BMW 3er E46 1998-2007 Probleme und Schwachstellen
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BMW 3er E46 – Typische Probleme & Schwachstellen


Der E46 ist die vierte Generation der 3er Baureihe von BMW und wurde von 1998 bis 2007 als Limousine, Touring, Coupé, Cabrio (ci) und Compact (ti) angeboten. 

Im BMW-Portfolio positioniert sich das Modell zwischen dem im Jahr 2004 eingeführten 1er E87 und dem 5er E39. Das Facelift gab es für die Limousine und Touring im September 2001; das Facelift für Coupé, Cabriolet und Compact erfolgte 2003. Nachfolger ist der 3er E90.

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Probleme beim Benziner

Die Benzinerpalette des E46 besteht aus den Vierzylinder-Modellen 316i (105, 116 PS), 318i (118, 143 PS), 318ci (150 PS); den Sechszylinder-Modellen 320i (150, 170 PS), 323i (170 PS), 328i (193 PS), 330i (231 PS) sowie den Top-Modellen M3 und M3 CSL (➔ Technische Daten).

Schwachstellen beim R4

Nach dem Facelift wurden im 316i und 318i Motoren eingesetzt (N42/N46), bei denen sich die Steuerkette frühzeitig längt und damit ein kapitaler Motorschaden verursacht werden kann. Weiterhin kann die Exzenterwelle der Valvetronic mit der Zeit einlaufen bzw. der Valvetronic-Motor einen Defekt erleiden und starke Leerlaufschwankungen verursachen.

Bei einer lückenlosen und nachvollziehbaren Servicehistorie sind diese Modelle bedingt empfehlenswert. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Steuerkette einschließlich Kettenspanner und Führungsschiene bereits ausgetauscht wurde. Die Vor-Facelift-Varianten mit 105 bzw. 118 PS (Motorbaureihe M43TÜ) sind zwar älter, liefern aber robustere Technik.

Schwachstellen beim R6

Die Sechszylinder-Benzinmotoren (ab 320i aufwärts) neigen zu einem erhöhten Ölverbrauch. Außerdem können die Motoren M52TÜ und M54 immer wieder Probleme mit dem DiSa-Ventil, KGE-Ventil, Nocken- und Kurbelwellensensoren, VANOS-Magnetventilen und -Ringen sowie Falschluft bekommen.

Probleme beim Diesel

Bei den Dieselmodellen handelt es sich um die Vierzylinder-Varianten 318d (116 PS), 320d (136 PS), 320d (150 PS) sowie um die Sechszylinder 330d (184 PS, 204 PS).

Generell ist auf typische Diesel-Schwachstellen zu achten. Hochdruckpumpen, Injektoren und Turbolader können immer wieder einen Defekt erleiden und hohe Kosten verursachen. Für die Langlebigkeit ist ein entsprechendes Fahrprofil von Bedeutung: Kurzstrecken sollten gemieden und Serviceintervalle eingehalten werden.

Rußbildung an den Injektoren und im AGR-Ventil können vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.

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Schwachstellen beim R4

Auch der Diesel kann für Probleme sorgen. Bei den Vor-Facelift-Motoren des 318d sowie 320d (M47) wurden relativ anfällige Hockdruckpumpen verbaut. Die größte Schwachstelle sind allerdings die Drallklappen, welche wegen Verkokung abbrechen und in den Brennraum gelangen können und schlimmstenfalls einen Motorschaden zur Folge hat.

Hiervon ist der Vierzylinder-Dieselmotor M47 bis zum Facelift betroffen, der Sechszylinder-Diesel M57 hat mit diesem Problem bis zum Ende der Baureihe zu kämpfen. Tipp: Es wurden Drallklappen aus Metall sowie Kunststoff mit Halterung eingesetzt. Letztere sind weniger anfällig und können drinnen gelassen werden.

Weiterhin gab es häufige Schäden am Turbolader bei den zwischen September 2001 und November 2003 verbauten 150-PS-Varianten.

Schwachstellen beim R6

Der Reihensechszylinder M57 bis ca. Baujahr 2004 ist ebenfalls von der Drallklappen-Problematik betroffen. Undichte Ansaugbrücken können in Modellen auftreten, die zwischen 2003 und 2005 produziert wurden. 

Bei der Besichtigung sollte deshalb unbedingt auf Ölaustritt im Bereich der Ansaugbrücke geachtet werden. Weiterhin kann der Abgaskrümmer rissig werden, was sich vor allem durch einen starken Abgasgeruch im Innenraum bemerkbar macht.

