Seat Ibiza IV 6J 2008-2017 Probleme und Krankheiten
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Seat Ibiza IV (2008 – 2017) | Bekannte Probleme & Krankheiten


Der Seat Ibiza IV (6J, 6P) ist ein von 2008 bis 2017 hergestellter sowie technisch eng mit dem VW Polo und Skoda Fabia verwandter Kleinwagen. Neben der klassischen Schrägheck-Ausführung wurde auch eine Kombi-Variante (ST) angeboten. 

2012 wurde der Ibiza IV einem kosmetischen Facelift unterzogen, eine überarbeitete Motorenpalette folgte mit dem zweiten Facelift (6P) im Jahr 2015. Vorgänger ist der Seat Ibiza III.

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Schwachstellen beim Benziner

Die Benzinerpalette umfasst bis zum zweiten Facelift Triebwerke der Baureihe EA111, ab 2015 wurde der Nachfolger EA211 eingesetzt. Hinsichtlich der Zuverlässigkeit unterscheiden sich beide grundlegend, dabei ist Letztere unabhängig vom Budget die weitaus robustere und zu empfehlende Baureihe.

Probleme beim EA111 (bis 2015)

  • Die Modelle 1.2 (60, 69 PS), 1.2 TSI (105 PS), 1.4 (85 PS), 1.4 TSI (FR, Cupra) sowie 1.6 (105 PS) sind modellübergreifend für Probleme mit der Steuerkette bekannt, welche sich frühzeitig längen und dadurch einen kapitalen Motorschaden verursachen kann. Zudem leiden diese Modelle an einem hohen Ölverbrauch.
  • Aufgrund der Benzin-Direkteinspritzung sind die turboaufgeladenen Modelle 1.2 TSI, 1.4 TSI anfällig für Kohleablagerungen an den Einspritzdüsen sowie im Ansaugtrakt.

Von den Steuerketten-Problemen sind in erster Linie ältere TSI-Modelle betroffen, wobei es grundsätzlich auch die jüngeren Baujahre mit und ohne Turboaufladung erwischen kann. Wichtig ist, dass der Vorbesitzer eine lückenlose Servicehistorie vorweisen kann und das Fahrzeug nicht allzu viel Kurzstrecke gesehen hat.

Hinweis: Sollten beim (Kalt-)Start des Motors oder Lastwechsel rasselnde bzw. schlagende Geräusche zu hören sein, steht vermutlich ein Motorschaden kurz bevor.

Probleme beim EA211 (ab 2015)

Mit dem zweiten Facelift wurde die Baureihe EA111 durch die Nachfolger-Generation EA211 abgelöst. Die größte Änderung war der Wechsel zurück zum Zahnriemen, womit eine der größten Schwachstellen des Seat Ibiza IV – die Steuerkette – beseitigt wurde. 

Grundsätzlich sind die Motoren der Baureihe EA211, die ab 2015 in den Modellen 1.0, 1.0 TSI, 1.2 TSI und 1.4 TSI zum Einsatz kommen, recht problemlos, und sollten bei Einhaltung der Wartungsintervalle eine lange Zeit standhalten.

Bei hohen Laufleistungen ist dennoch mit Problemen zu rechnen, die z.B. im Zusammenhang mit der Benzin-Direkteinspritzung entstehen (betrifft nicht den Basismotor 1.0 mit Saugrohreinspritzung).

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Schwachstellen beim Diesel

Ein Diesel wurde trotz der geringen Verkaufszahlen über alle Modelljahre hinweg angeboten. Zum Verkaufsstart wurden die aus dem Vorgänger bekannten Triebwerke 1.4 TDI und 1.9 TDI (EA188) übernommen, jedoch schon im April 2010 wieder gestrichen. Bis Juni 2015 wurde der 1.2 TDI, 1.6 TDI und 2.0 TDI FR (EA189) angeboten, ab Juli 2015 war nur noch die Neuauflage des 1.4 TDI (EA288) erhältlich.

Um die Zuverlässigkeit der Diesel steht es generell gut, besonders die neueren Common-Rail-Baureihen EA189 und EA288 sind in dieser Hinsicht kaum zu beanstanden. Frei von Mängeln blieben die Selbstzünder aber trotzdem nicht.

Worauf es grundsätzlich vor dem Kauf eines Diesels zu achten gilt und ob es sich überhaupt lohnt, einen anzuschaffen, kann in unserem Ratgeber nachgelesen werden.

Probleme beim 1.4 TDI & 1.9 TDI (Pumpe-Düse)

  • Beim 1.9 TDI mit dem Motorkennbuchstaben BLS (105 PS) kann es unter Umständen zu Pleuellagerschäden kommen.
  • Bei hohen Laufleistungen könnte eine Instandsetzung der Pumpe-Düse-Einheit sowohl beim 1.4 TDI als auch beim 1.9 TDI anstehen.

Probleme beim 1.2 TDI, 1.6 TDI, 2.0 TDI (Common-Rail)

Die Varianten 1.2 TDI, 1.6 TDI und 2.0 TDI FR sind vom VW-Abgasskandal betroffen. Im Rahmen der Rückrufaktion 23S1 wird bei den betroffenen Fahrzeugen ein Software-Update durchgeführt, sofern es hierzu nicht schon gekommen ist (kann hier mit der FIN überprüft werden). Wer das Software-Update nicht durchführen lässt, riskiert die Stilllegung.

