Skoda Octavia III 5E Combi RS blau
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Skoda Octavia III: Bekannte Probleme & Schwachstellen


Die dritte Generation des Skoda Octavia (Typ 5E) wurde von 2012 bis 2020 produziert. Zur Auswahl stehen ein Stufenheck und ein Kombi. Im November 2016 gab es ein Facelift. Vorgänger ist der Octavia II, Nachfolger der Octavia IV.

Probleme beim Benziner

Zur Auswahl stehen der Dreizylinder 1.0 TSI sowie die Vierzylinder 1.2 TSI, 1.4 TSI, 1.5 TSI und 1.8 TSI. An der Spitze steht der Octavia RS mit bis zu 245 PS.

Die TSI-Modelle (Baureihe EA211) sind zuverlässiger geworden und verbrauchen deutlich weniger Öl als noch beim Vorgänger. Auch die Steuerketten-Problematik gehört der Vergangenheit an: Für die Ventilsteuerung wird bei allen Benzinern außer dem 1.8 TSI und RS (Baureihe EA888) wieder ein Zahnriemen verwendet.

Beim 1.0 TSI gab es Probleme mit den Einspritzventilen, die nicht vollständig schlossen, wodurch im Stand Kraftstoff in den Brennraum nachlief. Bei den frühen 1.2 TSI Modellen kam es vereinzelt zu Problemen mit dem Zahnriemen, der wegen einem Defekt an den Nockenwellenrädern reißen konnte. Betroffen sind Modelle bis Ende 2014. 

Probleme beim Diesel

Die TDI-Motoren sind bekannt für ihre Standfestigkeit – egal, ob es sich um den kleinen 1.6 TDI oder großen 2.0 TDI handelt. Sofern also das Fahrprofil passt, sind alle Selbstzünder im Octavia III uneingeschränkt empfehlenswert. Kleiner Wermutstropfen: Der EA288-Dieselmotor steht weiterhin im Verdacht, mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgestattet worden zu sein. Inwieweit Volkswagen jedoch dafür in Verantwortung gezogen wird, steht zu diesem Zeitpunkt immer noch offen.

Unabhängig von der Motorisierung ist auf die typischen Diesel-Schwachpunkte zu achten, die vor allem bei hohen Laufleistungen oder extremem Kurzstreckenverkehr zum Vorschein kommen. Hierzu zählen insbesondere:

Rußbildung an den Injektoren kann vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, die in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Außerdem kann es helfen, gelegentlich besseren Kraftstoff zu tanken, der bereits reinigende Additive enthält (z.B. Aral Ultimate, Shell V-Power Diesel).

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Probleme beim Automatikgetriebe

Das Automatikgetriebe DSG hat in puncto Zuverlässigkeit einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Allerdings reagiert die Kupplung empfindlich auf häufigen Stadtverkehr und den Einsatz mit Anhängern. Besonders betroffen ist das DQ200-Getriebe mit Trockenkupplung, das bei Motoren mit einem Drehmoment von bis zu 250 Nm verwendet wird. Das betrifft bei den Benzinern alle Varianten außer den 1.8 TSI 4×4, 2.0 TSI, 2.0 TSI 4×4 und RS. Bei den Dieselmodellen betrifft es nur den 1.6 TDI.

Bild: © Gebrauchtwagenberater.de

Motoren mit einem Drehmoment von über 250 Nm sind mit dem DQ250- oder DQ381-Getriebe ausgestattet. Beide haben eine in Öl laufende Nasskupplung und gelten als standfest. Dafür ist jedoch ein regelmäßiger Ölwechsel notwendig, der beim DQ200 entfällt. Vorgabe beim DQ250 sind alle 60.000 und beim DQ381 alle 120.000 Kilometer.

Zusätzlich gab es einen Rückruf für das 7-Gang-DSG-Getriebe (DQ200): Bei den betroffenen Fahrzeugen wurde das ursprünglich eingefüllte synthetische Getriebeöl ausgetauscht, da es in bestimmten Fällen zu Problemen mit der Elektronik führen konnte. Im Rahmen des Rückrufs wurde das synthetische Öl durch ein mineralisches Getriebeöl ersetzt.

Bei der Probefahrt sollte darauf geachtet werden, dass das Getriebe fließend hoch- und herunterschaltet und kein Stottern oder Ruckeln beim Anfahren auftritt. Außerdem sollte die Servicehistorie bestenfalls lückenlos sein.

