VW Tiguan II: Typische Probleme & Schwachstellen
Die zweite Generation des VW Tiguan (AD1) wurde von 2016 bis 2024 produziert. Im Herbst 2020 kam das Facelift. Nachfolger ist der Tiguan III, Vorgänger der Tiguan I.

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Probleme beim Benziner
Zur Wahl stehen weiterhin zwei Benziner und ein Diesel. Der 1.4 TSI musste noch bis Ende 2018 als Basismodell herhalten, bevor dieser Anfang 2019 durch den 1.5 TSI (Motorbaureihe EA211) abgelöst wurde. Den 2.0 TSI gibt es nach wie vor und ist serienmäßig mit Allradantrieb ausgerüstet. Unter der Bezeichnung “1.4 TSI eHybrid” wurde auch ein Hybrid-Modell angeboten.
Im Gegensatz zum Vorgänger ist der 1.4 TSI von Steuerketten-Problemen befreit. Stattdessen kommt ein langlebiger Zahnriemen zum Einsatz, der laut Hersteller einen Serviceintervall von 210.000 Kilometern hat (ob es gesund ist, dieses Intervall auszureizen, muss jeder für sich selbst entscheiden). Auch vom eklatant hohen Ölverbrauch des alten 1.4 TSI hört man nichts mehr. Selbiges gilt auch für das Hybrid-Modell, welches allerdings von zwei Rückrufen betroffen ist (siehe unten). Eine Steuerkette wird noch im 2.0 TSI verbaut (EA888), die aber in puncto Zuverlässigkeit recht unauffällig ist.
Beim 1.5 TSI kann es zu einem starken Ruckeln im ersten Gang sowie bei sehr langsamer Fahrt kommen. Das Problem tritt besonders nach dem Kaltstart auf und betrifft überwiegend ältere Modelle mit manuellem Schaltgetriebe. Mit einem Software-Update kann es aber beseitigt werden. Außerdem ist der 1.5 TSI von einem Rückruf betroffen (siehe unten).
Probleme beim Diesel
Einziger Selbstzünder im Programm ist der 2.0 TDI. Dieser wurde in mehreren Leistungsstufen mit 115, 150. 190 und 240 PS angeboten. Das Triebwerk der Baureihe EA288 gilt modellübergreifend als sehr standfest und bereitet nur selten Probleme, die nicht auf ein unpassendes Fahrprofil zurückzuführen sind. Leider steht der Diesel immer noch im Verdacht, mit einer illegalen Abschaltvorrichtung ausgerüstet worden zu sein. Ob der Hersteller hierfür in die Verantwortung gezogen wird, ist allerdings offen.
Unabhängig von der Motorisierung ist auf die typischen Diesel-Schwachpunkte zu achten, die vor allem bei hohen Laufleistungen oder extremem Kurzstreckenverkehr zum Vorschein kommen. Hierzu zählen insbesondere:
Rußbildung an den Injektoren kann vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, die in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden. Außerdem kann es helfen, gelegentlich besseren Kraftstoff zu tanken, der bereits reinigende Additive enthält (z.B. Aral Ultimate, Shell V-Power Diesel).
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Probleme beim Automatikgetriebe
Bei der Automatik handelt es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG). Anders als im Golf oder Passat hat das DSG hier immer eine in Öl laufende Nasskupplung, egal ob Benziner oder Diesel. Genauer gesagt kommt beim 1.4 TSI das DQ250 (6 Gang) und beim 1.5 TSI das DQ381 (7 Gang) zum Einsatz. Den 2.0 TDI gibt es sowohl mit dem DQ381 als auch mit dem DQ500.
Um die Zuverlässigkeit der hier verbauten DSG-Varianten steht es gut. Unabhängig vom Hersteller mögen Doppelkupplungsgetriebe aber keinen übermäßigen Stadtverkehr und Anhängerbetrieb. Das fördert den Verschleiß und macht den Austausch der Kupplungen unter Umständen früher nötig als geplant, was richtig teuer werden kann. Zusätzliche Kosten kommen auch in Form von Ölwechseln hinzu: Der Intervall für das DQ250 und DQ500 beträgt 60.000 Kilometer, beim DQ381 sind es 120.000 Kilometer.
Bei der Probefahrt sollte darauf geachtet werden, dass das Getriebe fließend hoch- und herunterschaltet und kein Stottern oder Ruckeln beim Anfahren auftritt. Außerdem ist eine lückenlose Servicehistorie von Vorteil.
Probleme beim Allradantrieb
Beim Allradantrieb 4Motion handelt es sich nicht um einen klassischen, permanenten Allradantrieb. Stattdessen wird auf eine Haldexkupplung gesetzt, welche die Hinterachse bei Bedarf hinzuschaltet – etwa im Schnee oder im Matsch. Verbaut wird die Haldex Gen 5.
