Skoda Fabia I 6Y 1999-2007 Probleme und Schwachstellen
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Skoda Fabia I (6Y) – Typische Probleme & Schwachstellen


Der Skoda Fabia I (6Y) ist ein zwischen 1999 und 2007 produzierter Kleinwagen, welcher technisch eng mit dem VW Polo und Seat Ibiza verwandt ist. Neben dem herkömmlichen Stufenheck wurde auch ein Kombi angeboten (Combi). 2004 erfolgte ein Facelift, Nachfolger ist der Fabia II.

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Probleme beim Benziner

Für den Fabia I wurde eine Reihe von Benzinmotoren angeboten. Das kleinste Aggregat ist der Einliter-Vierzylinder mit 50 PS, einen Hauch mehr Leistung bietet das Dreizylinder-Modell 1.2 HTP mit 54 PS bzw. 68 PS (ab Januar 2003). Was die Durchzugskraft anbelangt, lassen beide viel zu wünschen übrig und sind dementsprechend für längere Fahrten kaum zu gebrauchen.

Neben den schwachen Fahrleistungen sind sowohl der 1.0er als auch 1.2er für Probleme mit der Steuerkette bekannt, die sich vorzeitig längen und damit einen kapitalen Motorschaden verursachen kann. Wer sich für den 1.2-Liter interessiert, sollte sich nach einem 12-Ventiler umschauen, dem im Vergleich zum 6-Ventiler eine höhere Zuverlässigkeit nachgesagt wird.

Beim Einliter kann es außerdem passieren, dass die Kurbelgehäuseentlüftung bei frostigen Temperaturen einen Defekt erleidet und einen Motorschaden verursacht. Betroffen ist auch der 1.4-Liter, wobei das Problem hauptsächlich bei älteren Modellen bis ca. Ende 2001 auftritt. Bei der Besichtigung sollte in Erfahrung gebracht werden, ob eine beheizbare Kurbelgehäuseentlüftung bereits nachgerüstet wurde.

Weiterhin haben beim 1.4 MPI reihenweise die Zylinderkopfdichtungen den Geist aufgegeben – ein Defekt kündigt sich meistens mit dem Aufleuchten der Kühlmittelkontrollleuchte an. Mit verschleißfreudigen Spannrollen hat der 1.4 16V zu kämpfen, die sich schlimmstenfalls lösen und damit den Zahnriemen in Mitleidenschaft ziehen können. Erwähnenswert ist, dass nur der 1.4 16V einen Zahnriemen hat – im 1.4 MPI kommt eine Steuerkette zum Einsatz, die jedoch weniger anfällig ist als beim 1.0 und 1.2 HTP.

Größter Benziner im Bunde ist der Zweiliter-Vierzylinder mit 115 bzw. 120 PS. Im Gegensatz zu den kleineren Triebwerken bleibt der 2.0er von größeren Problemen verschont, hat jedoch des Öfteren mit Zündaussetzern und einem unrunden Leerlauf zu tun.

Ansonsten gehen unabhängig vom Hubraum und Leistung regelmäßig die Zündspulen kaputt, seltener die Lambdasonden. Daneben verstopft das AGR-Ventil und die Drosselklappe muss hin und wieder gereinigt werden.

Probleme beim Diesel

Für Vielfahrer eignet sich der 1.9 SDI, 1.4 TDI oder 1.9 TDI. Bei Ersterem handelt es sich um einen Saugdiesel, der zwar mit seinen miserablen Beschleunigungswerten (0-100 in 18 Sekunden) keine Rennen gewinnen wird, dafür jedoch in Sachen Haltbarkeit einsame Spitze ist.

Deutlich häufiger anzutreffen ist der fast schon legendäre 1.9 TDI, welcher in zahlreichen anderen VAG-Modellen zum Einsatz kam und den Ruf inne hat, den Rest des Fahrzeugs mühelos zu überdauern. Bei höheren Laufleistungen wird dennoch das eine oder andere Teil zu ersetzen sein, allen voran der Zahnriemen und Turbolader. Auch das Pumpe-Düse-System unterliegt dem Verschleiß und sollte im Auge behalten werden.