Probleme beim Automatikgetriebe

Für den Seat Ibiza III wurde neben dem herkömmlichen Schaltgetriebe auch das von Volkswagen entwickelte Doppelkupplungsgetriebe DSG mit sieben Gängen angeboten, welches modellübergreifend für eine Reihe von Problemen bekannt wurde:

  • Berichtet wird von hakeligen Schaltvorgängen sowie einem Ruckeln beim Anfahren
  • Das DSG-Getriebe unterliegt einem hohen Kupplungsverschleiß, der in den meisten Fällen auf übermäßigen Stadtverkehr und häufigen Anhängerbetrieb zurückzuführen ist (Letzteres ist bei einem Kleinwagen wie dem Seat Ibiza eher nicht zu erwarten).
  • Das DSG-Getriebe ist von einer Rückrufaktion betroffen.

Für das 7-Gang-DSG (DQ200) gab es eine Serviceaktion: Bei den betroffenen Getrieben (bis ca. Ende 2013) wurde das ab Werk eingefüllte synthetische Getriebeöl, welches Elektronikprobleme auslösen kann, durch mineralisches Getriebeöl ersetzt.

Bei der Probefahrt sollte darauf geachtet werden, dass das Getriebe fließend hoch- und runterschaltet und kein Stottern bzw. Ruckeln beim Anfahren auftritt. Empfehlenswert ist das DSG-Getriebe, wenn eine lückenlose sowie nachvollziehbare Servicehistorie vom Vorbesitzer vorgelegt werden kann.

Weitere Probleme des DSG sowie Tipps, worauf es beim Kauf zu achten gilt, haben wir in unserem Ratgeber detailliert zusammengefasst.

Sonstige Schwachstellen

  • Berichtet wird von schnell einfrierenden Fensterscheiben auf der Innenseite.
  • Die Mittelarmlehne neigt zum Knarzen.
  • Bei älteren Modellen gibt es häufiger Probleme mit dem Radioempfang.
  • Die Rückleuchten können undicht werden und Feuchtigkeit ansammeln.

TÜV & ADAC

Laut dem TÜV-Report geraten die Fahrwerksfedern und Stoßdämpfer in Kritik, auch die Abblendlichter weisen häufiger Mängel auf. Die Bremsanlage beginnt mit der Zeit zu schwächeln, zudem verliert der Ibiza 6J Öl. Weiterhin fallen gelegentlich durchgerostete Auspuffanlagen auf.

Laut der ADAC-Pannenstatistik schneidet der Spanier bis 2015 nur mittelmäßig ab, Besserung war ab 2016 in Sicht. Als Pannenschwerpunkte werden die Bremsbeläge, Bremstrommeln, Starterbatterie, Zündkerzen und die bereits weiter oben erwähnte Steuerkette genannt.

Rückrufe

Der Seat Ibiza IV wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen. Über die Rückrufaktionen kann man sich auch beim KBA oder ADAC im Detail informieren:

  • Laut dem KBA kann unter Umständen der Schalthebelzug nicht korrekt befestigt worden sein, was ein Wegrollen des Fahrzeugs zur Folge haben kann, wenn sich der Schalthebel in Stellung P befindet und die Handbremse nicht angezogen ist. Betroffen sind Modelle aus dem Baujahr 2009 mit dem DSG-Automatikgetriebe.
  • Der KBA ruft alle Diesel-Modelle mit dem EA189-Triebwerk aufgrund unzulässiger Einschaltvorrichtungen zurück (siehe oben).
  • Aufgrund eines verklemmten Öffnungshebels kann es passieren, dass die Motorhaube nicht korrekt verschlossen wird und sich diese während der Fahrt plötzlich von selbst öffnet. Betroffen sind Ibiza-Modelle aus dem Produktionszeitraum 1. April 2010 bis 30. November 2011.
  • Beim 1.2 TDI der Baujahre 2010 bis 2014 kann das Kraftstofffiltergehäuse im Bereich des Vorlaufstutzens reißen, was den Austritt von Kraftstoff zur Folge hat.
  • Bei Ibiza-Modellen aus dem Produktionszeitraum 1. Dezember 2015 bis 31. Januar 2016 kann es passieren, dass die Kindersicherung unbemerkt deaktiviert und das Öffnen der Türen von innen ermöglicht wird.
  • Bei einer vollbesetzten Rücksitzbank kann es passieren, dass die Gurtschlösser sich plötzlich öffnen. Betroffen sind Ibiza-Modelle der Baujahre ab 2016.

Unser Tipp: 1.0 Eco TSI ab 2015

Die älteren TSI-Modelle sollten gemieden werden, besser sind die gewöhnlichen Saugbenziner ohne Turboaufladung. Mit dem zweiten Facelift wurde in puncto Zuverlässigkeit ein großer Schritt nach vorne gemacht, weshalb sich ein jüngeres Modell ab 2015 empfiehlt.

Beim Diesel sollte der VW-Abgasskandal beachtet werden. Die Preise für einen Seat Ibiza IV fangen in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 2.500 Euro an.

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Stand: 12/2021 | Beitragsbild: Bull-Doser, Public domain, via Wikimedia Commons

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