Früher oder später kann es passieren, dass die Vorladepumpe der Haldexkupplung aufgrund von Ölschlamm in ihrer Funktion gestört wird und hierdurch die hinteren Räder nicht mehr angetrieben werden. Ein typisches Symptom für einen Defekt am 4Motion-Antrieb ist in den meisten Fällen das Durchdrehen der Vorderräder. Um eine teure Reparatur zu vermeiden, ist es deshalb wichtig, nach dem Fahrzeugkauf das Haldexöl zu wechseln.
Sonstige Schwachstellen
- Berichtet wurde von Problemen mit dem Tankdeckel, der nicht sofort aufging.
- Typisch für ältere VW-Modelle wie den Tiguan II sind undichte Panoramadächer.
TÜV & ADAC
Dem TÜV-Report zufolge verschleißen die Bremsscheiben sehr schnell. In der ADAC-Pannenstatistik schneidet der Tiguan II gut ab. Pannenschwerpunkte wurden noch keine ermittelt.
Rückrufe
Der VW Tiguan II wurde mehrmals zurückgerufen. Nachfolgend werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl von Fahrzeugen betreffen:
- Bei Tiguan-Modellen mit Panoramadach und Ambientebeleuchtung kann es aufgrund von Feuchtigkeitseintritt zu einem Kurzschluss kommen. Betroffen sind Modelle bis zum Produktionsdatum 5. Juli 2018.
- Der Dachkantenspoiler kann sich aufgrund mangelhafter Verklebung lösen. Betroffen sind Modelle mit R-Line Ausstattung, die zwischen 2015 und 2019 vom Band gelaufen sind. Modelle mit Automatikgetriebe wurden 2020 wegen fehlerhafter Bremspedale in die Werkstätten zurückgerufen.
- Laut dem KBA kann es wegen eines Fehlers im Gasgenerator der Frontairbags bei der Airbagauslösung zu unkontrollierter Entfaltung und zum Lösen von Metallfragmenten kommen, die die Insassen verletzen können. Betroffen sind Tiguan-Modelle, die bis zum 15. September 2018 hergestellt wurden.
- Bei Tiguan-Modellen, die zwischen August 2015 und Dezember 2018 gebaut wurden, kann ein fehlerhafter Sperrbolzen der Anhängerkupplung im Anhängerbetrieb brechen. Die Folge hiervon ist ein Verlust der Verbindung zum Anhänger.
- Bei 1.5-TSI-Modellen mit manuellem Schaltgetriebe, die von Mai bis einschließlich Juni 2019 vom Band gelaufen sind, konnte aufgrund einer vorhandenen Anfahrschwäche unter Umständen die Beschleunigung ausbleiben. Abhilfe schafft ein Software-Update.
- Bei Hybrid-Modellen, die bis einschließlich 2022 vom Band gelaufen sind, besteht unter Umständen erhöhte Brandgefahr wegen einer defekten Batteriesicherung. Abhilfe schafft eine zusätzlich schützende Isoliermatte, die über den Schaltkasten der Hochvoltbatterie angebracht wird.
- Laut dem KBA kann es aufgrund einer fehlerhaften Schweißverbindung zu einem Ablösen der Bremspedalplatte kommen. Im Rahmen des mit dem Rückruf verbundenen Werkstattaufenthaltes wird die Schweißverbindung zwischen Bremspedal und Bremspedalplatte überprüft und ggf. die Bremspedalplatte ausgetauscht. Betroffen sind Tiguan-Modelle aus 2020.
- Aufgrund eines Produktionsfehlers können Oxideinschlüsse in den Radlagergehäusen zum Bruch und instabilem Fahrverhalten führen. Betroffen sind Tiguan-Modelle aus 2021.
- Aufgrund einer ungenügend befestigten Motor-Designabdeckung kann diese verrutschen und mit heißen Teilen im Motorraum in Kontakt kommen, in deren Folge die Abdeckung schmelzen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen kann. Betroffen sind Modelle aus dem Produktionszeitraum 2020 bis 2022.
- Dem KBA zufolge kann es beim Hybrid-Modell aus 2021 zu einem Problem mit der Sitzverriegelung der Rücksitzbank kommen. Im Rahmen des Rückrufs wird der Bowdenzug der Lehnenfernentriegelung geprüft und bei Bedarf getauscht.
Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren.
Unser Tipp: Zweiliter-Benziner oder Diesel
Der VW Tiguan II ist ein solider SUV mit wenigen Schwächen. Als Gebrauchtwagen ist er definitiv ein Hit. In den Autobörsen geht es preislich bei circa 12.000 Euro los. Wer sich für ein scheckheftgepflegtes Exemplar mit maximal 100.000 Kilometern interessiert, sollte mindestens 16.000 Euro bereithalten (Stand: September 2025).
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Beitragsbild: Michail Dementiev auf Unsplash







