Renault Scenic II JM 2003-2009 Probleme und Schwachstellen
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Renault Scénic II (2003 – 2009) | Typische Probleme & Krankheiten


Der Renault Scénic II (JM) ist ein von 2003 bis 2009 hergestellter Kompaktvan, welcher sich im Renault-Portfolio unter dem Renault Espace positioniert. Im April 2004 ist unter der Bezeichnung „Grand Scénic“ eine um 23 cm längere Karosserievariante hinzugestoßen.

2005 erfolgte ein kleines Facelift, in dessen Rahmen leichte kosmetische Änderungen sowohl Innen als auch Außen vorgenommen und einige technische Neuerungen eingeführt wurden. Ein weiteres, hauptsächlich auf die Optik zugeschnittenes Facelift wurde im September 2006 vorgestellt (Phase II).

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Probleme beim Benziner

Die Benzinerpalette des Scénic JM besteht aus den Vierzylindermotoren 1.4 16V (98 PS), 1.6 16V (112 PS), 2.0 16V (135 PS). Letzterer wurde auch unter der Bezeichnung 2.0T 16V mit einem Abgasturbolader angeboten, mit dessen Hilfe 163 PS aus dem Zweiliter herausgeholt werden.

Eine klassische Schwachstelle, die nicht nur beim Scénic öfter zum Tragen kommt, sind die anfälligen Zündspulen. Ein Defekt kündigt sich in der Regel mit einem ruckelnden Motor nach dem Start an, zudem neigt das Auto beim Beschleunigen zum Stottern und kann sogar plötzlich ausgehen.

Wer sich für den 1,6-Liter interessiert (Motorbaureihe K4M), wird es zudem früher oder später mit einer defekten Nockenwellenverstellung zu tun bekommen. Ob diese Probleme macht, lässt sich schon bei der Besichtigung des Fahrzeugs feststellen: Den Motor starten und genau hinhören, ob rasselnde bzw. schabende Geräusche zu hören sind. Vorbeugend sollten beim nächsten Zahnriemenwechsel die Nockenwellenversteller mit ausgetauscht werden, um langfristig Ruhe zu haben.

Probleme beim Diesel

Bei den Selbstzündern stehen die Varianten 1.5 dCi (82 – 106 PS), 1.9 dCi (110 – 130 PS) und 2.0 dCi (150 PS) zur Auswahl. Ist der Zusatz „FAP“ in der Typenbezeichnung enthalten, gehört ein Dieselpartikelfilter mit zur Serienausstattung.

Hinsichtlich der Zuverlässigkeit gibt der 2.0 dCi die beste Figur ab, welcher bei Einhaltung der Wartungsintervalle den Rest des Fahrzeugs mühelos überdauern sollte. Etwas sensibler ist der Massenmotor 1.5 dCi, zu dessen typischen Schwachpunkten die anfälligen Delphi-Injektoren und die Hochdruckpumpe gehören. Schwerwiegende Defekte können den Käufer beim 1.9 dCi in Form eines Pleuellagerschadens erwarten, die bei diesem Triebwerk (Baureihe F9Q) modellübergreifend vermeldet wurden. Auch der Turbolader kann hier frühzeitig die Flatter machen.

Unabhängig von der Motorisierung sollten vor allem bei hohen Laufleistungen die typischen Diesel-Schwachstellen im Auge behalten werden. Hierzu zählen insbesondere:

Sonstige Schwachstellen

Eine typischer Schwachpunkt ist die Elektronik, die für eine Reihe von Problemen sorgen kann: Nicht funktionierende Fensterheber, Kofferraumklappen, Scheibenwischermotoren und Radios gehören dabei zu den Klassikern. Entladene Starterbatterien haben ebenfalls häufiger die Runde gemacht und sind nicht selten Ursache der Elektronikaussetzer.

