Opel Astra K: Typische Probleme und Schwachstellen
Der Opel Astra K (B16) ist ein von 2015 bis 2021 hergestellter Kompaktwagen. Im Opel-Portfolio positioniert er sich unter dem Insignia und über dem Corsa.
Neben dem Schrägheck wurde unter der Bezeichnung Caravan wieder ein Kombi angeboten. Ein Facelift erfolgte 2019. Beim Astra K handelt es sich um den letzten Opel Astra, der auf einer GM-Plattform aufbaut. Nachfolger ist der Astra L, Vorgänger der Astra J.

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Probleme beim Benziner
Die Benzinerpalette des Astra K besteht aus den Dreizylinder-Modellen 1.0 Turbo, 1.2 Turbo sowie den Vierzylinder-Modellen 1.4 , 1.4 und 1.6 Turbo. Beim Astra K wird im Gegensatz zum Vorgänger fast ausschließlich auf Motoren mit Direkteinspritzung gesetzt.
In den Opel-Foren wird gelegentlich das Thema LSPI angeschnitten. Hierbei handelt es sich um eine vorzeitige Entzündung des Kraftstoff-Luft-Gemischs, die langfristig zu schwerwiegenden Schäden am Motor führt. Das Problem betrifft vor allem ältere Benziner mit Direkteinspritzung (erkennbar am Motorcode B10, B14). Bei den neueren Triebwerken ab circa Ende 2018 mit OPF (Motorcode D10, D14) wurden die Ölabstreifringe überarbeitet, womit das LSPI-Risiko deutlich reduziert wurde.
Um die aus der Benzin-Direkteinspritzung resultierenden Probleme zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, die in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Darüber hinaus kann es nicht schaden, hin und wieder Premium-Kraftstoff zu tanken, der die reinigenden Additive bereits enthält.
- ✅ Langlebigkeit des Motors: Bei regelmäßiger Anwendung wird eine kontinuierliche Sauberkeit der Einspritzdüsen gewährleistet und die Motorleistung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.
- ✅ Einfache Anwendung: Geben Sie beim Tanken den Motorsystemreiniger in Ihren Kraftstofftank. Bei regelmäßiger Anwendung können Sie eine nachhaltige Verbesserung der Motorleistung sowie ein geringeres Motorgeräusch feststellen. Dieses kann zu einer längeren Lebensdauer Ihres Fahrzeugs beitragen.
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Probleme beim Diesel
Zur Auswahl stehen außerdem die Dieselmodelle 1.5, 1.6 CDTI, 1.6 CDTI ecoFLEX sowie 1.6 BiTurbo. Alle Motoren haben mindestens die Abgasnorm Euro 6.
Die aus dem Vorgänger bekannten Probleme mit der Steuerkette beim 1.6 CDTI sind leider nie gänzlich behoben worden. Bei der Probefahrt sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, ob beim (Kalt-)Start des Motors und beim Lastwechsel klackernde oder rasselnde Geräusche zu hören sind. Ist dies der Fall, ist die Steuerkette vermutlich schon gelängt und ein Motorschaden könnte kurz bevorstehen.
Unabhängig von der Motorisierung ist auf die typischen Diesel-Schwachpunkte zu achten, die vor allem bei hohen Laufleistungen oder extremem Kurzstreckenverkehr zum Vorschein kommen. Hierzu zählen insbesondere:
Sonstige Schwachstellen
Probleme bereitet öfter die Elektronik. So kann eine beschlagene Windschutzscheibe dazu führen, dass die im oberen Bereich montierte Kamera in ihrer Funktion beeinträchtigt wird. Die Folge hiervon ist ein Ausfall zahlreicher Assistenzsysteme (z.B. Spurhalteassistent, Verkehrsschilderkennung).
Weiterhin kann es vereinzelt zum plötzlichen Ausfall des Kombiinstruments kommen, was jedoch mit dem erneuten Anlassen des Motors wieder behoben werden kann. Von diesen Problemen scheinen vor allem ältere Modelle betroffen zu sein.
TÜV & ADAC
Laut dem TÜV-Report wird gelegentlich die Beleuchtung bemängelt, selbiges gilt auch für die Bremsscheiben. Deutlich problematischer erscheint dagegen der chronische Ölverlust, an dem der Astra K leidet und einer Erteilung der Plakette im Weg steht.
In der ADAC-Pannenstatistik landet der Rüsselsheimer im Mittelfeld und teilweise sogar im grünen Bereich. Als Pannenschwerpunkt wurde die Autobatterie ermittelt.
Rückrufe
Der Opel Astra K wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:
- Bei Astra-Modellen der Baujahre 2017 bis 2019 wurden erhöhte Lambda-Werte bei der Hauptuntersuchung festgestellt. Abhilfe schafft ein Software-Update.
- Laut dem KBA kann eine fehlerhafte Verschweißung der Sitzstruktur bei einem Unfall unter Umständen eine erhöhte Verletzungsgefahr zur Folge haben. Betroffen sind Modelle, die 2019 vom Band gerollt sind.
- Laut dem KBA kann eine fehlerhafte Kalibrierung der Harnstoffpumpendiagnose im Motorsteuergerät zum Ausbleiben einer Warnung an den Fahrer bei Deaktivierung des SCR-Katalysators führen. Betroffen sind die Baujahre ab 2019.
- Wegen eines unzureichenden Anzugsdrehmoments der Radverschraubungen kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass sich die Räder lösen. Betroffen sind die Baujahre 2019 und 2020.
Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.
Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt
Der Astra K ist von größeren Problemen verschont geblieben, bleibt aber nicht frei von Macken. Preislich geht es bei rund 4.500 Euro los, Facelift-Modelle mit einer Laufleistung von bis zu 50.000 Kilometern und gepflegtem Scheckheft werden ab 11.000 Euro inseriert. Die Hälfte der zum Verkauf stehenden Fahrzeuge sind Benziner (Stand: Oktober 2025).
Beitragsbild: Youssef D auf Unsplash







