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Ford Fusion – Bekannte Probleme & Krankheiten


Der Ford Fusion ist ein von 2002 bis 2012 produzierter Minivan. Als Basis dient der Ford Fiesta, auf dem auch der mit dem Fusion technisch eng verwandte Mazda 2 DY aufbaut.

2005 wurden im Rahmen der Modellpflege einige kleinere kosmetische Änderungen vorgenommen, das Motorenangebot blieb hingegen gleich und wurde 2011 sogar reduziert. Die Ablösung erfolgte durch den Ford B-Max im November 2012.

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Probleme beim Benziner

Die Benzinerpalette des Ford Fusion besteht aus den Vierzylindermotoren 1.25 (75 PS), 1.4 (80 PS) und 1.6 (101 PS). Ersterer wurde zum Modelljahr 2012 gestrichen.

Alle Triebwerke gehören zur Familie Zetec-SE, die gemeinhin für ihre hohe Zuverlässigkeit bekannt ist. Ernsthafte Probleme sind somit weder beim 1,25- noch beim 1,4- oder 1,6-Liter zu erwarten, sofern man es nicht darauf anlegt und die Wartung komplett schleifen lässt. Zur Wartung gehört auch der obligatorische Zahnriemenwechsel, welcher bis Baujahr 2005 alle 160.000 km oder zehn Jahre und ab Baujahr 2006 alle 160.000 km oder acht Jahre durchgeführt werden sollte.

Trotz der geringen Anfälligkeit sind die Motoren nicht vor altersbedingtem Verschleiß gefeit, weshalb gerade bei Modellen mit hohen Laufleistungen etwas Geld auf der hohen Kante liegen sollte, um einen möglichen Wartungsstau wuppen zu können. Zudem wurden den Benzinern Probleme mit den Zündkerzen bescheinigt, betroffen sind dabei hauptsächlich Modelle ab Baujahr 2007. Berichtet wird auch von gerissenen Schläuchen der Kurbelgehäuseentlüftung, wodurch Falschluft angesaugt und damit Drehzahlschwankungen verursacht werden.

Probleme beim Diesel

Im Angebot gab es auch die Selbstzünder 1.4 TDCi (68 PS) und 1.6 TDCi (90 PS) – beide kommen ohne einen Dieselpartikelfilter aus. Wer dadurch Probleme bekommt, durch bestimmte deutsche Großstädte zu fahren, kann aber auch einen DPF nachrüsten lassen.

Hinsichtlich der Zuverlässigkeit machen die Motoren einen positiven Eindruck. Bei hohen Laufleistungen ist jedoch damit zu rechnen, dass die typischen Diesel-Schwachstellen zum Tragen kommen können. Hierzu zählen insbesondere:

Probleme mit der Durashift-Automatik

Neben dem herkömmlichen Schaltgetriebe wurde für den Ford Fusion auch ein Automatikgetriebe unter der Bezeichnung Durashift-EST angeboten, welches in Verbindung mit dem 1,4- und 1,6-Liter-Benziner sowie dem Dieselmodell 1.4 TDCi erhältlich war. Genauer handelt es sich hierbei um ein automatisiertes Schaltgetriebe, bei dem der Kupplungsvorgang entfällt – die vom manuellen Schaltgetriebe bekannte Zugkraftunterbrechung bleibt jedoch weiterhin bestehen, was auch der Hauptgrund dafür ist, warum die Durashift-Automatik mit dem Komfort einer klassischen Wandlerautomatik oder gar eines Doppelkupplungsgetriebes nicht mithalten kann.

Eine typische Schwachstelle der Durashift-EST ist der Schaltmotor. Erleidet dieser einen Defekt, was leider nicht selten der Fall ist, verharrt das Getriebe in dem zuletzt eingelegten Gang und kann keinen Gangwechsel mehr durchführen. In der Regel geht dabei der Motor aus, der sich dann auch nicht mehr starten lässt. Von diesem Problem sind hauptsächlich ältere Durashift-Getriebe betroffen.

Weiterhin darf nicht vergessen werden, dass die Kupplung genau wie bei einem herkömmlichen Schaltgetriebe dem Verschleiß unterliegt. Wer viel im dichten Stadtverkehr unterwegs ist und im Stau steht, wird also unter Umständen eine stolze Summe für den Kupplungstausch hinlegen müssen.

Sonstige Schwachstellen

Ein klassisches Problem aller Fusion sind undichte Rückleuchten, in denen sich Feuchtigkeit ansammelt. Wassereinbruch kann auf einen undichten Griff der Heckklappe zurückzuführen sein, die im Übrigen mit defekten Stellmotoren zu kämpfen hat und sich dadurch nicht mehr öffnen lässt. Zudem wurde der Verarbeitungsqualität kaum Beachtung geschenkt, was sich nicht nur mit einer grottigen Innenraum-Anmutung, sondern auch wackelnden Sitzen bemerkbar macht.

Laut dem TÜV-Report wird die Lenkanlage öfter moniert, auch die Rückleuchten und Blinker geraten regelmäßig in Kritik. In allen anderen Bereichen kann der Fusion aber unabhängig vom Baujahr punkten. In der ADAC-Pannenstatistik 2017 belegt das Modell durchgehend die vorderen Plätze, nur das Zulassungsjahr 2012 findet sich im Mittelfeld wieder. Zu den Pannenschwerpunkten zählen gebrochene Fahrwerksfedern, entladene Autobatterien und feuchte Zündkerzen.

Bild: Krzysztof Masloch, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Rückrufe

Laut dem KBA kann es bei einer bestimmten Anzahl von Benzinmotoren passieren, dass sich ein oder mehrere Antriebsriemen der Zusatzaggregate ablösen und ausfallen. Im schlimmsten Fall führt dies zum Verlust der Servolenkung, was mit einem erhöhten Unfallrisiko einhergeht.

Weiterhin wurden wegen einer fehlerhaften Schraube an der Hinterachse, die unter Umständen reißen kann, rund 126 Fusion-Modelle aus dem Produktionszeitraum 13. September bis 23. September 2011 zurückgerufen. Im Rahmen des ca. 30-müntigen Werkstattaufenthaltes werden die Schrauben kontrolliert und ggf. ausgetauscht.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: 1,4-Liter-Benziner mit Schaltgetriebe

Mit seiner kurzen Ausstattungsliste und allenfalls mittelmäßigen Verarbeitungsqualität kann der Ford Fusion schon mal nicht überzeugen. Ein Blick in die Pannenstatistik und den TÜV-Report offenbart jedoch schnell die Stärken des Kölners, die ganz klar in seiner Zuverlässigkeit liegen.

Dementsprechend kann dem Interessenten jedes Baujahr und jeder Motor ans Herz gelegt werden, sofern der oder die Vorbesitzer zumindest versucht haben, die Wartungsintervalle einzuhalten. Meiden sollte man allerdings das Automatikgetriebe, welches für eine Reihe von Problemen bekannt ist.

Preislich geht es in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei 500 Euro los. Modelle nach dem Facelift kosten etwas über 1.000 Euro, gepflegte Exemplare der letzten Baujahre und mit geringer Laufleistung werden für 6.000 bis 8.000 Euro inseriert. Vertreten sind überwiegend Benziner mit manuellem Schaltgetriebe.

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Beitragsbild: Abarthaddict at English Wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons

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