wird und der unverbrannte Kraftstoff im Brennraum sich mit dem Motor-Öl vermischt. Die mangelnde Regeneration des DPF war außerdem Gegenstand eines Rückrufs (siehe unten).
Die Folge hiervon ist eine schleichende Ölverdünnung und ein sich dadurch anbahnender Motorschaden. Ob die Regenerationsphase begonnen hat, lässt sich nur indirekt anhand eines plötzlich gestiegenen Momentverbrauchs feststellen.
Unabhängig vom Motor ist auf die typischen Diesel-Schwachpunkte zu achten, die vor allem bei hohen Laufleistungen oder viel Kurzstreckenverkehr zum Vorschein kommen. Hierzu zählen insbesondere:
Rußbildung an den Injektoren kann vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, die in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Außerdem kann es helfen, gelegentlich besseren Kraftstoff zu tanken, der bereits reinigende Additive enthält (z.B. Aral Ultimate, Shell V-Power Diesel).
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Das Problem mit dem Rost
Ein Mazda 6 der ersten Generation wird vermutlich häufiger beim Karosserieinstandsetzer zwecks Rostbeseitigung auf dem Hof stehen. Vom Rostbefall sind vor allem Modelle bis Ende 2006 betroffen, aber auch die Facelift-Modelle bleiben hiervon nicht gänzlich verschont.
Bei der Besichtigung sollte auf die Türen, Seitenschweller und Radhäuser geguckt werden. Auch die Motorhaube sowie die Heckklappe können von Rost heimgesucht werden, vom Unterboden ganz zu schweigen. Um länger etwas vom Auto zu haben, ist es ratsam, nach dem Kauf den Unterboden zu konservieren und die Hohlräume zu versiegeln.
Sonstige Schwachstellen
- Die vorderen Radlager gehören beim Mazda 6 I zu den verschleißfreudigeren Bauteilen, außerdem schlagen die Querlenker an der Vorderachse öfter aus.
- Die Heckleuchten werden gerne undicht.
- Die Stellmotoren der Scheinwerfer erleiden öfter einen Defekt.
- Beim Liftback geben die Gasfedern an der Heckklappe aufgrund des hohen Gewichts vorzeitig den Geist auf.
- Der Kombi hat gelegentlich mit kaputten Laderaumabdeckungen zu tun.
Rückrufe
Der Mazda 6 I wurde mehrmals zurückgerufen. Nachfolgend werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl von Fahrzeugen betreffen:
- Laut dem KBA kann ein Fehler im Gasgenerator des Beifahrerairbags bei Auslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten führen, die die Insassen verletzen können. Betroffen sind die Baujahre 2002 bis 2005.
- Wegen einem fehlerhaften Hitzeschutzschild besteht die Möglichkeit, dass es zur Verformung des Kraftstofftanks und zum Kraftstoffaustritt kommt. Betroffen sind die Baujahre 2002 bis 2004.
- Aufgrund einer fehlerhaften Injektordichtung kann es zum Ölaustritt am Zylinderkopfdeckel kommen. Betroffen sind nur Fahrzeuge mit Dieselmotor, die 2003 vom Band gelaufen sind.
- Dem KBA zufolge führt eine mangelnde Regeneration des Dieselpartikelfilters zu einem ansteigenden Motorölstand und zu ungewolltem Hochdrehen des Motors. Betroffen sind Baujahre ab 2005.
- Wieder ein Rückruf für den Diesel (Baujahr 2005): Aufgrund unzureichend bearbeiteter Nockenwellen-Sensorscheiben können falsche Nockenwellensignale verursacht werden, die zum Motorstillstand führen.
Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren, dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.
Unser Tipp: Benziner statt Diesel
Hinsichtlich der Zuverlässigkeit machen die Benzinmodelle die beste Figur. Soll ein Diesel angeschafft werden, muss unbedingt das Fahrprofil stimmen, denn der 2.0 MZR-CD ist gegenüber Kurzstrecken besonders empfindlich. Modelle ab dem Facelift haben weniger mit Rost zu kämpfen und sind auch sonst von einem Großteil der Kinderkrankheiten befreit.
Die Preise für einen gebrauchten Mazda 6 I fangen in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 500 bis 1.000 Euro an. Gut erhaltene Nicht-MPS-Exemplare kosten bis zu 7.000 Euro (Stand: August 2025).
- Passgenau für Mazda 6 I GG-GY (2002-2008)
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Beitragsbild: Steffs88, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons







