Mercedes E-Klasse W213 S213 2016-2023 Probleme und Schwachstellen
Mercedes-BenzOberklasse

Mercedes E-Klasse W213, S213 – Probleme & Schwachstellen


Die Mercedes E-Klasse W213, S213 ist eine Limousine aus dem Segment der oberen Mittelklasse, die von 2016 bis 2023 hergestellt wurde und sich im Daimler-Portfolio über der C-Klasse positioniert. Das Modell wird neben der Stufenheckausführung auch als T-Modell (S213), All-Terrain-Modell (X213), Coupé (W238) und Cabriolet (A238) angeboten. 2020 erfolgte eine Modellpflege. Vorgänger ist der W212.

Probleme beim Benziner

Bis Mai 2019 verrichtete der aus dem W212 übernommene Vierzylinder M274 seinen Dienst im E 200, E 250, E 300, E 350 und in den Hybrid-Modellen E 300 e und E 350 e. Die Ablösung erfolgte (außer beim Hybrid) durch den M264. Hinsichtlich der Zuverlässigkeit sind beide Triebwerke recht unauffällig und grundsätzlich empfehlenswert.

Auch das V6-Aggregat M276 mit 3,5-Liter-Hubraum im E 400 sowie mit Drei-Liter-Hubraum im E 450 und E 43 AMG bereitet wenig Anlass zur Sorge. Von Problemen mit der Steuerkette, wie sie noch im Vorgänger aufgetreten sind, hört man mittlerweile kaum noch. Nicht weniger zuverlässig ist der Nachfolger M256, welcher neben dem E 53 AMG seit Juni 2020 auch im E 450 eingesetzt wird.

Manko eines jeden Benzin-Direkteinspritzers ist das Thema verkokte Einspritzdüsen und Kohleablagerungen im Ansaugtrakt, die Motoren im W213  sind da keine Ausnahme. Grundsätzlich wird man sich mit dieser Problematik erst bei hohen Laufleistungen auseinandersetzen müssen, sollte aber trotzdem nicht ignoriert werden.

Probleme beim Diesel

Beim Diesel gab es zu Beginn Probleme mit den Schlepphebeln, die vorzeitig verschlissen und teilweise sogar abgebrochen sind. Betroffen sind die Vierzylinder der Baureihe OM654 bis einschließlich der Motornummer 80278366. Ende Juni 2018 wurde die Schwachstelle mit dem Einsatz neuer Schlepphebel behoben. Weiterhin ist die Steuerkette von einem Rückruf betroffen (siehe unten).

Ein aktueller Rückruf betrifft sowohl den Vierzylinder als auch den Sechszylinder der Baureihe OM656: Hier kann es bei der über Unterdruck steuerbaren Kühlmittelpumpe zu einer Undichtigkeit zwischen dem Kühlmittel- und Unterdruckkreislauf kommen, wodurch Kühlmittel in den Unterdruckkreislauf gelangen kann.

Daimler: „Sollten elektrische Umschaltventile mit Kühlmittel beaufschlagt werden, kann unter anderem über Zeit in Einzelfällen aufgrund einer elektrochemischen Reaktion ein kontinuierliches Ansteigen der Bauteiltemperatur bis hin zu einer Brandgefahr nicht vollständig ausgeschlossen werden.“

Unabhängig von der Motorisierung sollte vor allem bei hohen Laufleistungen auf die typischen Schwachstellen eines Diesels geachtet werden, die früher oder später zum Tragen kommen. Hierzu zählen insbesondere:

Rußbildung an den Injektoren und im AGR-Ventil können vor allem bei Diesel-Fahrzeugen zu kostspieligen Reparaturen führen. Um diese zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.

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Sonstige Schwachstellen

Der W213 hat ein umfangreiches Infotainment-System und zahlreiche Assistenzsysteme mit an Bord. Leider häufen sich auch Berichte über deren Ausfälle, die in den meisten Fällen nur in einer Mercedes Vertragswerkstatt zu beheben sind. 

Bei der Besichtigung sollte man sich dementsprechend Zeit nehmen und alles auf Funktion überprüfen, zudem ist eine Anschlussgarantie absolut empfehlenswert.

TÜV & ADAC

Laut dem TÜV werden häufiger die Achsaufhängungen bemängelt. In der ADAC-Pannenstatistik steht der W213 recht gut da.

