Seat Leon | Typische Probleme, Schwachstellen & Rückrufe
Leon I (1M) | 1999 – 2006
Der Seat Leon I (1M) ist eine von 1999 bis 2006 hergestellte Limousine aus dem Segment der Kompaktklasse.
Typische Schwachstellen beim Benziner und Diesel
Bei den älteren 1,4-Liter-Triebwerken kann es passieren, dass bei sehr kalten Temperaturen es zum Schaden an der Kurbelgehäuseentlüftung kommen kann. Im Rahmen einer Serviceaktion wurde eine beheizbare Kurbelgehäuseentlüftung nachgerüstet, Motoren mit dem Motorkennbuchstaben BCA sind von diesem Problem ausgenommen.
Weiterhin fällt der Ölverbrauch relativ hoch aus und sollte im Auge behalten werden. Der Turbobenziner 1.8T hat mit den Zündspulen des Öfteren Ärger (2001 bis 2003), beim Top-Modell 2.8 V6 gilt hingegen die Steuerkette als typische Schwachstelle.
Wenig Anlass zur Sorge bereitet der Selbstzünder 1.9 SDI. Zwar kann dieser aufgrund der fehlenden Turboaufladung zum Verkehrshindernis werden, damit fällt aber auch eine Schwachstelle weg, die nachher zum Problem werden könnte.
Was den 1.9 TDI anbelangt, so genießt dieser abgesehen von seinem Kultstatus ebenfalls einen hervorragenden Ruf: Bei hohen Laufleistungen könnte das Pumpe-Düse-System eine Generalüberholung verlangen, ansonsten braucht der 1,9-Liter jedoch nur regelmäßige Wartung sowie den obligatorischen Zahnriemenwechsel nach 90.000 km.
Rußbildung an den Injektoren und im AGR-Ventil können vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.
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Sonstige Schwachstellen
Beim manuellen Schaltgetriebe kann eine zu schwach ausgelegte Niete unter Umständen reißen und damit einen Getriebeschaden verursachen. Zum Einsatz kam das Getriebe der Baureihe 02K in Verbindung mit den älteren 1,4- und 1,6-Liter-Maschinen als auch mit dem 1,9 SDI bis Baudatum 11. Juli 2001.
Unterdessen ist im Laufe der Jahre mit defekten Mikroschaltern zu rechnen, die eine Reihe verschiedenster Probleme zur Folge haben können (plötzliches Auslösen der Alarmanlage, nicht funktionierende Innenbeleuchtung uvm.).
Herunterfallende Fensterscheiben gehören beim Leon I dazu wie das Amen in der Kirche und selbst vor Rost ist der Spanier trotz Vollverzinkung nicht vollkommen sicher. Berichtet wird auch von defekten Luftmassenmessern und Motorsteuergeräten; beim TÜV führt eine mangelhafte Achsaufhängung und Beleuchtung häufiger zur Verweigerung der Plakette.
Unser Tipp: 1.6er ab Baujahr 2003
Der Seat Leon I kommt langsam in die Jahre und hat mit einigen Problemen zu kämpfen. Empfehlenswert sind vor allem jüngere Modelle, bei denen ein Großteil der Kinderkrankheiten bereits beseitigt wurde. Für ein gepflegtes Nicht-Cupra-Exemplar mit geringer Laufleistung wird in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen rund 5.000 Euro verlangt.
Leon II (1P) | 2005 – 2012
Die zweite Generation des Seat Leon (1P) wurde von 2005 bis 2012 hergestellt. 2009 gab es ein Facelift.
Typische Schwachstellen beim Benziner
Was die Saugbenziner 1.4 und 1.6 anbelangt, so bereiten diese recht wenig Kopfschmerzen. Ernsthafte Probleme sind von diesen beiden Triebwerken nicht zu erwarten, sofern auf regelmäßige Wartung Wert gelegt wird. Auch der 2.0 FSI gilt als recht standfest, allerdings ist bei hohen Laufleistungen aufgrund der Benzin-Direkteinspritzung mit verkokten Injektoren zu rechnen.