Probleme mit der GM-Automatik

Das Automatikgetriebe von GM, welches in allen E46 Diesel-Modellen zum Einsatz kommt, ist für einen hohen Kupplungsverschleiß bekannt. Regelmäßige Getriebespülungen sind die Grundvoraussetzung für die Langlebigkeit der GM-Automatik.

Elektronikfehler und Rostbefall

Beim E46 sorgt die Elektronik immer wieder für Ärger: Die Warnblinkanlage und Blinker sind häufiger defekt, außerdem ist das Modelljahr 2001 von defekten Tankanzeigen betroffen. Die Sitzbelegungsmatten sind häufiger defekt und lassen die Airbag-Kontrollleuchte aufleuchten.

Rost ist dem E46 nicht fremd: Die Motorhaube ist hiervon häufiger betroffen, genauso wie die Nieren, Schweller und Radläufe. Außerdem kann sich Rost auch an der unteren Türkante wiederfinden. Manchmal versteckt sich dieser hinter der Gummilippe, deshalb sollte man diese etwas zur Seite ziehen, um dort genau nachzugucken.

Die Hinterachse kann rausreißen

Bei Fahrzeugen, die bis März 2000 ausgeliefert worden sind, muss besonders aufgepasst werden: Hier kann es unter Umständen passieren, dass die Hinterachse ausreißt. Vor dem Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, ob (einer) der Vorbesitzer sich um dieses Problem gekümmert hat.

Anfälliges Fahrwerk

Das Fahrwerk des E46 ist generell sehr sensibel. Querlenker, Federbeinlager und Koppelstangen verschleißen besonders auf schlechten Straßen sehr schnell. Sofern mit dem Motor und der Elektronik alles stimmt, wartet spätestens an dieser Stelle die nächste teure Baustelle. Blind sollte man einen E46 jedenfalls nie kaufen.

Sonstige Schwachstellen

Fahrzeuge mit manuellem Schaltgetriebe haben ein Kupplungs-Verzögerungs-Ventil (englisch CDV oder „Clutch Delay Valve“) verbaut, welches bewirkt, dass beim Anfahren der Schleifpunkt hinausgezögert wird. Dieser Effekt soll den Antriebsstrang schonen, jedoch empfinden viele E46- sowie auch E90– und E87-Fahrer diesen als sehr störend.

Die Fensterheber gehen häufiger kaputt. Vor dem Kauf sollte man darauf achten, ob alle Fenster mit derselben Geschwindigkeit schließen. Sollte ein Fenster langsamer sein als andere oder knackende Geräusche von sich geben, deutet dies auf einen Defekt des Drahtseils hin.

Weitere Macken des E46:

  • Beim 330i, sowie vereinzelt beim 325i kann es zu einer starken Verzögerung der Bremskraft bei Nässe kommen. Abhilfe schaffen gelochte Bremsscheiben.
  • Der Ölstandsensor erleidet des Öfteren einen Defekt und lässt die Öldruckwarnleuchte aufleuchten.
  • Im Laufe der Jahre fängt die Zentralverriegelung damit an, Ärger zu bereiten.

TÜV & ADAC

Im TÜV-Report taucht der E46 schon längst nicht mehr auf, hat seinerzeit aber nur schlecht abgeschnitten. Selbiges gilt auch für die ADAC-Pannenstatistik, in der der Bayer nur die hinteren Plätze belegte. Zu den ermittelten Pannenschwerpunkten gehören die Kraftstoffpumpe, Nockenwellenversteller, Steuerkette, Türschloss, Zündspulen sowie das komplette Kühlsystem.

Rückrufe

Der BMW 3er E46 wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen.

  • Laut dem KBA kann ein Fehler im Gasgenerator des Fahrerairbags bei der Airbagauslösung zu einer unkontrollierten Entfaltung führen. Betroffen sind die Baujahre 1997 bis 2000.
  • Wegen eines korrosionsbedingten Kurzschlusses im Steuergerät des Lüfters kann es im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand kommen. Betroffen sind die Baujahre 2002 bis 2005.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Unser Tipp: Sechszylinder mit Handschaltung

Vom reinen Fahrspaß kann der E46 jedem ans Herz gelegt werden, besonders dann, wenn ein Sechszylinder unter der Haube steckt. Für den Kopf macht eine Anschaffung allerdings nur dann Sinn, wenn die teilweise horrenden Unterhaltskosten zu stemmen sind.

Preislich geht es in den gängigen Gebrauchtwagenbörsen bei weniger als 1.000 Euro los, für ein gepflegtes Modell mit geringer Laufleistung können aber auch fünfstellige Beträge fällig werden.

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Beitragsbild: Tyler Clemmensen auf Unsplash

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