Mercedes SLK R171 2004-2011 Probleme und Schwachstellen
Mercedes-BenzMittelklasse

Mercedes SLK R171 – Typische Probleme & Schwachstellen


Der Mercedes-Benz SLK R171 ist ein von 2004 bis 2011 hergestelltes Cabriolet (bzw. Roadster), welches sich im Daimler-Portfolio unter dem SL positioniert. Ende 2007 erfolgte eine Modellpflege, in dessen Rahmen die Karosserie sportlicher gezeichnet und der neue ‘Sport-Motor’ eingeführt wurde.

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Probleme beim Benziner

Die Motorenpalette des R171 besteht aus dem Vierzylinder SLK 200 Kompressor (163, 184 PS); den V6-Modellen SLK 280 (231 PS), SLK 300 (231 PS), SLK 350 (272 PS), SLK Sportmotor (305 PS) sowie den V8-Modellen SLK 55 AMG (360 PS) und Black Series (400 PS). Ein Diesel wurde nicht angeboten.

Schwachstellen beim R4

Beim Basis-Benziner SLK 200 Kompressor handelt es sich um das Triebwerk der Baureihe M271, welches modellübergreifend für massive Probleme mit der Steuerkette bekannt ist. Sollten beim (Kalt-)Start des Motors oder Lastwechsel schlagende bzw. klappernde Geräusche auftreten, ist die Steuerkette womöglich schon gelängt und könnte überspringen, was in der Regel einen kapitalen Motorschaden zur Folge hat.

Weiterhin können die Magnetschalter der Nockenwellenversteller über die Jahre undicht werden. Durch den Kapillareffekt saugt sich anschließend der Kabelbaum mit Öl voll, das bis zum Motorsteuergerät vordringt und dort schlimmstenfalls einen Schaden anrichtet.

Tipp: Zwar muss es nicht zwangsläufig zur Schädigung des Motorsteuergeräts kommen, allerdings erhöht sich das Risiko mit jedem zusätzlichen Tropfen Öl. Die Schwachstelle lässt sich jedoch mit einem sog. Öl-Stopp-Kabel beheben, welches für kleines Geld zu kaufen und schnell eingebaut ist (Teilenummer: A2711502733).

Öl-Stopp-Kabel für den M271
  • 2Pcs Adapterkabel Leitungssatz Nockenwellenmagnet Für Mercedes W203 OM271
  • OEM Teilnummer: 2711502733; A2711502733 mit 2pin.

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Schwachstellen beim V6

In den V6-Modellen wurden Motoren der Baureihe M272 verbaut. Hier kommt es besonders bei älteren Exemplaren (bis ca. Ende 2006) zu Problemen mit dem Kettenrad der Ausgleichswelle, welche aufgrund einer Materialschwäche sich vorzeitig abnutzt und eine aufwändige und kostspielige Reparatur nach sich zieht. Auch das Schaltsaugrohr bereitet früher oder später Ärger.

Schwachstellen beim V8

Der 5,5-Liter V8 M113 gilt gemeinhin als absolut unproblematisch und kann bei guter Pflege mehrere Hunderttausend Kilometer abspulen.

Probleme mit dem Automatikgetriebe

Für den SLK wurde sowohl die 5G- als auch die 7G-Tronic-Automatik angeboten. Bei der  5G-Tronic ist der Stecker am Steuergerät eine typische Schwachstelle, der sich über die Jahre mit Öl vollsaugt und damit einen Defekt des Steuergeräts herbeiführen kann.

Bei der 7G-Tronic hingegen kann es zu Problemen mit der elektrohydraulischen Steuereinheit (EHS) kommen: Hier kann der Drehzahlsensor Ärger bereiten, was dazu führt, dass das Getriebe im bereits eingelegten Gang stecken bleibt. Kurzfristige Abhilfe schafft in der Regel das erneute Starten des Fahrzeugs, langfristig wird aber nur ein Austausch der Steuereinheit für Ruhe sorgen können.

Generell gehören aber sowohl die 5G- als auch die 7G-Tronic zu den standfesteren Getrieben aus dem Hause Daimler. Damit das auch so bleibt, sollte jedoch alle 50.000 bis 60.000 Kilometer eine Getriebespülung durchgeführt werden.

Rost

Rost ist kein fremdes Thema für den R171, wenn auch ein deutlich kleineres als beim W203. Eine typische Stelle, an der es gerne zu blühen anfängt, ist die Heckklappe bzw. unter der Dichtung. Deutlich schwerwiegender ist allerdings die Tatsache, dass die Hinterachse der älteren Exemplare dazu neigt, komplett durchzurosten. 

Da es sich nicht um Einzelschiksale handelt und das Problem dem Hersteller wohlbekannt ist, kann man selbst bis heute einen Kulanzantrag stellen, der in der Regel auch durchgewunken und die Hinterachse vollständig auf Kosten von Mercedes-Benz gewechselt wird.

TÜV & ADAC

Beim TÜV fallen die Achsaufhängungen negativ auf, auch die Stoßdämpfer sorgen manchmal für Probleme. Als Pannenschwerpunkt ermittelte der ADAC die Autobatterie.

Rückrufe

Laut dem KBA kann es wegen eines Fehlers im Gasgenerator bei Airbagauslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten kommen, was die Insassen verletzen könnte. Betroffen sind die Baujahre 2005 bis 2008. Im Rahmen des mit Rückruf verbundenen Werkstattaufenthaltes wird die Airbag-Einheit getauscht.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: V6 nach dem Facelift

Der Vierzylinder sollte, sofern es sich nicht um ein wirklich gutes Angebot handelt, gleich übersprungen und zum V6 gegriffen werden. Wer sich für einen älteren R171 interessiert, ist außerdem gut damit beraten, in Erfahrung zu bringen, ob die Hinterachse bereits ausgewechselt wurde. Preislich geht es für den Roadster bei rund 7.000 Euro los.

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Beitragsbild: Ralph Klein auf Pixabay

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