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Skoda Roomster – Typische Probleme & Krankheiten


Der Skoda Roomster (5J) ist ein von 2006 bis 2015 hergestellter Minivan auf Basis des Skoda Fabia II. Im April 2010 erfolgte das Facelift, welches neben einem neuen Cockpit und Kombiinstrument auch eine veränderte Motorenpalette mit sich brachte.

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Typische Schwachstellen beim Benziner

Die Benzinerpalette des Skoda Roomster umfasst sowohl klassische Saugmotoren mit 1,2- bis 1,6-Liter-Hubraum (64 bis 105 PS) als auch eine turboaufgeladene Variante (105 PS). Hinsichtlich der Zuverlässigkeit ist es um die klassischen Sauger scheinbar besser bestellt, insgesamt bleibt aber kaum ein Triebwerk von ärgerlichen Schwachstellen verschont:

Probleme beim 1.2 12V HTP (64, 69 PS)

Beim Einstiegsmodell 1.2 HTP handelt es sich um einen 64 PS starken Dreizylinder (ab Februar 2007 – 69 PS). Die Bezeichnung HTP steht für “High Torque Power”, womit auf das vergleichsweise hohe Drehmoment des kleinen Saugmotors (112 Nm) hingewiesen wird.

Eine typische Schwachstelle ist hier die Steuerkette, welche dafür bekannt ist, sich vorzeitig zu längen und damit einen kapitalen Motorschaden zu verursachen. Daneben fällt der Ölverbrauch recht hoch aus und sollte stets im Auge behalten werden, derweil geben die Zündspulen häufiger den Geist auf.

[1] Hinweis: Sollten beim (Kalt-)Start des Motors oder beim Lastwechsel rasselnde bzw. klackernde Geräusche zu hören sein, ist die Steuerkette womöglich schon gelängt und ein Motorschaden könnte kurz bevorstehen.

Probleme beim 1.2 TSI (86, 105 PS)

Mit dem 1.2 TSI steht auch ein Turbobenziner zur Wahl, welcher in zwei Leistungsstufen mit 86 und 105 PS angeboten wurde. Das Triebwerk ist modellübergreifend für massive Steuerkettenprobleme als auch einen enorm hohen Ölverbrauch bekannt. Betroffen sind in erster Linie ältere Exemplare, jedoch wurden die Schwachstellen nie gänzlich beseitigt und können auch in Modellen nach dem Facelift zum Tragen kommen.

Durch die Benzin-Direkteinspritzung wird der 1.2 TSI mit verkokten Einspritzdüsen und Kohleablagerungen im Ansaugtrakt zu kämpfen haben. Um die hieraus resultierenden Probleme (Leistungsverlust, höherer Verbrauch, etc.) zumindest hinauszuzögern, empfiehlt sich vorbeugend der Einsatz von reinigenden Kraftstoff-Additiven, welche in regelmäßigen Abständen beim Tanken hinzugegeben werden.

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Probleme beim 1.4 MPI 16V (86 PS)

Der 86 PS starke 1,4-Liter ist der einzige Benziner im Motoren-Lineup, bei dem keine Steuerkette zum Einsatz kommt. Stattdessen wird auf einen Zahnriemen gesetzt, welcher erstmalig nach 90.000 km und anschließend alle 30.000 km auf Beschädigungen übergeprüft wird. In den gängigen Foren wird allerdings ein Wechsel nach spätestens 90.000 km oder alle sechs bis sieben Jahre empfohlen. 

Ernsthafte Probleme sind beim 1.4 MPI nicht zu erwarten, sofern der Vorbesitzer eine lückenlose sowie nachvollziehbare Servicehistorie vorlegen kann.

Probleme beim 1.6 16V (105 PS)

Der hubraumstärkste Benziner im Bunde ist der 1.6 16V mit 105 PS. Die Steuerkette[1] ist im Gegensatz zum 1.2 HTP und 1.2 TSI unauffällig, sollte jedoch vor allem bei hohen Laufleistungen im Auge behalten werden.

Typische Schwachstellen beim Diesel

Für den Skoda Roomster wurde auch eine Reihe an Dieselmotoren angeboten. Los ging es mit dem 1.4 TDI und 1.9 TDI, deren Ablösung durch die Common-Rail-Triebwerke 1.2 und 1.6 TDI im März 2010 erfolgte.

Standfest sind die Selbstzünder im grunde genommen alle, sofern auf regelmäßige Wartung Wert gelegt wird. Bei hohen Laufleistungen muss jedoch mit den folgenden Baustellen gerechnet werden:

Probleme beim 1.4 TDI, 1.9 TDI (Pumpe-Düse)

  • Bei hohen Laufleistungen werden die anfälligen Pumpe-Düse-Elemente sowohl beim 1.4 TDI als auch beim 1.9 TDI vermutlich schon tauschbedürftig sein.
  • Beim 1.9 TDI kann des Öfteren ein lautes Pfeifen bzw. Heulen des Turboladers wahrgenommen werden.
  • 1.9 TDI-Modelle mit dem Motorkennbuchstaben BLS sind in der Vergangenheit durch Pleuellagerschäden aufgefallen.