Rückrufe

Die Mercedes-Benz E-Klasse W213 wurde mehrmals zurückgerufen. Im Folgenden werden alle Rückrufaktionen aufgeführt, die eine Vielzahl an Fahrzeugen betreffen:

  • Laut dem KBA kann ein nicht der Spezifikation entsprechendes Mischungsverhältnis der Zündchemikalien bei einem Unfall dazu führen, dass der Beifahrer-, Seiten-, Knie- oder Windowairbag nicht auslöst. Betroffen sind die Baujahre 2016 und 2017.
  • Wegen eines Montagefehlers kann die Funktion der aktiven Motorhaube für den Fußgängerschutz beeinträchtigt sein. Betroffen ist der E 63 4MATIC aus dem Produktionszeitraum Oktober 2016 bis Januar 2018.
  • Aufgrund einer fehlerhaften Verschraubung des Heckspoilers mussten Modelle der Baujahre 2016 bis 2019 zurück in die Werkstätten.
  • W213-Modelle der Baujahre 2016 bis 2020 hatten Probleme mit dem eCall-Notrufsystem.
  • Wegen eines nicht korrekt verlegten Getriebeleitungssatzes kann es zu Wassereintritt kommen, wodurch die Brandgefahr erhöht wird. Betroffen sind E-Klasse-Modelle bis Baujahr 2022.
  • Aufgrund von elektromagnetischen Vorgängen kann es zum elektrischen Kontakt verschiedener stromführender Systeme kommen, wodurch die Brandgefahr erhöht wird. Betroffen sind W213-Modelle bis Baujahr 2019.
  • Unter bestimmten Umständen kann es passieren, dass einzelne Bolzen oder Kettenglieder der Steuerkette verschleißen, wodurch die Steuerkette reißen kann. Betroffen sind Diesel-Modelle mit dem OM654-Motor aus dem Produktionszeitraum Januar 2016 bis Februar 2021.
  • Bei Modellen aus dem Produktionszeitraum Juni bis Oktober 2018 wurden unter Umständen fehlerhafte Gurtschlösser montiert, die den Sicherheitsgurt nicht erkennen, wodurch das Verletzungsrisiko bei einem Unfall erhöht wird.
  • Bei Modellen, die ein bestimmtes Lederlenkrad mit Lenkradheizung verbaut bekommen haben und im Produktionszeitraum Oktober 2018 bis 2022 hergestellt wurden, funktioniert unter Umständen die sog. „Hands-off-Detection“ nicht.
  • Laut dem KBA kann eine mangelhaft befestigte 12V-Batterie im Falle eines Unfalls dazu führen, dass die Postcrashfunktionen (E-Call, Warnblinker, automatische Türentriegelung) beeinträchtigt werden. Betroffen sind Modelle bis Baujahr 2022.
  • Bei Modellen, die 2020 vom Band gelaufen sind, entspricht das linke Fondsitzlehnenschloss womöglich nicht der Spezifikation. Hierdurch kann es bei Eintritt eines Unfalls passieren, dass die Sitzlehnenverriegelung versagen kann und das Verletzungsrisiko erhöht wird.
  • Beim Plug-In-Hybrid der Baujahre 2020 bis 2022 wurden Probleme mit einem Leitungssatz der Leistungselektronik festgestellt.
  • Bei Modellen der Baujahre 2021 bis 2023 besteht die Möglichkeit, dass ein Bauteil des Kraftstofffördermoduls sich verformt und am Gehäuse anliegt. Dies kann dazu führen, dass durch den entstehenden Widerstand die Kraftstoffzufuhr abgestellt wird und das Fahrzeug seinen Antrieb verliert.
  • Aufgrund eines fehlerhaften Ausstiegswarners wurden rund 2.400 Fahrzeuge der Marke Mercedes zurückgerufen, darunter auch die E-Klasse. Betroffen sind die Baujahre 2022 und 2023.

Tipp: Über die Rückrufaktionen kann man sich beim KBA oder ADAC im Detail informieren. Dazu lässt sich mithilfe der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) ermitteln, ob das in Frage kommende Modell von Rückrufen betroffen ist und welche Aktionen bereits durchgeführt worden sind.

Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Preislich geht es für die Mercedes E-Klasse W213 bei rund 9.000 Euro los, Modelle mit einer Laufleistung von bis zu 100.000 km kosten mindestens 20.000 Euro. Bei einem überwiegenden Teil der zum Verkauf stehenden Fahrzeuge handelt es sich um (Hybrid-)Diesel, von denen rund jeder vierte den Allradantrieb 4MATIC mit an Bord hat.

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Beitragsbild: Luke Miller auf Pexels

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