Letzteres betrifft auch die Turbobenziner 1.2 TSI und 1.8 TSI (Motorbaureihe EA111), wobei hier das Hauptaugenmerk der anfälligen Steuerkette gebührt, welche modellübergreifend für zahlreiche Motorschäden gesorgt hat: Ist diese gelängt, stimmen die Steuerzeiten nicht mehr überein, was in der Regel einen kapitalen Motorschaden zur Folge hat.
Beim (Kalt-)Start sollte deshalb darauf geachtet werden, dass keine rasselnden bzw. schlagenden Geräusche vom Motor zu hören sind. Abgesehen hiervon liegt der Ölverbrauch jenseits von Gut und Böse und sollte auf keinen Fall aus den Augen verloren werden.
Durch die Benzin-Direkteinspritzung werden die EcoTSI- und TSI-Motoren mit verkokten Einspritzdüsen und Kohleablagerungen im Ansaugtrakt zu kämpfen haben. Um die hieraus resultierenden Probleme (Leistungsverlust, höherer Verbrauch, etc.) zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.
- ✅ Langlebigkeit des Motors: Bei regelmäßiger Anwendung wird eine kontinuierliche Sauberkeit der Einspritzdüsen gewährleistet und die Motorleistung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.
- ✅ Einfache Anwendung: Geben Sie beim Tanken den Motorsystemreiniger in Ihren Kraftstofftank. Bei regelmäßiger Anwendung können Sie eine nachhaltige Verbesserung der Motorleistung sowie ein geringeres Motorgeräusch feststellen. Dieses kann zu einer längeren Lebensdauer Ihres Fahrzeugs beitragen.
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Typische Schwachstellen beim Diesel
Die Dieselmodelle 1.6 TDI und 2.0 TDI sind mit Vorsicht zu genießen. Nicht, weil diese unzuverlässig sind – tatsächlich ist überwiegend das Gegenteil der Fall. Das Problem liegt vielmehr in der Betroffenheit durch den Dieselskandal, weshalb unbedingt in Erfahrung gebracht werden sollte, ob alle nötigen Software-Updates durchgeführt worden sind (kann mit der FIN auch hier überprüft werden), sonst droht die Stilllegung des Fahrzeugs. Ansonsten gab es gelegentlich Ärger mit dem Zweimassenschwungrad, derweil wurden bei einigen 2.0-TDI-Modellen mit dem Motorkennbuchstaben BKD Zylinderkopfrisse festgestellt.
Ein Bollwerk der Standfestigkeit ist nach wie vor der 1.9 TDI, welcher immerhin noch bis Ende 2010 bestellt werden konnte. Regelmäßige Wartung und Zahnriemenwechsel tragen dazu bei, dass das Triebwerk mehrere hunderttausend Kilometer abspulen kann und vermutlich dabei den Rest des Fahrzeugs überdauern wird.
Um jedoch keine bösen Überraschungen zu überleben, sollte das recht anfällige Pumpe-Düse-System besonders bei hohen Laufleistungen im Auge behalten werden, außerdem sind Motoren mit dem Kennbuchstaben BLS (90 PS) aufgrund möglicher Pleuellagerschäden zu meiden.
Worauf es grundsätzlich vor dem Kauf eines Diesels zu achten gilt und ob es sich überhaupt lohnt, einen anzuschaffen, kann in unserem Ratgeber nachgelesen werden.
Probleme mit dem Automatikgetriebe
Bei der Automatik handelt es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe, welches von Volkswagen entwickelt wurde (DSG). Leider machte das Getriebe Negativschlagzeilen gerade zu dem Zeitpunkt herum, als der Leon II noch recht frisch auf dem Markt war: Hakelige Schaltvorgänge, Ruckeln beim Anfahren oder gar Getriebeschäden sind von nicht wenigen Besitzern vermeldet worden. Wenn also der Handschalter nicht in Frage kommt, sollte auf die folgenden Punkte geachtet werden:
- Das DSG-Getriebe ist bekannt für einen hohen Kupplungsverschleiß, der in den meisten Fällen auf übermäßigen Stadtverkehr und häufigen Anhängerbetrieb zurückzuführen ist.
