Honda Accord 8. Generation 2008-2015 Probleme und Schwachstellen
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Honda Accord 8 – Bekannte Probleme & Schwachstellen


Der Honda Accord 8 (CU/CW) ist eine von 2008 bis 2015 hergestellte Limousine aus dem Segment der Mittelklasse. Neben dem klassischen Stufenheck (CU) wurde auch ein Kombi unter der Bezeichnung „Tourer“ (CW) sowie ein Coupé angeboten. Aufgrund schlechter Verkaufszahlen wurde für den europäischen Markt kein Nachfolger bestimmt, in Nordamerika und Asien läuft der Accord jedoch weiterhin vom Band.

2011 wurden im Rahmen des Facelifts kosmetische Änderungen an der Front vorgenommen, die sich fortan mit schärferen Scheinwerfern und einem neuen Kühlergrill moderner präsentierte. Neue Materialien sorgten für eine bessere Innenraumanmutung, außerdem wurde der Lärmpegel reduziert. Hinzugekommen ist auch eine neue Variante des 2,2-Liter-Dieselmotors.

Hinsichtlich der Ausstattung wurde ordentlich geklotzt: Sechs Ausstattungslinien sind für die achte Accord-Generation erhältlich, darunter die Top-Variante „Executive“, in der Ledersitze – wahlweise in beige – zur Serienausstattung gehören. Die Basis hat grundsätzlich alles Nötige mit an Bord, lediglich die Parksensoren werden schmerzlich vermisst.

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Probleme beim Benziner

Bild: Hatsukari715, Public domain, via Wikimedia Commons

Das Benziner-Portfolio beinhaltet zwei Motoren mit 156 (2.0 i-VTEC) oder 201 PS (2.4 i-VTEC). Beide Triebwerke haben die variable Nockenwellenverstellung i-VTEC verbaut bekommen, wodurch der Verbrauch gesenkt wird, ohne dabei auf Leistung zu verzichten. In der Praxis kann aber von Spritsparen keine Rede sein, schluckt der „kleine“ Zweiliter immerhin über acht Liter – das kann die Konkurrenz aus Europa besser.

Noch schlechter sieht es beim 2,4-Liter aus, vor allem dann, wenn dieser an das Automatikgetriebe gekoppelt ist. In diesem Fall blickt man abgesehen vom schlechten Verbrauch auf mittelmäßige Beschleunigungwerte: Trotz 200 PS braucht der Automat ganze zehn Sekunden bis Landstraßentempo.

Einen Honda als Benziner kauft man sich jedoch nicht, um Sprit zu sparen oder gute Ampelstarts hinzulegen. Stattdessen sollte die hohe Zuverlässigkeit im Vordergrund stehen, welche beide Motoren problemlos an den Tag legen. Die R- (2.0) und K-Motorserie (2.4) sind auf maximale Haltbarkeit ausgelegt und sind bei 200.000 Kilometern erst so richtig eingefahren. Die Steuerkette ist im Gegensatz zu anderen namhaften Herstellern wartungsfrei, und auch sonst kann nicht viel kaputt gehen, da es an potentiellen Baustellen wie einem Turbolader oder Injektoren für die Benzin-Direkteinspritzung fehlt.

Probleme beim Diesel

Beim 2.2 i-CDTi handelt es sich um einen eigens entwickelten Common-Rail-Diesel mit 140 bzw. 180 PS, der den internen Kürzel N22 trägt. Das Aggregat gilt generell als sehr robust und langlebig, ist im Gegensatz zu den Benzinern obendrein auch noch sehr sparsam. Bei hohen Laufleistungen ist dennoch auf die typischen Diesel-Schwachstellen zu achten, hierzu zählen insbesondere:

Probleme beim Getriebe

Beim Getriebe kann zwischen einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe und einer fünfstufigen Wandlerautomatik gewählt werden. Der Handschalter ist Honda-typisch ein Genuss, hat jedoch hin und wieder mit seiner Kupplung zu kämpfen, die leider ziemlich verschleißfreudig ist. Bei der Probefahrt sollte darauf geachtet werden, dass diese ordentlich greift und nicht rupft.

