Ford Kuga MK3 2019-2026 Probleme und Schwachstellen
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Ford Kuga MK3: Was taugt das Kompakt-SUV als Gebrauchter?


Die dritte Generation des Ford Kuga wird seit 2019 hergestellt. Im SUV-Portfolio der Kölner positioniert er sich an der Spitze über dem Puma. Ein Facelift erfolgte 2024, das neben neuer Kosmetik auch ein neues Infotainment-Display mitgebracht hat. Vorgänger ist der Kuga MK2.

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Probleme beim Benziner

Für den Ford Kuga MK3 werden zwei Benziner angeboten. Das Einstiegsmodell 1.5 EcoBoost ist ein Dreizylinder mit 120, 150 oder – seit Juni 2024 –  mit 184 PS. Den größeren 2.5 Duratec gibt es als FHEV (Mildhybrid) und PHEV (Plug-in-Hybrid).

Schwachstellen beim 1.5 EcoBoost

Im Vorgänger hatte der 1.5 EcoBoost – damals noch als Vierzylinder – mit Kühlmittelverlust zu kämpfen, der durch einen Haarriss im Motorblock verursacht wurde. Mittlerweile wird jedoch ein ganz anderer Motor verbaut, der sich mit seinem Vorgänger nur noch den Namen teilt. 

Allerdings hat auch dieser einen zweifelhaften Ruf: In älteren Ford-Modellen, wie zum Beispiel dem Focus MK3, ist der Dreizylinder wegen Motorschäden in Verruf geraten. Grund hierfür war der Zahnriemen, der in einem Ölbad schwamm und sich wegen falscher Ölspezifikationen oder stark überzogenen Ölwechselintervallen auflöste. Die im Kuga MK4 eingesetzten EcoBoost-Varianten sind hiervon deutlich weniger betroffen, da nur noch Steuerketten verbaut werden. Ein Zahnriemen kommt nach wie vor zum Einsatz, allerdings treibt dieser nur noch die Ölpumpe an. Da dieser aber wieder in Öl schwimmt, bleibt es nach wie vor wichtig, das richtige Öl zu benutzen und die Wechselintervalle einzuhalten.

Darüber hinaus ist der 1.5 EcoBoost von einem Rückruf betroffen. So besteht laut KBA die Gefahr, dass bei Fahrzeugen aus dem Produktionszeitraum 19. November 2018 bis 28. Mai 2024 das Einspritzventil Risse bildet und dadurch Kraftstoff austritt. Dieser kann sich an der Oberseite des Motors sammeln und schlimmstenfalls ein Feuer auslösen.

Durch die Benzin-Direkteinspritzung werden die Motoren mit verkokten Einspritzdüsen zu kämpfen haben. Um die hieraus resultierenden Probleme (Leistungsverlust, höherer Verbrauch, etc.) zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Darüber hinaus kann es nicht schaden, hin und wieder Premium-Kraftstoff zu tanken, der die reinigenden Additive bereits enthält.

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Schwachstellen beim 2.5 Duratec

Der 2.5 Duratec kommt sowohl im FHEV als auch im PHEV zum Einsatz. Was die Zuverlässigkeit anbelangt, wird der 2,5-Liter sowohl in deutschen als auch in amerikanischen Foren (baugleicher Ford Escape) für seine Standfestigkeit gelobt.

Bild: © Gebrauchtwagenberater.de

Trotz aller guten Worte: Auch der 2.5 Duretec musste mehrere Rückrufe über sich ergehen lassen. Beim PHEV der Baujahre 2019 bis 2023 kann es Probleme mit der Hochvolt-Batterie geben, die zu einem Kurzschluss führen und schlimmstenfalls einen Brand verursachen. Laut Hersteller sollten betroffene Halter den Auto-EV-Modus nutzen, bis das nötige Software-Update installiert wird.

Darüber hinaus wurden sowohl MHEV- und PHEV-Modelle der Baujahre 2013 bis 2023 wegen einem möglichen Bruch der Motorölwanne zurückgerufen. Und: Aufgrund einer fehlerhaften Software kann es laut KBA passieren, dass das Fahrzeug in den Leerlauf schaltet und ausrollt. Betroffen sind Modelle aus dem Produktionszeitraum 14. August 2019 bis 23. Januar 2023.

Probleme beim Diesel

Für den Ford Kuga MK4 wurden zwei Diesel angeboten. Der kleine 1.5 EcoBlue wurde Ende 2022 eingestellt, während der 2.0 EcoBlue erst zum Facelift aus dem Programm genommen wurde.