- Bei der Probefahrt sollte darauf geachtet werden, dass das Getriebe fließend hoch- und runterschaltet und kein Stottern bzw. Ruckeln beim Anfahren auftritt.
- Das Getriebe ist bedingt empfehlenswert, wenn eine lückenlose sowie nachvollziehbare Servicehistorie vom Vorbesitzer vorgelegt werden kann.
Weiterhin gab es für das 7-Gang-DSG (DQ200) eine Serviceaktion: Bei den betroffenen Getrieben (bis ca. Ende 2013) wurde das ab Werk eingefüllte synthetische Getriebeöl, welches Elektronikprobleme auslösen kann, durch mineralisches Getriebeöl ersetzt.
Weitere Probleme des DSG sowie Tipps, worauf es beim Kauf zu achten gilt, haben wir in unserem Ratgeber detailliert zusammengefasst.
Sonstige Schwachstellen und Rückrufe
Wassereinbruch ist eine recht frustrierende Angelegenheit und kommt beim Leon II leider des Öfteren vor. Bei der Besichtigung des Fahrzeugs sollte deshalb der Fuß- und Kofferraum auf Feuchtigkeit überprüft werden.
Laut dem TÜV-Report werden hin und wieder die Scheinwerfer moniert, auch die Bremsscheiben stehen öfter in Kritik. Leider wird es auch beim Thema Ölverlust richtig ernst für den Leon II. In der ADAC-Pannenstatistik schneidet der Kompakte gut ab.
Einen Rückruf gab es für Leon-Modelle aus dem Baujahr 2009 mit der Fahrzeugidentifikationsnummer -000001 bis -513649: Hier konnte es Probleme mit dem Steuergerät für die ABS- und ESP-Sicherheitsassistenten geben. Im Rahmen des Rückrufs wurde bei den betroffenen Fahrzeugen das Steuergerät überprüft. Über weitere Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren.
Unser Tipp: 1,6-Liter als Handschalter
Die Modelle 1.2 TSI und 1.8 TSI sind aufgrund der oben genannten Probleme zu meiden, beim Diesel ist der Abgasskandal zu beachten. Vorsicht gilt auch beim Automatikgetriebe DSG: Hier sollte unbedingt ein lückenloses Scheckheft vorgelegt werden können, um eventuelle Kulanzanträge beim Hersteller durchboxen zu können. Die Preise für einen Leon II fangen in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 2.000 Euro an.
Leon III (5F) | 2012 – 2020
Die dritte Generation des Seat Leon (5F) wurde von 2012 bis 2020 hergestellt. Ein Facelift erfolgte 2017.
Typische Probleme beim TSI und TDI
Die Benzinerpalette wurde beim Leon III endlich auf Vordermann gebracht. Zwar werden Freunde der klassischen Saugbenziner um deren Streichung trauern, dafür hat sich Seat aber auch von den Problemmotoren des Vorgängers getrennt.
Zum Einsatz kommen nur noch Drei- und Vierzylinder-Aggregate der Baureihe EA211, welche statt einer Steuerkette einen Zahnriemen verbaut bekommen haben. Lediglich der 1.8 TSI sowie alle 2.0 TSI und Cupra-Modelle setzen noch auf die Steuerkette (Motorbaureihe EA888), allerdings hat diese deutlich an Robustheit gewonnen und macht nur noch selten Ärger.
Gänzlich sind die TSI-Modelle von Problemen jedoch nicht verschont geblieben:
- Die 1.0 TSI Modelle aus dem Produktionszeitraum 2018 bis 2020 können Probleme mit den Einspritzventilen bekommen, welche nicht vollständig schließen und dadurch Kraftstoff in den Brennraum im Stillstand nachtropfen kann.