Das Automatikgetriebe hinkt mit seinen fünf Gängen der Konkurrenz hinterher, die mit sieben oder neun Gängen oft deutlich effizienter und dynamischer sind. Zumindest in puncto Haltbarkeit kann der Honda-Automatik aber kein Vorwurf gemacht werden, die jedoch in regelmäßigen Abständen gespült werden sollte, damit die Schaltvorgänge auch bei hohen Laufleistungen geschmeidig bleiben.

Bild: crash71100, CC0, via Wikimedia Commons

Sonstige Schwachstellen

Der Honda Accord 8 hat mit Rost zu kämpfen. Typische Stellen, an denen es öfter zu blühen anfängt, sind die Motorhaube und Heckklappe. Das Problem ist dem Hersteller allerdings bekannt und beseitigt den Rost in der Regel kostenfrei. Ein weiterer Schwachpunkt sind die hinteren Bremsen, die häufiger festklemmen.

Und sonst? Da wäre zum einen der vergleichsweise hohe Lärmpegel bei Modellen, die vor dem Facelift vom Band gerollt sind. Wer sich hieran stört, sollte zu den deutlich besser gedämmten Modellen ab der Modellpflege greifen. Weiterhin können hohe Ersatzteilpreise für einen Schockmoment in der Werkstatt sorgen, sofern tatsächlich mal eine Reparatur ansteht. Wie bei fast allen Japanern ist außerdem der Lack recht empfindlich und damit anfällig für Kratzer.

TÜV & ADAC

Laut dem TÜV-Report 2014 wurden häufiger die Achsgelenke bei Neunjährigen und älteren Exemplaren moniert. Auch die Bremsscheiben neigten dazu, vorzeitig zu verschleißen, weshalb sie vor dem Kauf überprüft werden sollten.

In der aktuellen ADAC-Pannenstatistik ist der Honda Accord 8 nicht mit aufgeführt, dafür hat der Automobilclub in der Vergangenheit defekte Tempomaten und Probleme mit dem Motormanagement (Diesel) bei älteren Modellen der Baujahre 2007 und 2008 festgestellt.

Rückrufe

Der Honda Accord 8 wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufe aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:

  • Laut dem KBA kann ein Fehler im Gasgenerator des Beifahrerairbags bei Airbagauslösung dazu führen, dass sich Metallpartikel lösen und die Insassen verletzen. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2008 und 2009.
  • Aufgrund eines Softwarefehlers kann es passieren, dass der Ölstand während der Regeneration des Partikelfilters so stark ansteigt, dass Öl in den Verbrennungsraum gelangt und dadurch die Motordrehzahl unkontrolliert ansteigen lässt. Im schlimmsten Fall führt dies zu einem Motorschaden. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2009 bis 2011.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Bild: Ypy31, Public domain, via Wikimedia Commons

Unser Tipp: Facelift-Benziner mit „Executive“-Ausstattung

Der Honda Accord 8 ist in puncto Zuverlässigkeit kaum zu übertreffen. Das wissen auch die Anhänger der Marke, die den Wagen viele Jahre fahren und nur ungern verkaufen. Neben den ohnehin geringen Verkaufszahlen sorgt dies für gähnende Leere in den Gebrauchtwagenbörsen, sodass sich Interessenten auf lange Anfahrten gefasst machen sollten.

Zudem ist der Accord nicht günstig: Modelle der ersten Baujahre mit über 300.000 Kilometern auf der Uhr kosten mindestens 3.500 Euro, für ein gepflegtes Exemplar nach dem Facelift müssen zweistellige Summen hingelegt werden. Bei den meisten verfügbaren Fahrzeugen handelt es sich um Benziner, geschaltet wird überwiegend per Hand.

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Beitragsbild: Tokumeigakarinoaoshima, CC0, via Wikimedia Commons

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