Probleme mit dem Allradantrieb 4×4

Beim Allradantrieb 4×4 handelt es sich nicht um einen klassischen, permanenten Allradantrieb. Stattdessen wird auf eine Haldexkupplung gesetzt, die die Hinterachse bei Bedarf hinzuschaltet – etwa im Schnee oder im Matsch.

Früher oder später kann es passieren, dass die Vorladepumpe der Haldexkupplung aufgrund von Ölschlamm in ihrer Funktion gestört wird und hierdurch die hinteren Räder nicht mehr angetrieben werden. Um eine teure Reparatur der Haldexkupplung zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, nach dem Fahrzeugkauf das Haldexöl samt Ölfilter zu wechseln.

Sonstige Schwachstellen

  • Knarzende Geräusche können vor allem bei älteren Modellen auftreten, dabei macht besonders der linke Außenspiegel beim Ein-und Ausklappen auf sich aufmerksam. Auch der Klimakompressor fällt oft durch ein unangenehmes Heulen auf.
  • Die Türdichtungen sind beim Octavia III nicht von bester Qualität und scheuern gerne durch.
  • Weiterhin gehen die Sitzbezüge relativ schnell kaputt.
  • Rost kann gelegentlich an der Heckklappe auftreten.
  • Das Navigationssystem „Columbus“ ist für eine Reihe von Fehlern bekannt, die mithilfe von Software-Updates weitestgehend beseitigt werden können.
  • Beim „Canton“-Soundsystem kommt es zu unterschiedlichen Problemen (scheppernde Lautsprecher, fehlender Bass).
  • Berichtet wird von lauten Windgeräuschen bei höheren Geschwindigkeiten. Generell wird dem Octavia III eine eher bescheidene Geräuschdämmung nachgesagt. Ob es einen stört, kann nur eine längere Probefahrt klären.

TÜV & ADAC

Laut TÜV werden öfter gebrochene Fahrwerksfedern festgestellt. Die Scheinwerfer weisen ebenfalls Mängel auf. 

In der ADAC-Pannenstatistik schneidet der Octavia III gut ab. Zu den Pannenschwerpunkten zählen die Kühlwasserpumpe und Ladedruckregelung.

Rückrufe

Der Skoda Octavia III wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufe aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:

  • Ein Fehler im Gasgenerator des Takata-Airbags kann dazu führen, dass es im Falle einer Auslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung des Fahrerairbags kommt. Betroffen sind Octavia-Modelle, die bis zum 27. Juni 2014 hergestellt worden sind.
  • Bei Modellen aus dem Produktionszeitraum 25. November 2015 bis 14. April 2016 kann es zu Problemen mit der Kindersicherung kommen. Im Rahmen des Werkstattaufenthaltes wird die Kindersicherung in kürzester Zeit geprüft, ggf. wird ein Austausch des Türschlosses notwendig sein.
  • Ein Fehler im Gasgenerator des Fahrerairbags führt dazu, dass es bei der Airbagauslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten kommt, die die Insassen verletzen können. Betroffen sind Octavia-Modelle der Baujahre 2013 bis 2017 (wir berichteten).
  • Die 1.0 TSI Modelle aus dem Produktionszeitraum 2018 bis 2019 können Probleme mit den Einspritzventilen bekommen, die nicht vollständig schließen und dadurch Kraftstoff in den Brennraum im Stillstand nachtropfen kann.
  • Laut dem KBA wurde bei Modellen aus dem Baujahr 2018 in einigen Fällen eine fehlerhafte Rücksitzlehne verbaut, bei der die Aufnahme für die Kopfstütze nicht den Anforderungen entspricht und schlimmstenfalls die Stütz- und Schutzwirkung der Kopfstütze eingeschränkt wird.
  • Bei Modellen der Baujahre 2019 und 2020 kann es Probleme mit dem Notrufassistenten geben.

Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren, dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: 1.5 TSI nach dem Facelift

Der Octavia III läuft und läuft. Ernstzunehmende Probleme sind selten und meistens auf mangelnde Wartung zurückzuführen. In den gängigen Autobörsen fangen die Preise bei rund 5.000 Euro an. Modelle nach dem Facelift und mit kleinem Tachostand sind ab 11.500 Euro zu haben (Stand: August 2025).

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Beitragsbild: Pavel Golasowski / Unsplash

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