- Beim 1.2 TSI kam es vereinzelt zu Problemen mit dem Zahnriemen, der wegen einem Defekt an den Nockenwellenrädern reißen konnte. Betroffen sind Modelle, die bis Ende 2014 vom Band gelaufen sind.
- Ein starkes Ruckeln im ersten Gang sowie bei sehr langsamer Fahrt sind Probleme, die bei älteren 1.5 TSI-Modellen mit manuellem Schaltgetriebe auftreten können (vor allem nach dem Kaltstart). Abhilfe schafft in der Regel ein Software-Update.
Bei den Dieselmodellen 1.6 TDI und 2.0 TDI kam es hin und wieder zu Kühlmittelverlust, zudem ist bei hohen Laufleistungen mit defekten Injektoren zu rechnen. Weiterhin steht der EA288-Dieselmotor im Verdacht, mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgestattet worden zu sein – inwieweit Volkswagen jedoch dafür in Verantwortung gezogen wird, steht zu diesem Zeitpunkt noch offen.
Durch die Benzin-Direkteinspritzung werden die TSI-Motoren mit verkokten Einspritzdüsen und Kohleablagerungen im Ansaugtrakt zu kämpfen haben. Um die hieraus resultierenden Probleme (Leistungsverlust, höherer Verbrauch, etc.) zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.
- ✅ Langlebigkeit des Motors: Bei regelmäßiger Anwendung wird eine kontinuierliche Sauberkeit der Einspritzdüsen gewährleistet und die Motorleistung über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.
- ✅ Einfache Anwendung: Geben Sie beim Tanken den Motorsystemreiniger in Ihren Kraftstofftank. Bei regelmäßiger Anwendung können Sie eine nachhaltige Verbesserung der Motorleistung sowie ein geringeres Motorgeräusch feststellen. Dieses kann zu einer längeren Lebensdauer Ihres Fahrzeugs beitragen.
Letzte Aktualisierung am 13.09.2024 um 16:39 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Überprüfen Sie die Kompatibilität der Teile mit Ihrem Modell und fragen Sie im Zweifel beim Hersteller direkt an / Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Einige Rückrufe und gute TÜV-Ergebnisse
Laut KBA kann es bei Leon-Modellen aus dem Produktionszeitraum 9. November 2016 bis 16. Oktober 2019 Probleme mit dem Body-Control-Modul geben. Als Ursache wird eine fehlerhafte Konfiguration des Moduls genannt, wodurch “ein Ausfall der vorderen LED-Fahrtrichtungsanzeiger nicht erkannt und nicht angezeigt wird.” Abhilfe schafft ein Software-Update. Über weitere Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren.
Daneben wurden 4.818 Dieselmodelle im Jahr 2020 für ein Software-Update in die Vertragswerkstätten zurückgerufen, um eine Verbesserung des Abgasverhaltens zu bewirken. Laut dem TÜV-Report gibt es nicht viel zu bemängeln: Hin und wieder fällt die Beleuchtung ab und zu negativ auf, ansonsten ist der Gesamteindruck mehr als zufriedenstellend. Dazu bescheinigt der ADAC dem Seat Leon III eine geringe Pannenquote.
Unser Tipp: Junger 1.5 TSI mit Automatikgetriebe
Der Seat Leon III ist Volkswagen richtig gut gelungen, basiert doch die dritte Generation wie alle seine Vorgänger auch auf dem VW Golf. Selbst vor dem DSG-Getriebe braucht man keine Angst mehr mehr zu haben, jedoch ist man auf der sicheren Seite immer mit einem jüngeren Modell.
Benziner und Diesel sind im selben Maße zuverlässig und durch die Bank empfehlenswert, wichtig ist in erster Linie ein gepflegtes Scheckheft. Die Preise für einen Leon III fangen in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei rund 5.000 Euro an, für ein gepflegtes Modell mit geringer Laufleistung werden mindestens 25.000 Euro fällig.
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