Opel Meriva B Probleme und Krankheiten
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Opel Meriva B (2010 – 2017) – Typische Probleme & Krankheiten


Die zweite Generation des Opel Meriva trägt den Buchstaben B, die Herstellung des Minivans erfolgte von 2010 bis 2017 im spanischen Werk Figueruelas. Als Basis diente nicht mehr Opel Corsa, sondern der Astra und Zafira. 2017 wurde der Meriva B durch den Opel Crossland abgelöst.

Im Rahmen des Facelifts 2014 wurde die Frontpartie verändert, die Rückleuchten wurden mit LEDs aufgewertet. Hinzugestoßen ist außerdem ein neues Diesel-Aggregat.

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Probleme beim Benziner

Beim einzig erhältlichen Benziner handelt es sich um einen 1,4-Liter-Vierzylinder (ecoFLEX), der in unterschiedlichen Leistungsstufen angeboten wurde. Die schwächste Variante leistet 100 PS, bei den beiden stärkeren Varianten stehen dank Turboaufladung 120 PS bzw. 140 PS zur Verfügung.

Wie schon beim Vorgänger ist die hier zum Einsatz kommende Baureihe Z14XEP hinlänglich für ihre Steuerketten-Probleme bekannt. Infolge von häufigen Kurzstrecken sowie späten Ölwechseln kann sich diese bedrohlich längen, wodurch die Steuerzeiten nicht mehr übereinstimmen und es schlimmstenfalls zu einem kapitalen Motorschaden kommen kann.

Bei der Besichtigung des Fahrzeugs ist es deshalb wichtig, auf rasselnde bzw. klackernde Geräusche beim Anlassen des Motors und Lastwechsel zu achten. Sind sie zu hören, sollte von einem Kauf abgesehen werden, da sich die Steuerkette vermutlich schon gelängt hat und ein Motorschaden kurz bevorstehen könnte.

Probleme beim Diesel

Deutlich umfangreicher ist die Dieselpalette: Den Anfang macht der 1.3 CDTI ecoFLEX mit 75 PS. Mehr Leistung gibt es im 1.6 CDTI, der Ende 2013 mit 136 PS an den Start ging und im März 2014 um eine Variante mit 95 PS und 110 PS erweitert wurde. Ein Klassiker unter den Opel-Selbstzündern ist der vom japanischen Hersteller Isuzu entwickelte 1.7 CDTI (100, 110, 130 PS), der im Laufe der Jahre stückweise durch den 1.6 CDTI abgelöst wurde.

Um die Zuverlässigkeit der Dieselmodelle steht es generell gut. Bis auf den 1.3 CDTI sind alle Motoren mit einem Zahnriemen ausgestattet, den es alle 150.000 km bzw. alle 6 (1.7 CDTI) oder 10 Jahre (1.6 CDTI) zu wechseln gilt. Bei hohen Laufleistungen sollten die typischen Diesel-Schwachstellen im Auge behalten werden, hierzu zählen insbesondere:

Ein Rückruf betrifft den 1,6-Liter in Verbindung mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe der Baujahre 2014 und 2015: Aufgrund einer minimalen Überlänge der Motorkabelsätze kann es passieren, dass diese damit beginnen, am Getriebe zu scheuern.

Probleme beim 6-Gang-Schaltgetriebe

Das 6-Gang-Schaltgetriebe (Baureihe M32) ist bekannt für seine Lagerprobleme. Aufgrund einer zu hohen Vorspannung kann die Oberfläche der Kegelrollen aufbrechen, was unweigerlich zum Getriebeschaden führt. Betroffen sind hauptsächlich ältere Modelle bis zum Facelift.

Während der Probefahrt ist es nicht verkehrt, auf Nickbewegungen des Schalthebels beim Beschleunigen und Bremsen zu achten. Bleiben diese aus, sollte mit dem Getriebe alles in Ordnung sein.

Sonstige Schwachstellen

Ein immer wiederkehrendes Problem beim Meriva B ist Wassereinbruch, der auf einen undichten Ablaufkasten zurückzuführen ist. Da sich das Wasser gerne im Fußraum sammelt, sollte dieser bei der Besichtigung des Fahrzeugs unter die Lupe genommen werden (auch unter den Teppichen schauen!). Betroffen sind in erster Linie ältere Modelle. 

Eine weitere Schwachstelle ist der Kühlmittel-Ausgleichsbehälter. Dieser wird gerne undicht, wodurch das austretende Wasser auf das ABS-Steuergerät zu tropfen beginnt und dort einen Schaden anrichten kann. Des Weiteren wird öfter von defekten Fensterhebern und einer nicht funktionierenden Leuchtweitenregulierung berichtet. Unschön ist auch, dass an den Türgriffen mit der Zeit der Softlack abblättert. 

Laut dem TÜV-Report wird gelegentlich die Lenkanlage moniert. Ebenfalls in Kritik geraten die Scheinwerfer, die über alle Baujahre hinweg einen schlechten Eindruck beim Prüfer hinterlassen. Ölverlust ist ein weiteres, teilweise beträchtliches Problem, von dem insbesondere die ältesten Exemplare betroffen sind.

In der ADAC-Pannenstatistik landen die älteren Zulassungsjahre im Mittelfeld, während die letzten drei es nur ins letzte Drittel schaffen. Außerdem wurden einige Pannenschwerpunkte bei den Vor-Facelift-Modellen ausgemacht. Hierzu zählen die Starterbatterie, Kraftstoffpumpe, Wegfahrsperre, Zündspule und das Zündschloss.

Rückrufe

Der Opel Meriva B wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl von Fahrzeugen betreffen. Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren:

  • Laut dem KBA kann es aufgrund von Materialermüdung der Gurtpeitsche passieren, dass diese bei einem Verkehrsunfall bricht. Betroffen sind Modelle, die bis einschließlich 2015 vom Band gelaufen sind.
  • Bei Meriva-Modellen aus dem Baujahr 2013 kann die Zahnstange Risse bekommen, wodurch schlimmstenfalls die Lenkung ausfällt.
  • Rückruf für den 1.6 CDTI der Baujahre 2014 und 2015 (siehe oben).
  • Laut dem KBA kann ein Produktionsmangel am Beifahrerairbag beim Auslösen zum heißen Gasaustritt führen und Augenverletzungen verursachen. Betroffen sind Meriva-Modelle aus dem Baujahr 2014.
  • Bei einem Unfall könnten sich unter Umständen die Sicherheitsgurte aus den Halterungen lösen. Betroffen sind Modelle, die vom Herbst 2014 bis Ende 2015 hergestellt wurden.

Unser Tipp: Diesel nach dem Facelift

Die zweite und vorerst letzte Meriva-Generation macht einen guten Gesamteindruck. Als Diesel ist die Familienkutsche vor allem nach dem Facelift ein Hit und kann durch die Bank empfohlen werden, sofern das Fahrprofil passt. Tut es das nicht, muss zum Benziner gegriffen werden – hier ist auf die Steuerkette zu achten. Vorsicht gilt außerdem beim 6-Gang-Schaltgetriebe, das zu Beginn Probleme bereitete.

Die Preise für einen Opel Meriva B fangen in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 3.500 Euro an, Modelle ab dem Facelift werden für mindestens 6.000 Euro inseriert. Bei den meisten angebotenen Fahrzeugen handelt es sich um handgeschaltete Benziner.

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Beitragsbild: order_242 from Chile, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

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