In den gängigen Foren werden öfter Probleme mit dem Kombiinstrument vermeldet, die sich in einem Flackern der Instrumente, An- und Ausgehen des Tachos und sich zurücksetzenden Kilometerständen äußern. Auch der Tageszähler und die Uhrzeit können plötzlich zurückgestellt werden.

TÜV & ADAC

Laut dem ADAC wird beim TÜV häufiger ein erhöhter Verschleiß an der Vorderachse und ein hohes Lenkungsspiel moniert, zudem fallen die hinteren Bremsen negativ auf. Dieselben Mängelherde werden auch im GTÜ-Report genannt.

In der ADAC-Pannenstatistik landet der Scénic II auf den vorderen Plätzen. Zu den Pannenschwerpunkten gehören defekte Anlasser beim Diesel, defekte Kurbelwellensensoren, Fensterheber und Wegfahrsperren.

Rückrufe

Der Renault Scénic JM wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen (Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren):

  • Wegen Problemen mit der automatischen Parkbremse kann es passieren, dass diese während der Fahrt eingeschaltet wird. Betroffen sind Modelle, die bis zum 20. Juni vom Band gelaufen sind.
  • Bei Modellen, die bis Mitte Dezember 2005 hergestellt wurden, kann es passieren, dass sich die äußeren Gurtschlossbefestigungen auf dem Rücksitz lösen.
  • Laut dem KBA kann der Hebemechanismus für die elektrischen Fensterheber blockieren. Betroffen sind Modelle der Baujahre bis einschließlich 2005.
  • Wegen einer unzureichenden Schweißung kann es unter Umständen zum Abriss der Hinterachse kommen. Betroffen sind Scénic-Modelle aus dem Baujahr 2004.
  • Wegen eines falsch programmierten Einspritzsteuergeräts kann es passieren, dass ein Leistungsmangel verursacht wird und die Serviceleuchte aufleuchtet. Betroffen sind die Baujahre 2005 und 2006.
  • Weiterhin kann der Klimakompressor blockieren, was dazu führen kann, dass der Antriebsriemen der Servolenkung reißt. Betroffen sind ebenfalls die Baujahre 2005 und 2006.
  • Beim Zweiliter-Diesel der Baujahre 2005 und 2006 (Motorbaureihe M9R) kann es passieren, dass wegen einer nicht korrekten Ansteuerung des Turboladers der Motor in den Notlauf versetzt wird.
  • Bei Modellen, die zwischen dem 13. und 17. Juni 2006 vom Band gelaufen sind, kann es wegen Bruchgefahr bei der Schweißverbindung von Lenksäulegelenk und Zwischenwelle passieren, dass das Fahrzeug im schlimmsten Fall unlenkbar wird. Im Rahmen des mit dem Rückruf verbundenen Werkstattaufenthaltes wird geprüft, ob die Schwachstelle vorhanden ist und wird bei Bedarf durch den Einbau einer neuen Lenkwelle beseitigt.
  • Aufgrund einer fehlerhaften Software kann es zu Störungen der Servolenkung kommen. Betroffen sind Scénic-Modelle, die zwischen Januar 2006 und März 2007 vom Band gelaufen sind.

Unser Tipp: 1.5 dCi nach dem Facelift

Der Renault Scénic II hat mit den zahlreichen Schwachstellen seines Vorgängers aufgeräumt, ist jedoch trotzdem nicht frei von Mängeln. Besonders die Elektronik kann für jede Menge Ärger sorgen, bei der Besichtigung des Fahrzeugs gehört die Überprüfung sämtlicher Schalter und Hebel deshalb zum Pflichtprogramm.

Die Preise für einen Scénic JM fangen in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 1.000 Euro an, Exemplare nach dem Facelift und mit maximal 150.000 Kilometern auf der Uhr werden ab 3.000 Euro inseriert. Vertreten sind überwiegend Benziner mit manuellem Schaltgetriebe.

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Beitragsbild: OSX, Public domain, via Wikimedia Commons

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