Die Achillesferse aller modernen Selbstzünder von Ford ist der Dieselpartikelfilter (DPF). Nach Einschätzung des ADAC liegt das Problem in einer zu hohen Temperatur beim Freibrennen des Filters, die sich auf die Leistungsfähigkeit auswirkt und schlimmstenfalls Schäden verursacht. Bei der Abgasuntersuchung kann das dazu führen, dass die zulässige Partikelkonzentration überschritten wird. Dadurch wird die Hauptuntersuchung nicht bestanden und die Plakette verwehrt. Laut KBA sind vor allem Exemplare betroffen, die bis zum 19. Januar 2023 vom Band gelaufen sind.

Abhilfe verspricht ein Software-Update, das Ford im Rahmen einer Rückrufmaßnahme installiert. Zahlreiche Halter hatten den Partikelfilter allerdings bereits auf eigene Kosten austauschen lassen. Ob der Hersteller sich in solchen Fällen kulant zeigt und die Kosten übernimmt, wird individuell geprüft.

Unabhängig von der Motorisierung sollten die bekannten Schwachstellen von Dieselmotoren im Blick behalten werden, die sich insbesondere bei hoher Laufleistung oder überwiegendem Kurzstreckenbetrieb bemerkbar machen. Hierzu zählen insbesondere:

TÜV & ADAC

Dem TÜV-Bericht zufolge werden die Achsaufhängungen und Blinker (bzw. Warnblinker) öfter beanstandet. Auch die Bremsscheiben sorgen beim Prüfer für Kopfschütteln. Ebenfalls ärgerlich: mangelhafte Abgasanlagen und Ölverlust.

In der ADAC-Pannenstatistik sieht es teilweise richtig schlecht aus. Während die Zulassungsjahre 2019 und 2022 noch durchschnittlich abschneiden, landen 2021er im roten Bereich.

Rückrufe

Der Ford Kuga MK3 wurde häufiger zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl von Fahrzeugen betreffen:

  • Brandgefahr beim 1.5 EcoBoost (siehe oben).
  • Brandgefahr beim 2.5 Duratec (siehe oben).
  • Rückruf wegen fehlerhafter Dieselpartikelfilter (siehe oben).
  • Rückruf wegen einem möglichen Bruch der Ölwanne beim 2.5 Duratec (siehe oben).
  • Fehlerhafte Software führt dazu, dass das Fahrzeug in den Leerlauf schaltet und ausrollt (siehe oben).
  • Gerissene Kraftstoffeinspritzdüse beim 1.5 EcoBoost (siehe oben).
  • Laut dem KBA kann es passieren, dass das Bild der Rückfahrkamera einfriert und ggf. Objekte nicht angezeigt werden. Betroffen sind Kuga-Modelle aus dem Produktionszeitraum 8. Januar 2020 bis 14. April 2025. Abhilfe schafft ein Update des Infotainmentsystems “SYNC4”.
  • Ein sich lösender Zapfen im Lenkgetriebe kann bewirken, dass das Lenkrad nach einer Kurvenfahrt nicht selbstständig in die Ausgangsposition zurückgeht. Im Extremfall kann sich der Zapfen vollständig lösen, wodurch sich die Ritzelwelle vom Zahnstangengehäuse trennt und zum Lenkungsverlust führt. Betroffen sind Kuga-Modelle aus 2021.

Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren, dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: Junger 2.5 Duratec

Der Ford Kuga MK3 ist insgesamt ein modernes und gelungenes SUV, das mit dem Facelift 2024 nochmals aufgewertet wurde. Der große 2.5 Duratec gilt grundsätzlich als robust, und auch der 1.5 EcoBoost zeigt sich in der neuesten Ausführung von seiner besten Seite. Dennoch bleibt die Mängelbilanz durchwachsen: Beim TÜV fallen unter anderem die Achsaufhängungen und Bremsen negativ auf, zudem zeigen in in der ADAC-Pannenstatistik einzelne Zulassungsjahre deutliche Schwächen.

Die größte Baustelle ist jedoch der Hybridantrieb – insbesondere beim Plug-in-Hybrid. Hier sorgten Probleme mit der Hochvolt-Batterie, Brandgefahr und Softwarefehler für Unsicherheit. Auch die Dieselvarianten kämpfen mit DPF-Problemen. Unterm Strich ist der Kuga MK3 ein attraktives SUV mit solidem Grundkonzept, das jedoch – vor allem als Hybrid – nicht frei von teils gravierenden Kinderkrankheiten ist.

Ein Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt zeigt: Der Ford Kuga MK3 ist inzwischen zu vergleichsweise attraktiven Preisen zu haben. Die günstigsten Exemplare starten bei rund 13.000 Euro, meist mit höherer Laufleistung oder einfacher Ausstattung. Wer Wert auf ein scheckheftgepflegtes Fahrzeug legt, sollte mindestens 15.000 Euro einplanen. Für jüngere Baujahre, Hybridvarianten oder gut ausgestattete Modelle kann der Preis entsprechend deutlich darüber liegen (Stand: Februar 2026).

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Beitragsbild: © Gebrauchtwagenberater.de

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