Probleme beim 1.2 TDI, 1.6 TDI (Common-Rail)

  • Die Injektoren des 1.6 TDI (Baureihe EA189) gelten als besonders anfällig und müssen häufiger getauscht werden.
  • Dieselskandal: Im Rahmen der Rückrufaktion 23R6 wurden alle betroffenen 1.2 und 1.6 TDI-Modelle mit dem EA189-Triebwerk, darunter auch der Skoda Roomster, für ein Software-Update in die Werkstätten zurückgerufen. Vor dem Kauf sollte deshalb unbedingt darauf geachtet werden, dass alle Software-Updates durchgeführt worden sind (kann hier überprüft werden), um eine Stilllegung des Fahrzeugs zu vermeiden.

Probleme beim Automatikgetriebe

Neben dem herkömmlichen Schaltgetriebe wurden auch zwei unterschiedliche Automatikgetriebe angeboten: Beim DSG handelt es sich um ein Doppelkupplungsgetriebe und war in Verbindung mit dem 1.2 TSI erhältlich, die Tiptronic-Wandlerautomatik konnte hingegen nur mit dem 1,6-Liter-Benziner bestellt werden. Während die Tiptronic als ausgereift gilt und selten Probleme macht, muss beim DSG auf die folgenden Punkte geachtet werden, um weitestgehend sorgenfrei fahren zu können:

  • Das DSG-Getriebe ist bekannt für einen hohen Kupplungsverschleiß, der in den meisten Fällen auf übermäßigen Stadtverkehr und häufigen Anhängerbetrieb zurückzuführen ist.
  • Ein gepflegtes Serviceheft ist dabei ebenso wichtig wie ein regelmäßiger Getriebeölwechsel alle 50.000 bis 60.000 Kilometer.

Bei der Probefahrt sollte darauf geachtet werden, dass das Getriebe fließend hoch- und runterschaltet und kein Stottern bzw. Ruckeln beim Anfahren auftritt.

Für das 7-Gang-DSG (DQ200) gab es eine Serviceaktion: Bei den betroffenen Getrieben (bis ca. Ende 2013) wurde das ab Werk eingefüllte synthetische Getriebeöl, welches Elektronikprobleme auslösen kann, durch mineralisches Getriebeöl ersetzt.

Weitere Tipps, die zur Langlebigkeit des Doppelkupplungsgetriebes beitragen, haben wir in unserem Ratgeber zusammengefasst.

Sonstige Schwachstellen

  • Wassereinbruch ist häufiger auf einen undichten Antennenfuß zurückzuführen. Bei der Besichtigung sollte deshalb der Dachhimmel auf feuchte Stellen überprüft werden.
  • Gelegentlich kommt es zum Ausfall der Intervallstellung der Scheibenwischer.
  • Die vorderen Domlager neigen zum lauten Poltern.
  • Die Lüftung der Climatronic neigt zum Quietschen.
  • Berichtet wird von defekten elektrischen Fensterhebern.

TÜV & ADAC

Laut dem TÜV-Report bereiten die Rückleuchten, Scheinwerfer und verstellte Abblendlichter Probleme, zudem gehören die Bremsscheiben zu den verschleißfreudigeren Bauteilen. Knüppeldick kommt es dann, wenn die Plakette aufgrund von zu hohem Ölverlust verweigert wird – beim Roomster leider keine Seltenheit. Bemängelt werden außerdem die Auspuffanlagen älterer Exemplare, daneben fallen gelegentlich die Lenkgelenke mit Mängeln auf.

In der ADAC-Pannenstatistik schneidet der Skoda Roomster mittelmäßig ab. Pannenschwerpunkte waren die Glühbirnen, Einspritz- und Zündanlage bei vornehmlich älteren Modellen.

Rückrufe

Der Skoda Roomster blieb weitestgehend von Rückrufaktionen verschont: Abgesehen vom Abgasskandal wurden bei Modellen aus dem Baujahr 2009 unter Umständen fehlerhafte Sicherheitsgurte montiert, außerdem kann es bei 1.2 TDI-Modellen (Motorkennbuchstabe CFWA) aus dem Produktionszeitraum Mai 2010 bis Juni 2014 zu Kraftstoffaustritt kommen. Im Übrigen kann man sich über die Rückrufe auch beim KBA oder ADAC im Detail informieren.

Unser Tipp: 1.4 MPI nach dem Facelift

Der Skoda Roomster kann für Frust sorgen: So machen gelängte Steuerketten und Öldurst den Benzinern zu schaffen (außer beim 1,4-Liter), beim Diesel ist dagegen der VW-Abgasskandal das vorherrschende Thema.

Mit etwas Zeit auf der Hand und einem anständigen Budget wird jedoch die eine oder andere Perle ausfindig gemacht werden können. In den gängigen Gebrauchtwagenbörsen fangen die Preise bei knapp 2.000 Euro an, für ein junges Facelift-Modell mit geringer Laufleistung und guter Ausstattung müssen mindestens 10.000 Euro bereitgehalten werden.

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Beitragsbild (bearbeitet): Dmitry G, Public domain, via Wikimedia Commons

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