Die goldene Mitte aus Leistung und Verbrauch trifft der 1.4 TDI. Zwar arbeitet der Dreizylinder relativ grob, ist jedoch mit 75 bzw. 80 PS ausreichend motorisiert und kann mit unter fünf Litern bewegt werden. Die Schwachstellen sind dieselben wie beim 1.9 TDI, zusätzlich kam es zu Schäden an der Kurbelwelle bei Aggregaten mit dem Kennbuchstaben AMF (verbaut von Juni 2003 bis September 2005).

Unabhängig von der Motorisierung sollte vor allem bei hohen Laufleistungen auf die typischen Schwachstellen eines Diesels geachtet werden, die früher oder später zum Tragen kommen. Hierzu zählen insbesondere:

Rußbildung an den Injektoren und im AGR-Ventil können vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.

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Probleme mit der Elektronik

Die Elektronik sorgt im Fabia I immer wieder für Ärger: Bei Modellen bis zum Facelift liegt der Motorkabelbaum in einer Vertiefung, in der sich Wasser sammelt. Das Wasser dringt dann in den Kabelbaum ein, wodurch dieses zu gammeln beginnt und es dadurch mit der Zeit zu allen möglichen Elektronikausfällen kommt. Im Rahmen der Serviceaktion 97J7 sollte das Problem bei den meisten Fahrzeugen behoben worden sein, jedoch kann der eine oder andere Besitzer die Aktion verpasst haben.

Weiterhin geben die Mikroschalter gerne den Geist auf, was zur Folge hat, dass bspw. die Zentralverriegelung spinnt und die Türen sich nur noch mit dem Autoschlüssel verriegeln bzw. entriegeln lassen. Auch die Fensterheber und Scheibenwischer erleiden häufiger einen Defekt, seltener das ESP-Steuergerät und die Lenkwinkelsensoren.

Sonstige Schwachstellen

Bei hohen Laufleistungen ist mit Ölverlust am Motor und Getriebe zu rechnen, mitunter werden auch die Motorlager zu ersetzen sein. Beim TÜV machen die Koppelstangen an der Vorderachse sowie die Achsaufhängungen und Radlager häufiger einen Strich durch die Rechnung.

Derweil kommt es aufgrund von undichten Türen häufiger zu Wassereinbruch. Bei der Besichtigung sollte deshalb darauf geachtet werden, dass es im Fahrzeuginneren trocken ist (besonders im Fußraum). Nicht selten quittiert die Klimaanlage aufgrund eines defekten Klimakompressors ihren Dienst; ein Ausfall der Servolenkung ist in den meisten Fällen auf eine kaputte Servopumpe zurückzuführen. Rost ist grundsätzlich kein großes Thema und tritt in der Regel nur an der Heckklappe und am Unterboden auf.

Rückrufe

Der Skoda Fabia I wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:

  • Laut dem KBA enthalten die Fahrerairbags erhöhte Feuchtigkeit im pyrotechnischen Treibmittel des Gasgenerators. Bei einem Unfall mit Auslösung des Frontairbags auf der Fahrerseite kann das metallische Gasgeneratorgehäuse bersten und sich dann Fragmente aus dem Gasgenerator lösen. Betroffen sind die Baujahre 2001 und 2002.
  • Die Schrauben an der Kraftstoffpumpe wurden unzureichend dimensioniert und können abreißen, was im schlimmsten Fall zum Austritt von Kraftstoff führt. Betroffen sind Modelle, die 2004 vom Band gelaufen sind.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: 1.4 16V nach dem Facelift

Der Skoda Fabia I hat mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen, die teilweise richtig ins Geld gehen können. Wer kann, sollte deshalb den Aufpreis zahlen und sich für ein Facelift-Modell entscheiden. Die kleinen Benziner 1.0 und 1.2 HTP sind für Motorschäden bekannt, empfehlenswerter ist der 1.4 16V aus den letzten Baujahren. Für ein gut erhaltenes Modell mit geringer Laufleistung wird in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bis zu 6.000 Euro verlangt.

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Beitragsbild: Doronenko, Public domain, via Wikimedia Commons

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